Kurze Reise durch Paraguay vom 12.9 bis 16.9

Nach dem Grenzübertritt kommen wir zügig vorwärts. Unser grosses Ziel ist der Pantanal, der aber dann wieder in Brasilien liegt. Wir werden also nicht sehr lange in Paraguay sein. Ein Muss für europäische Reisende in Paraguay ist der Besuch von Hasta la Pasta. Der Platz liegt bei San Bernardino am Lag Ypacarai. Leider kann im See nicht gebadet werden. Er ist total verschmutzt. Alle Abwässer aus der Gegend, inklusive jene einer Färberei und von diversen Sgrossen Schlachthöfen fliessen in den See.

Der Platz gehört Rene und Marion. Sie vermieten auch Bungalows. Ausserdem kann man auch hier sein Auto für drei Monate stehen lassen und nach Hause fliegen.

b1088 alle sehr schön und sauber wie man es von Schweizern annimmt

b1085 in Asucion bei Rene und Marion auf den Camging (Schweizer)

Am Samstag haben wir den Markt besucht.

b1089 jeden Samstag ist Markt mit deutschen und schweizer Produkten

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b1090 da trifft man sich für eien Schwatz in Deutsch

Das auffälligste im Markt war sicher die Sprache. Fast an allen Ständen wurde Deutsch gesprochen. Es gab Brot vom deutschen Bäcker, Wurst vom Bayrischen Metzger und auch der Gemüsehändler spricht Deutsch. Jeder kennt hier jeden. Es werden die neuesten Klatschgeschichten ausgetauscht und anschliessend im “kleinen” Markt in Alto bei Glühwein Freundschaften vertieft.

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Wir verbringen vier gemütliche Tage auf dem Platz bei Marion und Rene. Zum Namen “Hasta la Pasta” muss noch erwähnt werden, dass Rene Teigwaren herstellt die er auf dem Platz und in verschiedenen Geschäften der Umgebung verkauft. Selbstverständlich haben auch wir uns mit Pasta eingedeckt.

Am Sonntag verlassen wir Marion und Rene. Wir wünschen Rene, der erst kürzlich einen Schlaganfall erlitt, alles Gute und rasche Genesung.

Wir kommen auf den guten Strassen schnell vorwärts. Schon am Mittag erreichen wir den Grenzort zu Brasilien, Pedro Juan Caballero. Wir beschliessen noch an diesem Tag die Grenze zu überqueren und uns in Brasilien eine Unterkunft zu suchen. Das ging nun aber gründlich in die Hosen! Wir haben nach einigem Suchen zwar die Zollstelle von Paraguay gefunden. Dort sollten wir unsere Pässe stempeln lassen und den Frosch wieder aus Paraguay ausführen. Wir standen vor geschlossenen Türen. Erst dachten wir dass vielleicht noch Mittagszeit sein könnte. Nach einigem Herumfragen in unserem noch immer mangelhaften Spanisch bekamen wir die Auskunft – manana – das heisst, die Zollstation ist am Sonntag geschlossen! Wir suchen uns also ein Hotel und übernachten im Hotel “Royal Palace” das zwar ok, aber nicht wirklich königlich war. Im China Shopping Palace bekamen wir dann auch etwas zu Essen und haben uns im riesigen Einkaufszentrum umgesehen. Hier wird nur importierte Ware zollfrei verkauft. In dieser kleinen Stadt weiss man wirklich nicht ob man im Moment in Brasilien oder in Paraguay ist.

Am Montag haben wir uns dann in Paraguay abgemeldet und haben auch die Federal Policia von Brasilien am Flughafen  gefunden. Die Pässe müssen auf dieser Amtsstelle gestempelt werden. Nun sind wir also wieder in Brasilien.

Brasilien vom 17.–20. September 2018

Nachdem wir endlich die Grenze überquert haben, fahren wir in Richtung Bonito. Uns wurde gesagt, dass Bonito das südliche Zentrum des Pantanals sei. Das schien uns etwas fragwürdig, weil Bonito doch gemäss allen unseren Karten ausserhalb des Pantanals liegt.

Die Fahrt war unspektakulär bis auf die heftigen Regenschauer etwa eine Stunde vor Bonito.

b1093 auf dem Weg in den Pantanal in Brasilien

Schon sieht man die drohende Wolkenwand.

Der Regen war so stark, dass wir anhalten mussten da die Sicht gegen null ging.

Wir haben uns im Hotel Paraiso del Aguas (wie bezeichnend!) einquartiert. Bonito ist ein hübsches kleines Touristenstädtchen. Fast jedes zweite Haus ist ein Reisebüro oder ein Hotel, dazwischen einige Restaurants. Bei einem Bummel hat Franz hier das erste Mal überbackene Glace gegessen und sehr genossen.

Wir fanden in einem Reisebüro den englisch sprechenden Bruno. Er hat uns eine dreitägige Tour ins Pantanal empfohlen, die wir dann auch gebucht haben.

Die Fazenda auf der wir drei Tage verbringen heisst San Francisco. Schon beim Eingang begrüssen uns die hier heimischen grossen Papageien.

b2000 hier gibt es unzählige farbenprächtige, grosse und kleine Vögel

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Als erstes Tier begegnen wir einer ungiftigen Schlange mitten auf der Strasse.

b2004 eine ungiftige, ca. 4 Meter lange Schlange vor den Safarifahrzeug

Schon nachmittags um drei gehen wir auf die erste geführte Tour. Der Track führt auf einem Steg  gut zwei Stunden lang  über für den Pantanal typisches Sumpfgebiet.

b2013 der Anfang unseres Fussmarsches über die hochgebauten Stege

b2005 hier leben drei verschiedene Störche, einer mit schwarzem Kopf hat bis 2,5 Meter Spannweite

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Hier leben vier verschiedene Storcharten. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre Grösse. Der Grösste ist der mit dem schwarzen Kopf und dem roten “Halstuch”.

b2041 der Schwarzkopfstorch mit 2,5m Spannweite

Dieser Vogel wird hier auch Jesus Vogel genannt. Der Grund: er läuft übers Wasser.

b2042 der läuft jetzt auf den schwimmenden Blättern

Es ist Frühling, die Nagetiere und auch die Kaimane haben Nachwuchs.

b2043 und Nachwuchs hats auch bei den Nagern gegeben

b2044 auch die Kaymane vermehren sich tüchtig

 

Den Bock, den wir schon so oft auf Verkehrsschildern gesehen haben,  sehen wir heute zum ersten Mal in Natura.

Bildergebnis für verkehrsschilder brasilien

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b2049 nur Fluss und Urwald

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Die ersten Frühlingsblüten sind zu bestaunen.

b2058 der Urwald bringt wunderschöne Blüten hervor welche die Insekten für Nahrung anfliegen

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Das ist kein Vogelnest, sondern der Bau von Termiten der am Baumstamm hängt.

b2016 ein Termitenbau im Geäst eines Strauches

Das sind Vogelnester!

b2052 Vogelnester

Zurück auf der Fazenda geniessen wir das Schauspiel das uns die vielen Vögel bieten.

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b2071 mit Nachwuchs

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b2135 vor dem 2. Bootsausflug (an unserem Abreisetag)

Bald ist es Zeit für das Nachtessen. Ein wichtiger Küchenteil ist der grosse Grill.

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Nach einer kurzen Verdauungspause besteigen wir ein Safarifahrzeug zu einer Nachtpirsch.

Leider scheinen sich an diesem Abend die meisten Tiere irgendwo zu verstecken. Jedenfalls sehen wir ausser einem kleinen Fuchs, der aber in Wirklichkeit ein wilder Hund ist, keine Tiere.

b2030 sieht aus wie ein Fuchs ist aber ein Wildhund

Schon um halb neun am nächsten Morgen werden wir auf Fotosafari gefahren.

b2036 eine Falkenart auf Beobachtungsposten

Ein Falke sucht die Umgebung nach geeignetem Futter ab. Schon hat er etwas gefunden.

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Der Fahrer entdeckt frische Spuren eines Jaguars entlang der Strasse.

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b2012 die Spuren des Jaguars

Obwohl alle Passagiere konzentriert die Umgebung beobachten, sehen wir die grosse Katze nicht.

So soll sie aussehen (leider ist dieser Jaguar aus Porzellan).

b1096 die Hauptatraktion im Pantanal = mit dem Jaguar ist es wie bei den andern Wildkatzen in andern Parks der Welt ein Zufall wenn man sie sieht. Wir können nur hoffen

b2062 der Fahrer des Safaribusses     b2063 die Strassen auf dem aufgeschütteten Sumpfgebiet PANATNAL sind schnurgerade

Der Fahrer, der uns über die meist geraden Strassen im Pantanal fährt. Er bremst natürlich sofort für einen Fussgänger.

b2064 die Tiere benützen diese Strassen für ihren Wechgsel

b2069 ein Lizzard (Leguan) auf Lauer

Auch der Lizard ist auf der Lauer. Die Straussenvögel, hier Ema genannt, tummeln sich auf der grossen Weide.

b2070 Ema die Schwestertiere der Straussen und Emus

Schon nach zwei Stunden sind wir wieder zurück auf der Fazenda

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b1095 es wird alle tropisch, die Plantzen, Tiere und Themaraturen

b2136 Der Esssaal

Mittagessen und eine kurze Ruhepause und schon steht das nächste Abenteuer an.

Wir fahren mit einem Ausflugsschiff zum Piranhas fischen.

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b2092 jetzt wird nach Piranhas gefischt

Der Köder, rohes Fleisch, wird am Hacken befestigt und schon bald beissen die ersten Fische an.

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b2107 der letzte wird rausgeholt für eine kleine Präsentation wie hier die Tiere leben = Fressen oder Gefressen werden

b2101 er hat eine Scheissfreude an seinem Fang    Die grosse Freude am Fang.

So sieht das gefürchtete Gebiss der Piranhas aus.

b2104 das Gebiss lässt erahnen was mit einem Finger passiert wenn er dazwischen kommt

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b2085 dieser Kayman ist auch auf Futtersuche = so ein netter Vogel vom Ast runterholen wäre gerade richtig

 

Kaiman auf Futtersuche. Vielleicht einer dieser Vögel zum Nachtessen?

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b2109 da ist er

 

Auch er hat Hunger.

 

Wieder zurück auf der Farm. Abendessen und einen wunderbaren Sonnenuntergang geniessen.

b2116 nach der Rückkehr auf die Fazienda gibt es Kuchen und Getränke, aber Achtung die Papageien sind sehr scharf auf den Kuchen auch wenn man den in der Hand hält und abbeissen möchte greifen sie zu

Papageien, frecher als Spatzen. Sie holen ihr Futter überall. Andere Vögel scharren im Sand

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b2118 die Sonnenuntergänge sind wie in Afrrika = wunserschön

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Noch einmal gehen wir auf Nachtpirsch. Wir hoffen auf mehr Glück als gestern Abend.

b2123 und kurz nach der Abfahrt sehen wir schon einen Ameisenbär

Ein Ameisenbär! Zwar versucht er sich dem Licht zu entziehen. Wir sehen ihn jedoch deutlicher als auf dem Foto.

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Und dann, der Glückstreffer des Abends! Wir sehen einen Ozelot auf dem Baum ganz nahe bei der Strasse. Er lässt sich nicht vom Licht des Scheinwerfers stören. Franz konnte ein paar herrliche Aufnahmen machen. Wir haben auf dieser Nachtfahrt nochmals einen Ozelot gesehen. Von ihm konnten wir leider keine Fotos machen.

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Diese zwei Eulen scheinen auf uns gewartet zu haben. Ob sie jeden Abend so fotogen auf dem Gerüst sitzen und auf doofe Touristen warten? Sie sehen irgendwie verächtlich auf uns herab.

 

b2131 dieses Eulenpaar beobachtet uns wie wir sie

An unserem letzten Morgen auf der Fazenda steht noch eine Bootsfahrt auf dem Miranda River auf dem Programm.

b2074 die Farmarbeiter (Gautchos) kommen immer hoch zu Ross für die Arbeit

Farmarbeiter auf dem Weg zur Arbeit.

Wir warten mit einem jungen deutschen Paar auf unseren Führer. Die Wartezeit wird hier nie langweilig. Bunte Vögel sind immer in der Nähe und wollen, wie dieser Tuncan, bewundert werden.

b2138 der Tucan (so hat auch unse Zimmer geheissen)

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Hier wartet noch einer auf Beute.

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b2150 wir haben sehr viel gesehen und gelernt trotz Sprachproblemen, wie hier die Tierwelt lebt und der Urwald ihnen Schutz bietet

 

Der Fluss Miranda und die Bewohner an seinen Ufern.

b2145 ein Kigfischer Weibchen

Der Kingfisher und der Rotkopfspecht zeigen sich.

b2147 ein Rotkopfspecht

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Um die Mittagszeit verlassen wir die Fazenda San Francisco im südlichen Pantanal. Der Aufenthalt hat uns sehr gefallen. Wir beschliessen, auch den nördlichen Pantanal zu besuchen. Allerdings stehen uns bis dahin ca. 800 km Fahrt bevor.

Brasilien 21.–26. September 2018

Wir nehmen die Fahrt nach Norden unter die Räder und übernachten nach ca. 300 km in Campo Grande. Ein Ibis Hotel gewährt uns eine enge Unterkunft für eine Nacht. Es ist in diesem Hotel alles vorhanden, Dusche, WC und Klimaanlage, jedoch auf sehr engem Raum.

Weiter geht es am nächsten Tag bis Rondonopolis. In dieser Stadt finden wir kein Restaurant in Gehdistanz. Unser Kühlschrank im Frosch ist gut gefüllt, also picknicken wir im Hotelzimmer.

b2160 ein kurzes Abendessen im Hotel in Rondopolis, da das nächste Restaurant weit weg war und es hat geregnet

Franz klagt weiterhin über starke Rückenschmerzen. Das Sitzen im Auto wird immer unbequemer. Selber fahren liegt für ihn nur noch für 45 Minuten bis zu einer Stunde drin. Das Aufstellen des Zelts wird schwierig. Das Dachzelt, das einfacher aufzustellen wäre, ist beschädigt. Während der Fahrt auf offener Strasse nach Bonito hörten wir einen Knall. Franz meinte, ein Vogel sei ins Auto geknallt, wir waren aber nicht sicher. Sicher ist, dass die Plane des Dachzelts, die Leiter und die Querführung des Dachzelts beschädigt sind. Eine ziemlich aufwändige Reparatur steht an. Franz kann diese hier unterwegs nicht ausführen.

Wir entscheiden uns, die Reise abzubrechen und wieder zurück nach Uruguay zu fahren,  wo wir entweder unseren Frosch wieder parkieren oder verschiffen können.

Das heisst nun, dass wir quer durch Brasilien fahren werden in Richtung Südosten. Es liegen etwa 3000km Fahrt vor uns. Über meist gute Strassen erreichen wir wieder Campo Grande und fahren am nächsten Tag weiter nach Assis. In Joinville erreichen wir den Atlantik.

Im Hotel wird uns das Restaurant Hullen empfohlen. Etwas erstaunt sehen wir, dass uns nur eine Getränkekarte vorgelegt wird. Bald schon merken wir wie hier der Service funktioniert. Mehrere Serviceleute gehen mit gefüllten Platten und Schüsseln durch das Lokal. Sie offerieren was immer sie gerade bei sich haben. Man kann davon auslesen wonach einem der Sinn steht. Von verschiedenen Pizzen über Pasta bis zu Fleischgerichten ist alles zu haben.

In Porto Alegre übernachten wir wieder in einem engen Ibis-Zimmer. Von der Stadt sehen wir nicht viel. Uns fällt jedoch das Parkhaus gegenüber auf.

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Unser Frosch passt da natürlich nicht rein, da zu hoch. Er muss draussen im Regen stehen bleiben.

b2164 der Frosch vor dem Ibis in Porto Alegre

In der Grenzstadt Jaguarao übernachten wir noch  in Brasilien bevor es dann am nächsten Morgen über die Grenze nach Uruguay geht.

Am Nachmittag des 27. September erreichen wir das Paraiso Suizo in Uruguay. Wir werden von Silvia und Heinz herzlich, aber auch etwas erstaunt begrüsst. Zum Glück ist wieder eines ihrer Bungalows frei, den wir sofort beziehen können. Wir verbringen die Tage mit Umpacken für die Rückreise. Gemütliche Stunden erleben wir mit den anwesenden Reisenden, Werner und Pia, Erich und Silvia mit Sohn Mario und Martin und Claudia die ebenfalls ihre Rückreise in die Schweiz organisieren.

Auf der langen Fahrt durch Brasilien haben wir uns entschlossen unseren Frosch zu verschiffen und ein Flugticket für uns zwei zu buchen.

Am 1. Oktober geben wir den Frosch im Hafen von Montevideo in die bewährten Hände der Grimaldi Group. Er wird auf der Grande Nigeria am 5. Oktober Montevideo verlassen und um den 2. November in Antwerpen ausgeladen. Wir fliegen am 2. Oktober zurück in die Schweiz.

Da wir nun kein Auto mehr haben buchen wir für die letzte Nacht in Montevideo ein Zimmer in der Nähe des Flughafens.

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    Ein schöner Sonnenaufgang versüsst uns den
Abschied von Montevideo.

Argentinien 24. Februar bis 4. März 2018

7Ohne Probleme sind wir über die Grenze gefahren. Uns erstaunte, dass die selbe Person, eine sehr freundliche Frau, uns die Pässe zur Ausreise aus Uruguay und gleichzeitig die Papiere für Argentinien bearbeitete. Das ganze Prozedere war in einer Viertelstunde erledigt.

Wir steuern den uns von Hans empfohlenen Park Lihuel Calel an. Der liegt aber gute 1000 Kilometer von unserem Ausgangspunkt in Uruguay entfernt. Wir machen also zwei Übernachtungsstopps. Der erste in Argentinien liegt bei Victoria. Wir waren angenehm überrascht, wurden wir doch von verschiedenen Seiten gewarnt wie schlecht und schmutzig die Campingplätze in Argentinien seien.

Die Fahrt war eher unspektakulär, vorbei an riesigen Sojafeldern und Weiden mit Hunderten Rindern.

a1875 dies sind meiner Meinung nach Sojapflanzen = hier gibt es sie hunderte von Kilometern entlang der Strasse_thumb[1]

a1876 vermutlich die Sojabohne_thumb[1]

Für den zweiten Stopp fanden wir keinen geeigneten Campingplatz und haben daher im Hotel Sorrento in Trenque Lauquen eine sehr bequeme Unterkunft gefunden. Wir machen eine Spaziergang um ein Restaurant für ein Nachtessen zu suchen. Die Stadt ist sehr grün. In allen Strassen stehen Bäume, einige davon sogar noch in Blüte.

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a1880-der-Baum-vor-der-Drogerie-stim[2]

Nach einem eher kargen argentinischen Frühstück fahren wir weiter. Die Strecke bietet nichts Neues.
Schon etwa 50 km vor der Abzweigung zum Park fällt uns auf, dass hier ein Steppenbrand gewütet haben muss.

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Der Eingang zum Park Lihuel Calel.
Unsere Enttäuschung war gross. Wir hatten geplant hier einige Tage zu bleiben und ein bisschen zu wandern. Leider wütete das Buschfeuer auch im ganzen Park. Ein Ranger teilte uns bei der Anmeldung mit, dass alle Wege geschlossen sind.  Wir sind nur eine Nacht geblieben. Trotzdem haben wir noch im Park heimische Tiere gesehen.

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Aussicht vom Dachzelt auf die verbrannte Gegend. Hier sieht man auch wie schnell die Natur sich erholt. Der Brand fand Ende Januar statt und schon grünen wieder einige Büsche.
Wir beschlossen wieder zur Küste zu fahren. In Las Grutas haben wir einen schönen Ferienort gefunden, sind aber nur einen Tag geblieben.

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Von hier aus fahren wir weiter der Küste entlang zur Peninsula Valdes. Die ganze Halbinsel ist ein Naturpark.
Schon auf dem Weg dorthin sehen wir die ersten Guanacos.

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Ein guter Campingplatz erwartet uns. Es gibt saubere Toiletten und warme Duschen. Wir leisten uns ein Nachtessen in einem kleinen Restaurant im Ort.

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Ein Ausflug auf der Halbinsel führt uns zuerst zu einer Pinguinkolonie.

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Weiter draussen an der Spitze der Halbinsel tummeln sich Seelöwen. Ein grosses Männchen zeigt sich in voller Pracht.

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Hier werden die Jungen zusammen gerufen und ins Wasser gescheucht. Sie sollen endlich richtig Schwimmen lernen. Bei ihren ersten Ausflügen ins Wasser werden sie von den weiblichen Tieren begleitet.

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Die Bucht von Puerto Piramides auf des Halbinsel Valdes.

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Der Boden besteht in dieser Bucht praktisch ganz aus versteinerten Muscheln Lose Muscheln sehen wir keine.
Nach zwei Tagen fahren wir nach Trelew. Dort steht der grösste Dinosaurier der Welt und auch ein sehr sehenswertes Sauriermuseum.

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Bilder aus dem Museum.

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Versteinerte Dinosauriereier

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Vom 5. bis 11. März

In Puerto Madryn haben wir drei Tage verbracht.

a1965 Camp in Puerto Madryn

Wir plauderten oft mit einem holländischen Paar das soeben aus Chile kam. Wir erhielten Tipps, die wir dann hoffentlich bei unserem Aufenthalt in Chile nutzen können.

Viele Kilometer geht nun die Fahrt südwärts. Die Gegend sieht immer mehr oder weniger gleich aus.

a1970 auf dem Weg nach Rada Tilly unserem nächsten Stopp

Bei unserem nächsten Stopp in Rada Tilly, haben wir erst unser Dachzelt aufgemacht da wir ja nur einen Übernachtungsstopp planten. Bald aber kam ein immer stärker werdender Wind auf. Der Staub wird aufgewirbelt.

a1974 und plötzlich kam der Wind und brachte den Staub

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Das Dachzelt wackelte bedenklich und Franz befürchtete, dass es Schaden nehmen könnte. Also haben wir es wieder zu geklappt und hinter einer Mauer unser grosses Zelt aufgestellt.
Der Wind heulte die ganze Nacht ums Zelt. Früh am Morgen haben wir zusammengepackt und uns in einem Restaurant ein staubfreies Frühstück gekauft.

Weiter geht die Fahrt mit der immer wieder gleichen Aussicht.

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Nach etwa 200km Fahrt kamen wir zur Abzweigung zum Park der versteinerten Bäume. Natürlich lassen wir uns die Gelegenheit etwas anderes als nur grosse Flächen mit kleinen Büschen zu sehen nicht entgehen.

Etwa 50 km Schotterpiste führen zum Parkeingang.

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Auf einem etwa zweistündigen Rundgang sehen wir die versteinerten Bäume. Auf vielen sieht man sogar die Jahrringe deutlich. Bei Andern ist die Rinde noch sehr gut erhalten.

a1985 an den Stämmen kann man sogar noch die Jahrringe sehen, aber es ist Stein und somit hart und schwer

a1993 es waren richtig grosse Bäume

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Im Wald standen offensichtlich riesige Bäume.

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Nochmals ein paar hundert Kilometer weiter übernachten wir im Hotel Sada in Puerto San Julian.

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Wir wollen uns den Staub der vorhergegangenen Nacht aus Haut und Haaren waschen. Auch unser Frosch erhält eine gründliche Wäsche.

Die Fahrt geht weiter nach Rio Gallegos wo wir direkt am Fluss übernachten.

a2025 ein Fischer bei unserem Camp in Rio Gallegos

Bei einem Tankstopp auf der Fahrt nach Rio Gallegos ist uns dieses originelle Gefährt samt kleinem Wohnwagen aufgefallen.

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a2019 der Camperanhänger

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a2021 der ganze Zug ist aus alten Autoteilen zusammengebastelt resp.geschweisste worden

Am nächsten Tag kommen wir in El Calafate an. Von hier aus wollen wir den Park Torres del Paine und den Gletscher Perito Moreno besuchen.

Der Park Tores del Paine liegt in Chile, ist jedoch von der argentinischen Seite aus leichter zu erreichen. Um uns die Umtriebe eines Grenzübertritts mit unserem Auto zu ersparen haben wir eine Tour in den Park gebucht.
Früh am Morgen werden wir abgeholt.

a2051 wir werden von einem Safaribus abgeholt und zu den Tores del Paine (die blauen Türme) in Chile gefahren

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a2055 duechsicht durch die Fahrekabine auf den Grenzposten Chile

Der Grenzübertritt ist gut organisiert und verläuft problemlos.

Leider ist uns der Wettergott nicht ganz hold. Die “Blauen Türme” (blau, da Paine in der Sprache der Ureinwohner blau bedeutet) waren nur zum Teil sichtbar.

a2060 eine wunderschöne Landschaft

a2061 die Tores sind leider in den Wolken

a2062 es hat erst in den letzten Tagen geschneit. Wir sind hier auf ca. 200 MüM

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a2067 fast kann man die Tores sehen

Trotzdem gibt es im Park noch einiges zu sehen. Wir halten an einem Fluss Mittagspause.

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a2076 wie der Rheinfall mit einer Insel in der Flussmitte

Hier sehen wir die Torres fast ohne Nebel.

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Ein Spaziergang führt uns zu einem weiteren Wasserfall.

a2088 ein weiterer Fall

Ein Gürteltier,Pichi Patagonico, begegnet uns und rennt so schnell wie möglich in Deckung.

a2089 ein Gürteltier

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Auf dem Rückweg nach El Calafate können wir noch einige Guanacos beobachten und sehen ganz weit hinten im See einige Flamingos.

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a2097 auf der Rückfahrt sehen wir noch eine Gruppe Flamingos, leider nur sehr weit weg

Während der Rückfahrt empfiehlt uns der Reisebegleiter doch morgen zum Gletscher Perito Moreno zu fahren. Es wird erwartet, dass ein grosses Stücks des Gletschers, der ein Tunnel bildet, in den nächsten Tagen abbricht. Er meint, falls wir Glück hätten, könnten wir sogar Zeuge dieses Naturschauspiels werden.
Ziemlich spät am Abend kommen wir wieder im Zeltplatz El Olejero an. Das Restaurant hat uns schon gestern Abend mit dem aussergewöhnlichen Grill “gluschtig” gemacht.

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Wir haben also an diesem Abend, ganz nach argentinischer Art, eine grosse Menge Fleisch praktisch ohne weitere Zutaten gegessen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir die 80 km zum Gletscher Perito Moreno.

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a2119 wir werden event. ein Schauspiel der besonderen Art erleben können -- ein Teil des Gletschers sollte zusammenfallen und dies geschieht nur sehr selten

Schon von Weitem sieht man den Gletscher. Wir fahren mit einem Boot ganz nahe an die Eiswand.

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a2122 das Boot fährt sehr vorsichtig der Eiwand entlang

Das ist der berühmte Durchlass der in den nächsten Stunden oder Tagen abbrechen soll.

a2124 diese Brücke sollte in kürze zusammenfallen = ein Naturereignis das nur sehr selten stattfindet

Tatsächlich sehen wir wie immer wieder grosse Stücke abbrechen und mit Getöse ins Wasser stürzen.

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Nach einer Stunde fährt das Schiff zurück zum Ufer. Der Bogen steht immer noch.

Am nächsten Morgen erleben wir gleich zwei Überraschungen. Nachdem wir unseren Morgenkaffee/Tee genossen hatten kam uns plötzlich Filiep, entgegen. Christine und Filiep, das belgische Paar das wir auf der langen Schiffsreise kennen und schätzen gelernt haben, ist gestern auf dem gleichen Zeltplatz angekommen. Wir haben eine Weile mit ihnen geplaudert und Erfahrungen ausgetauscht. Die beiden wollen noch ein oder zwei Tage bleiben, wir hingegen fahren heute weiter.

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Die zweite Überraschung erfuhren wir bei unserem Einkauf beim deutschen Bäcker. Der Durchgang im Eis ist gestern Abend um elf Uhr zusammengebrochen!

12. bis 17. März

Von El Calafate fahren wir nur ein recht kurzes Stück (für hiesige Verhältnisse) nach El Chalten. Ein weiterer Ort mit einem bergigen Nationalpark.

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Wir kommen mitten am Nachmittag an. Das Informationsbüro des Parks lässt uns wissen, dass morgen ein Tag sei der am Besten im Haus verbracht werden soll. Auch die Temperaturen laden hier nicht zum campieren ein. Wir melden uns für drei Tage in einem Hotel an. Dadurch entfällt das Aufstellen unseres temporären Zuhauses und wir entscheiden uns für einen kurzen Ausflug mit dem Auto.
Dem Fluss entlang führt eine Schotterpiste zum Gletschersee Desierto.

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Wir wandern ein Stück dem See entlang und kehren dann entspannt ins Hotel zurück.
Am Morgen klatscht wie angekündigt ein von starken Winden getriebener Regen an die Scheiben. Franz bearbeitet Fotos und der Blog wird auf den neuesten Stand gebracht (siehe vorheriger Beitrag). Bis es Zeit ist zum Abendessen faulenzen wir. Dick eingepackt machen wir uns auf in den kleinen Ort. Wir  finden ein gemütliches Restaurant und lassen uns ein ausgezeichnetes Nachtessen schmecken.
Wie versprochen hat der Regen in der Nacht aufgehört. Wir wollen eine Wanderung zum Lago Capri machen, Von dort aus soll auch der höchste Berg der Gegend, der Fitz Roy am besten zu sehen sein.
Es bläst ein kalter Wind. Wir ziehen Mützen und dicke Jacken an und machen uns auf den Weg.

a2168 gestern Dienstag hatten wir sehr schlechtes Wetter, aber heute Mittwoch ist das Wetter perfekt für eine Wanderung zum Fitz Roy

Ausblick auf das Tal das wir mit dem Auto befahren haben.

El Condor pasa!

a2186 jetzt habe ich mehr Glück und kann die Condore aus näherer Distanz fotografieren

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Wir sehen wie weit über uns ein Paar Condore seine Kreise zieht

Auch hier verstecken sich die hohen Schneeberge hinter einem Wolkenschleier.

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a2172 der Park Fitz Roy

Es hat weit ins Tal hinunter geschneit. Auf unserem Weg liegen am Mittag noch kleine Schneereste.

a2177 wir sind hier auf 750 MüM und es hat noch Schneereste

Beim Lago Capri machen wir Mittagsrast.

a2185der Gletschersee Lago Capri = wie eine Postkarte

Schon am nächsten Tag werden wir wieder von ans Fenster klopfenden Regentropfen geweckt. Wir entschliessen uns daher heute wieder ein Stück weiter nordwärts zu fahren.

a2192 zwei einsam grsende Nandus mit Schneebergen im Hintergrund

a2188 der ist stolz auf seine rote Brust

a2223 das Verkehrszeichen für Wind

Das ist eine Strassentafel der wir auf den Hochebenen oft begegnen.

Unser nächster Stopp gilt nur der Übernachtung. Wir wollen nicht ca. 600 km bis Perito Moreno durch fahren. Ausserdem planen wir einen Abstecher zu den Cueva de las Manos. Diese Felszeichnungen liegen zwischen Gobernador Gregores und Perito Moreno.
Die Zeichnungen können nur mit einer Führung besucht werden. Eine junge Frau erklärt die verschiedenen Bedeutungen und Entstehungszeiten (bis zu 9000 Jahre vor Ch). der aufgemalten Hände. Es sind vor allem Hände, aber auch Jagdszenen zu sehen.

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a2212 die Farben haben eine Bedeutung = weiss ist ein höhergestelltes Gruppenmitglied

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Am nächstenTag  fahren wir von Pietro Moreno eine lange, ereignislose Strecke bis Esquel. Das Wetter hat sich gebessert und wir stellen wieder unser Zelt auf und Franz kocht unser Nachtessen.

a2231 die Gusspfanne, das Geschenk des Pilzvereins kommt selbstverständlich wieder zum Einsatz

Hier beginnt nun der hügeligere Teil der Ruta 40. Wir freuen uns auf Fahrten auf kurzweiligeren Strecken.

a2238 wir sind freudig überrascht, dass wir wieder mal Berge um uns hhaben

18. bis 26. März

Wir fahren auf der Ruta 40 weiter nach Norden, verlassen diese jedoch für einen kurzen Abstecher durch den Nationalpark Los Alerces. Durch eine grüne Landschaft immer entlang dem Fluss treffen wir kurz vor El Bolson wieder auf die Ruta 40.

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In El Bolson wollen wir unseren Freund besuchen der die Haftpflichtversicherung für den Frosch für uns abgeschlossen hat.  Wir werden auch bei ihm auf seinem Gut übernachten. Ein Paar aus Holland kommt am gleichen Tag an. Sie sind von Chile her hier eingetroffen. Die beiden beklagten sich bitterlich über das kalte und regnerische Wetter das sie in den letzten zwei Wochen in Chile erlebt hatten. Sofort denken wir an Christine und Filiep die ja im Moment auch etwa in der gleichen Gegend in Chile unterwegs sind. Wir hoffen sie haben mehr Wetterglück.
Wir bleiben nur eine Nacht. Zum Abschied werden wir noch mit selbstgepresstem Süssmost versorgt.

Schon wenige Kilometer nach El Bolson biegen wir ins Tal der sieben Seen ab. Es geht bergauf und bergab. Immer wieder gibt es schöne Ausblicke auf die weit unter der Strasse liegenden Seen.

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a2244 die Übersicht über die ganze Rute mit den entsprechenden Bergbezeichnungen

Nach einer kurzweiligen Fahrt erreichen wir das bei den Touristen beliebte San Carlos de Bariloche. Uns ist der Ort zu gross, es ist eine Stadt, windig und staubig. Wir fahren entlang dem schönen See und suchen uns eine Bleibe für die Nacht. Da in den letzten Nächten die Temperatur nahe bei 0° lag, haben wir uns entschieden in einem Hotel zu nächtigen. In Villa La Angostura fanden wir ein gemütliches Hotel am See mit einem guten Restaurant. Wir genossen die geheizten Räume und wärmten Körper und Seele auf.

Immer weiter Nordwärts, entlang der Ruta 40. Immer noch sind die Temperaturen hier sehr tief. Wir beschliessen auch die nächste Nacht nicht im Zelt zu schlafen. In Junin de los Andes wollen wir eine Cabana mieten. Leider sind alle besetzt. Die Platzwarte finden für uns eine Lösung. Sie bieten uns den “Frauenschlafsaal” für uns alleine an. Also beziehen wir ein Massenlager mit 10 Betten.

a2246 da wir wieder eine klate Nacht erwarteten haben wir auf dem Camping den geheizten Schlafraum für uns alleine belegen können

Jetzt habe ich wohl ein bisschen zu viel über kaltes Wetter gejammert. Es ist in Wirklichkeit nur in der Nacht kalt. Tagsüber scheint die Sonne.

a2249 am Tag waren es noch angenehme 20°C ,aber in der Nacht sank das Thermometer auf 0°C.

Wir machen einen Spaziergang durchs Dorf. Überall umweht uns Rosenduft. Entlang der Strassen, in privaten Gärten und auch auf dem Campingplatz stehen Rosenstöcke in voller Blüte.

a2251 hier im Camping und auch im ganzen Dorf sind wunderschöne Rosen als Garten und Rabaten zu finden

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a2253 trotz des Frostes in der Nacht sind diese Rosen noch traumhaft

Uns wird von einer Reisenden auf dem Campingplatz empfohlen doch noch einen Abstecher zum 3768 hohen Vulkan Lanin zu machen. Der Anblick werde sich sicher lohnen.
Brücke auf dem Weg zum Vulkan.

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Der Vulkan Lanin

a2255 der Anblick ist faszinierend, ein Kegel der oben weiss verschneit ist und bis fast auf 3'800 MüM herausragt

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a2263 auf dem Rückweg. Wir sind nicht ganz hingefahren, denn Berge sind immer schöner zu betrachten von unten oder Ferne, denn wenn man draufsteht sieht man ihn nicht

Um nicht nur einfach die gerade Ruta 40 zu befahren wenden wir uns etwas mehr den Bergen zu. Auf der Schotterpiste RP46 in Richtung Zapata.

a2265 die Strasse führt uns durch sehr bergiges Land mit vielen Auf- und Abfahrten

a2266 es sind einige Kurven die zu bewältigen sind (alles in Gravel)

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Die Schneeberge der Anden sind auf der ganzen Fahrt immer wieder zu sehen. Die Strasse führt immer auf einer Höhe zwischen ca. 800 und 2000 MüM am Fuss der hohen Berge entlang.

a2285a dieser Berg hat fast 7000 MüM

Wir übernachten wieder im einem Hotel in Cutral Co.
Der Reiseführer warnt, dass die nächsten etwa 300km der Ruta 40 eher schlechte Strassenverhältnisse aufweist. Wir entschliessen uns trotzdem auf der 40 weiter zu fahren und sind positiv überrascht. Die Strecke ist geteert und nur auf einigen wenigen kurzen Strecken sind viele Schlaglöcher zu umfahren.

a2284 wir werden in den nächsten Tagen in diesen hohen Bergen übernachten und hoffen dass das Thrmometer nicht zu weit runter geht

Der Frosch hat Durst. Das ist weit und breit die einzige Tankstelle.

a2282 die Diesel Säule hat etwas besser ausgesehen

Auf unserem Weg immer entlang den Anden übernachten wir in Barranca zur Abwechslung im Zelt. Es ist zwar windig, aber die Temperatur ist auch nachts nicht unter 10° gefallen.

Als nächstes wollen wir die Stadt San Rafael besuchen. Wir wollen jedoch wie immer nicht in der Stadt übernachten. In einem Vorort, 25. Mayo, stellen wir unser Zelt auf einem riesigen Platz mit geschätzten 200 Standplätzen und Grillstellen auf. Wir haben den ganzen Platz für uns.

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a2292 in der 2. Nacht viel das Thermometer unter die Nullgrenze = wir beschliessen für die kommende Nacht in einem Hotel oder Cabana zu nächtigen

San Rafael ist eine sehr grüne Stadt. Alle Strassen sind von Bäumen gesäumt.

a2288 während des Tages sind wir nach San Rafael für eine Stadtbesichtigung und T-Shirtkauf für Rafael und seine Söhne bei sehr angenehmen Themparaturen gefahren

a2289 die ganze Stadt ist in allen SAtrassen mit Alleebäumen sehr grün

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a2291 San Rafael und die ganze weite Region ist ein Weingebiet, darum steht auch Baccus als Symbol auf dieser Säule

Auch hier haben wir nachts wieder alle unsere Decken gebraucht. Zwar sind wir schon auf dem Breitengrad 34 und erwarteten eigentlich höhere Temperaturen. Die Leute hier versichern uns jedoch, dass diese tiefen Temperaturen für diese Jahreszeit ungewöhnlich seien und dies einem aussergewöhnlichen Kälteeinbruch zu verdanken sei.

Durch das berühmte Weingebiet von Mendoza fahren wir wieder Richtung Berge zu den warmen Quellen von Cacheuta. Wir schalten zwei Erholungstage ein und vergnügen uns im Thermalbad.

a2296 am nächsten Tag spannen wir mal aus und haben eine warmes Thermalbad gleich im Tal gefunden

a2297 hier kann man für 45 US$ den ganzen Tag die Quelle in verschiedenen Themparaturen und die Sauna geniessen Das umfangreiche Lunchbuffet ist ebenfalls eingeschlossen

a2298 ebenfalls kann man sich mit Fangoerde einsalben und vielleicht gehen dann die Gebresten weg

Man kann sich hier auch mit Fango einreiben um eine schön weiche Haut zu bekommen.

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Wir übernachten bei Bruno aus Villmergen der hier den Complejo Helvetica aufgebaut hat. Ein geheizter Bungalow schützt uns auch hier vor der nächtlichen Kälte.

a2295 das Haus das wir für uns haben ist schön in den Bäumen auf ca 1200 MüM gelegen

27. März bis 2. April

Nach einem Erholungstag im Thermalbad wollen wir den höchsten Berg in den Anden, er ist sogar der höchste Berg ausserhalb des Himalayagebirges, ansehen. Auf dem Weg dahin, der uns bis auf 3000 MüM führt, gerieten wir in eine Stockung. Ein Lastwagen, der wohl zu schnell in eine Kurve gefahren war und nun auf der Seite lag, musste aus dem Weg geräumt werden.

a2300 auf dem Weg nach Uspallata und dem Aconcagua stockte der Verkehr plötzlich = ein paar Fahrzeug vor uns liegt ein LKW auf der Seite

a2308 auf dieser Strecke sind ein paar wenige, kurze Tunnels = fast die einzigen in Agrentinien

a2317 die Berge rundherum sind zwischen 4000 bis 5000 meter hoch

Ein Spaziergang am Fusse des Aconcagua gibt uns einen wunderbaren Blick auf den Berg frei. Auch auf dieser Höhe, ca. 3000 MüM herrscht heute T-Shirt Wetter.

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a2331 der Berg weisst die höchste zuammenhängende Wand (2'700 Meter) der ganzen Erde auf

a2332 der Gletscherabbruch hat eine Höhe von 300 Metern und es brechen dauern Stücke mit viel Getöse ab und fallen in die Tiefe

a2334 auch die Flora ist sehr farbenprächtig

a2330 eine traumhaft schöne unberührte Landschaft

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Weiter nordwärts auf der Ruta 40, mit zwei Übernachtungsstopps, planen wir am nächsten Morgen einen Ausflug zum Valle de Luna.

In ganz Argentinien trifft man entlang der Strasse auf kleine, meist rote Häuschen. Oft liegen viele Wasserflaschen rund um die Gedenkstätte. Dieser Brauch geht auf eine Legende zurück. Eine Frau mit ihrem Säugling folgte ihrem Mann auf einem Kriegszug. Die Frau ist verdurstet, der Säugling wurde noch lebend gefunden. Zu Ehren dieser Frau werden die Stätten errichtet. Sie soll die Reisenden schützen. Das Wasser wird hingelegt um Passanten vor dem Verdursten zu bewahren.

a2349 solche Schreine gibt es zu hunderten entlang der Strassen (es gibt eine Geschichte dazu)

Ein wunderschöner Tag bricht an.

a2346 a der Sonnenaufgang -- wir sind früher als sonst augestanden. denn wir wollen ins Vallee Luna = man kann nur im geführten Convoi alle Stunden fahren

a2342 der Platz iegt sehr ruhig bei warmen Themparaturen uterhalb einer grossen Felswand

Schneeberge im Hintergrund, Kakteen vorne und tiefe Schluchten sehen wir auf dem Weg zum Valle de Luna.

a2350 Schneeberge und Kaktuse

a2347 ein wunderschöner Tag erwartet uns

Im Valle de Luna muss man im Konvoi durch den Nationalpark fahren. Punkt elf Uhr geht es los. Die Fahrt soll etwa drei Stunden dauern.

Wir kommen uns tatsächlich vor wie auf einer Mondfahrt.

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Steinerne Kugeln, die uns an die Boulders in Neuseeland erinnern, liegen verstreut auf dem grauen Sand.

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a2365 er fällt im Moment noch nicht runter

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a2361 die Erde ist hier mehr als ausgetrocknet = es sieht wirklich wie auf dem Mond aus und Staub hat es in riesen Mengen

Bizarre Gesteinsformen gibt es in grossen Mengen zu bestaunen.

a2352 im Valle de Luna (Mondtal) gibt es viele bizarre Steinsformationen in unbeschreiblich schönen Farben

a2353 a das ganze Tal ist verschiedenfarbig geschichtet

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a2357 viel Steinsformationen sind von Wind und Wasser über die Jahrtausende zu bizarren Formen geformt und ausgewaschen worden

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a2360 ein Drache rechts

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a2373 c der Pilz

a2372 hier sieht man die verschiedenen sehr intensiven Farben, aber irgendwie passen sie zusammen

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Wir übernachten in Chile Cito.

a2380 auf dem Camping Parador in Chilecito einer ehemaligen Mienenstadt

Vom Platzbesitzer bekamen wir den Tipp, uns die warmen Quellen Termas de Fiambala nicht entgehen zu lassen. Da besonders Franz Thermalbäder geniesst, beschliessen wir kurzfristig, am nächsten Tag dahin zu fahren. Die Quellen liegen in einem Seitental auf 2000 MüM.
Wir haben uns für den Besuch dieses Bades einen schlechten Tag (Karfreitag) ausgesucht. Eine schöne Anlage, mitten in der bergigen Natur. Das heisse Wasser fliesst von einer Stufe über fünf Becken ins Tal. Durch die natürliche Abkühlung reicht die Temperatur vom obersten Becken bis ganz unten von 80° bis zu 30°. Nur ein Nachteil war: es war rappelvoll!
Wir haben uns natürlich trotzdem ein Bad gegönnt, sind aber dann bald weiter gefahren.

a2385 wir haben Pech, das Bad ist wegen des Karfreitags sehr überbevölkert = wir bleiben dadurch nur für 2 Gänge da

a2386 die ganze Anlage ist sehr schön in Kaskaden gebaut = zu oberst kommt das Wasser mit 80°C zum Bergraus und kühlt sich dann in jeder Stufe weiter ab

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Unsere nächste Übernachtung ist im Camping Los Oliveros, Tinogasta. Es ist unserer Ansicht nach der schönste Platz den wir bis heute in Argeninien gesehen haben. Vor lauter Staunen über das schöne Schwimmbad, die orginellen und sauberen sanitären Anlagen und den freundlichen Besitzer haben wir es verpasst ein paar Fotos zu machen.

Nach einem Stopp in Santa Maria wollen wir uns die Ruinen von Quilmes ansehen. An diesem Berghang hat das Volk der Quilmes eine grosse Stadt aufgebaut. Zu sehen sind immer noch die schönen Trockensteinmauern. Die Quilmes hatten ihre Häuser mit Strohdächer gedeckt, von denen natürlich nichts mehr zu sehen ist. Im 17. Jahrhundert wurde das Volk von den Spaniern von dieser Stätte vertrieben und fast ausgerottet.

a2416 die Quilmes, ein Volk das von den Spaniern im 16jh fast ausgerottet wurde

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a2418 diese Ruinenmauern sind die Überreste der Behausungen der Quilmes

a2420 hier wurden Körner gemörsert

Auf der Weiterfahrt zu unserem heutigen Zielort, Cafayate, haben wir noch das Feiertagsvergnügen von einigen Gauchos beobachtet.

a2402 sind sind nicht sehr erfolgreich mit dem einfangen der Kühe aber ist ist ja wie mir scheint auch nur zum Spass vielleicht miz kleinen Wetten

Es wurde, meist erfolglos, versucht ein Rind mit dem Lasso einzufangen.

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a2408 sie scheinen auch schon ziemlich erfrischt zu sein

Soweit wir verstanden haben, hat der Mann in der Mitte einen Wettbewerb gewonnen. Als Preis bekam er einen neuen Hut.

a2410 dieses Pferd wartet geduldig auf seinen Reiter

Eine kleine Windhose hat sich im Sand am Strassenrand aufgebaut.

a2411 auf der Weiterfahrt sehen wir Windhosen

Hier in Cafayate steht eine fünfschiffige Kirche. Dabei sind nicht die fünf Schiffe die wirkliche Sehenswürdigkeit. Berühmt ist die Kirche für ihre Madonnen und Heiligenstatuen. Das Besondere daran ist, dass die Figuren mit richtigen Kleidern ausgestattet sind. Teilweise haben die heiligen Frauen auch echte Haare. Diese wurden von gläubigen Frauen bei besonderen Anlässen gespendet.

a2430 die spezielle Kirche von Santa Maria = die Heiligestatuen sind mit richtigen Kleidern und Menschenhaar angezogen

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3. bis 10. April

Von Cafayate fahren wir weiter auf der Ruta 40 nach Norden. Eine interessante Fahrt durch das Tal der roten Felsen.

a2435 auf dem Weg weiter nach Norden kommen wir nach Cafayate durch ein Tal mit traumhaften Farben der Felsen

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a2436 a nirgends hatten wir bis jetzt so schön klare Farben gesehen

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a2437 bis auf blau sind alle Farben vertreten und passen fantastisch zusammen

Wir übernachten in Yala. Morgen wollen wir durch das Welterbe der Menschheit, das Tal Quebrada de Humahuaca fahren. Die Schlucht beginnt in Jujuy auf 1500 Metern und steigt stetig bis nach Humahuaca auf 2939 Meter. Das Tal wurde durch die Kultur der andinen Völker geprägt und ist auch wegen den farbigen Felswände bekannt.

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In Humahuaca, auf 2939 MüM sind die Strassen mit Kopfsteinen gepflastert und sehr eng. Wir stellen unseren Frosch bei der nächsten Gelegenheit ab. Zu Fuss erkundigen wir das Städtchen.

a2470 geparkt wird auf der Seite so dass noch ein anders Auto knapp durchkommt

a2454 das Unabhängigkeitsdenkmal

Wir steigen die lange Treppe zum Befreiungsdenkmal hoch.

a2455 Ausblick ins Tal und das Städtchen

a2456 der Sankt Barbara Turm zwischen den Kakteen

Die kleine Stadt hat eine gewisse Berühmtheit, also darf auch ein Souvenirmarkt nicht fehlen.

a2457 wir haben den Markt besucht und ein paar Mitbringsel gekauft (hier scheint noch kein Abriss zu herrschen)

a2458 ein kleine Restaurant vor dem Öffnen für den Lunch

a2469 die Strassen hier sind sehr eng und alle mit Kopfsteinpflaster

Pünktlich um 12.00 Uhr kündigt sich aus scheppernden Lautsprechern die zweite Attraktion der Ortschaft an. An der Kirche öffnet sich ein Erker. Eine lebensgrosse Figur des heiligen Francisco Solano segnet die Anwesenden.

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Gläubige beten und andere versuchen ihr Glück mit dem Verkauf von Hüten und/oder Rosenkränzen.

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Die blaue Kuppel am Gemeindehaus erinnert an eine Moschee und das im sehr katholisch geprägten Argentinien!

a2468 dies ist keine Moschee im Orient sonder eine Kupel eine des Unabhängigkeitsgebäudes

Unsere nächsten grossen Ziele sind die Jesuitensiedlungen und die Wasserfälle von Iguazu. Um die zu erreichen müssen wir knapp 2000 km über die Ruta 16 und die Ruta12.
Wir nehmen die Fahrt in Angriff. Erst geht es ein paar Stunden ruhig über geteerte Strassen, durch eine liebliche grüne Landschaft. Nach etwa vier Stunden Fahrt ändert sich das Bild. Die Strasse ist zwar “geteert” aber es sind mehr Schlaglöcher als Teer zu sehen. Franz steuert den Frosch so gut es geht zwischen den Löchern durch. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt noch etwa 30km. Nach zweistündiger Holperfahrt haben wir genug. Wir beschliessen ein Nachtquartier zu suchen. Das nächste Dorf, Monte Quemado, steuern wir an. Es gibt eigentlich überhaupt keinen Grund hier anzuhalten. Ein ödes Dorf, kein Platz zum campieren und nur ein ziemlich fragwürdig aussehendes Hotel.
Wir sind müde genug um auch dieses Angebot anzunehmen. Unser Nachtessen besteht aus ein paar Crackern und etwas Käse aus unserem Vorrat. Früh am nächsten Morgen machen wir uns wieder auf den Weg. Franz hat sich auf eine ungemütliche Fahrt eingestellt. Nach etwa 20km verbessert sich jedoch die Strasse merklich und schon bald sind wir wieder mit unseren üblichen 90-100km/h unterwegs.  So schaffen wir es locker bis Resistencia wo wir einen anständigen Campingplatz finden.
Weiter geht es Richtung Nordosten. Das Weltkulturerbe von San Ignacio liegt wunderbar auf der Strecke zu den Iguazu fällen. Wir stellen unser Zelt für zwei Tage am Ufer des Flusses Parana auf.

a2481 ein Sonnenuntergang auf den am Grenzfluss liegenden Camping in San Ignazio

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In dieser Weltgegend haben sich die Jesuiten im 15. Jahrhundert angesiedelt. Wie überall wo sich diese Glaubensgemeinschaft ansiedelte wurde die Gegend bald von ihnen beherrscht. Die Urbevölkerung wurde bekehrt und geschickt ins Gemeinschaftsleben eingebunden. Die Spanier, die die Herrschaft über das Gebiet nicht verlieren wollten, haben ca. 1780 die Jesuiten verjagt und ihnen den Aufenthalt in der Gegend verboten. Die von der Gemeinschaft erstellten Städte verfielen. Ein Teil davon wurde als Zeitzeuge in San Ignacio restauriert und als Weltkulturerbe deklariert.

a2485 die Jesuitenmission als Model so wie sie vor der Zerstörung im 18.jh ausgesehen hat. Dies ist jejoch nur der Kernteil

a2487 die Häuserzeilen in welchen die Jesuiten und die Eingeborenen gelebt haben

Die Mauern der Anlage sind bis zu 2 m dick.

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a2489 der riesige Dorfplatz mit der Kirche im Hintergrund

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Nun ist es nur noch ein Katzensprung zu den Wasserfällen. Wir verbringen einen schönen Tag im Nationalpark der Fälle.

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Es ergiessen sich eine grosse Zahl von Fällen über eine weite Strecke. Aber nicht nur die Wassermassen haben uns beeindruckt. Die vielen Schmetterlinge die uns in allen Farben umschwärmten waren ebenfalls sehr sehenswert.

a2530 hier eine kleine Auswahl der im tropischen Wald zu findenden Schmetterlinge

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Auch diese gefrässigen Kerle halten sich im Park auf und versuchen den Touristen das Essen zu stibitzen.

a2539 dies ist ein Coati und gar nicht menschenscheu = er klaut das Essen wo er kann und gegebenenfalls wenn man nicht abgeben will beisst er zu und krazt diefe Wunden in Hände und Beine

Auch die Vögel zeigen sich bunt.

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11. – 22. April 2018

Die Iguazu Fälle sind für diesen Teil unserer Reise die letzte grosse Sehenswürdigkeit. Wir planen nun unsere Rückreise nach Uruguay und von dort aus wieder für einige Monate in die Schweiz.

Wir verlassen den Complejo Americano wo wir drei Tage verbracht haben,

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übernachten in Obero

a2545 Camping Obera

und in Yapeyu am Ufer des Rio Grande.

a2547 der Regenbogen auf brasilianischer Seite des Rio Uruguays

a2548 wir sind wieder mal ganz alleine auf einem Platz, dem Camping in Yapeyu (dem Gebrutsort den Nationalhelden San Martin)

Nun überqueren wir die Grenze zu Uruguay. Hier im Grenzgebiet gibt es verschiedene Thermalquellen. Wir gönnen uns noch zwei gemütliche Badetage im warmen Wasser von Dayman.

Am Ufer des Lago de Andresito öffnen wir unser Dachzelt. Wir wollen es danach trocken einpacken. Trocken ist wichtig, damit es während der Monate in Uruguay keinen Schaden nimmt.

a2550 am Lago de Aresito (die letzte Nacht vor dem Ende unserem ersten Teil Südamerika = am 22.4 geht es zurück in die Schweiz)

Leider hat das mit dem trocken einlagern nicht richtig geklappt. Wir hatten am Morgen so viel Tau, so dass unser Zelt richtig nass war.

Die letzte Etappe führt uns nun zurück zu Heinz und Silvia ins Paraiso Suizo. Hier werden wir unser Auto stehen lassen bis ca. September.

Beide Zelte müssen nun richtig getrocknet werden und die Wäsche die hier bleibt muss gewaschen sein.  Beides geling bei sonnigem Wetter. Für die nächsten Tage ist jedoch regnerisches Wetter angesagt. Wir benützen deshalb das Angebot drei Tage, bis zu unserer Abreise, in einem der Bungalows auf dem Platz zu wohnen .

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Unser Frosch wurde ebenfalls innen und aussen gründlich gereinigt und verbringt nun die Zeit bis zu unserer Rückkehr in der Obhut von Heinz. Er wird nicht einsam sein, viele grosse und kleine “Kollegen” warten hier auf die Rückkehr ihrer Besitzer.

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Auf Wiedersehen in ein paar Monaten!

Uruguay vom 9.–16. Feb.

Jetzt geht es endlich los. Wir sind in Uruguay angekommen und unser Frosch wird wieder bewegt. Uruguay empfängt uns mit Regen. Wir hoffen auf besseres Wetter um unser Auto reisefertig zu machen. Unser erstes Ziel ist der Platz Paraiso Suizo. Hier empfangen Heinz und Silvia die Reisenden.

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Auch Christine und Filip aus Belgien, die mit uns auf dem Schiff waren, machen hier ihr Auto reisebereit. Die Beiden werden morgen Richtung Buenos Aires aufbrechen.
Wir fahren ins Landesinnere Richtung Minas.

Auf dem Gemüsemarkt kaufen wir frische Früchte und Gemüse.
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Trotz bewölktem Himmel fahren wir zum Salto del Penitente. Ein kurzer Abstieg führt uns zum Wasserfall. Ein Bad im Pool unter dem Fall ist zwar erlaubt, heute lädt jedoch das Wetter nicht zum Baden ein.

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Unser erster Übernachtungsplatz ist ein riesiges Areal. Leider entsprechen die sanitären Anlagen nicht ganz unseren von Neuseeland und Australien sehr hohen Ansprüchen. Wir werden uns daran gewöhnen. Der Platz ist jedoch sehr schön gelegen, mitten in einem lichten Wald.

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Schon am nächsten Tag geht es weiter. Die Quebrada de los Cuervos ist unser nächstes Ziel. Diese Schlucht wird der Legende nach von den Vögeln bewacht.

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Das Wetter entspricht heute unseren Vorstellungen. Es ist heiss und wir schwitzen auf unserer Wanderung hinunter in die Schlucht, dem Fluss entlang und steil wieder hinauf zu unserem Ausgangspunkt.

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Über staubige Naturstrassen gelangen wir nach Treinta y Tres und übernachten auf dem Camping Municipal der Reisenden gratis zur Verfügung steht.

Wir begegnen dem Straussenvogel Nandu, der etwas kleiner ist als der afrikanische Strauss.

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Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Tacuarembo. Wir suchen den Campingplatz vergebens und entschliessen uns im Hotel Tacuarembo zu übernachten. Eine gute Dusche ist heute ganz nach unserem Geschmack.
Scheinbar hat uns das Gefühl für die richtige Wegentscheidung im Moment etwas verlassen. Wir wollen das Valle del Lunarejo besuchen. Wir finden auch die Strasse dahin mühelos. Das Visitorcentre ist verwaist. Eine Übersichtskarte zeigt die fünf empfohlenen Wanderwege.
Wir suchen diese auf der Karte angegebenen Punkte, werden jedoch nicht fündig. Franz fotografiert mangels anderer Sujets ein paar Blumen am Strassenrand.

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Wir finden zwar die Wanderwege nicht, jedoch den Fluss Lunarejo. Ein kleines Picknick am Ufer entschädigt uns für die Suche.

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Auch den zu Tucuarembo gehörenden Campingplatz finden wir am Nachmittag. Er liegt am Balneario Ipora, einem kleinen See. Der Platz liegt schön am hügeligen Ufer des Sees. Es ist schwierig ein ebenes Stück Land zu finden. Wir stellen den Frosch auf einen einigermassen ebenen Platz und schlafen im Dachzelt.

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Nach einem Spaziergang um den See braten wir zum ersten Mal ein Stück Fleisch auf den überall vorhandenen Feuerstellen. Sogar das Holz mussten wir nicht selber suchen. Ein junger Mann kam vorbei mit Holzbündeln zum Verkauf.

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Wir fahren wieder der Küste zu. Die Gegend ist flach. Riesige Rinderherden grasen. Wir wissen jetzt woher die in die Schweiz importierten Mengen an Rindfleisch gezüchtet werden.

In Paso de los Toros machen wir Zwischenstation. Der Ort liegt am Ufer des Rio Negro.

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Ein riesiger Campingplatz mit alten jedoch blitzsauberen Anlagen.

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Das Wahrzeichen der Stadt.

Am nächsten Nachmittag erreichen wir wieder Paraiso Suizo. Wir wollen wenn möglich unseren Scheinwerfer reparieren zu lassen. Ein Stein hat auf der Fahrt nach Hamburg ein Loch in das Glas des linken Scheinwerfers geschlagen.

Uruguay vom 17.- 23. Feb.

Wir fahren wieder zurück an die Küste und steuern Paraiso Suizo an. Vor allem wollen wir den defekten Scheinwerfer am Frosch ersetzen. Heinz gibt uns die Adresse seines Mechanikers und wir fahren gleich am nächsten Tag dahin. Leider ist es ein Samstag und der Mechaniker verspricht uns, dass er das Ersatzteil beschaffen kann. Er wird uns am Montag Bescheid geben.

a1840 so sah der Frosch aus vor dem reparieren = er bekam einen neuen Scheinwerfer, denn auf dem Weg nach hamburg ist ein Stein durch die Scheibe gefolgen gekommen

Übers Wochenende passierten dann zwei Dinge. Unser Computer wurde mit frischen Wasser getauft, was er nicht besonders schätzte. Zweitens machte der Zahn, der sich Franz schon auf dem Schiff hin und wieder bemerkbar machte, nun ernsthaft Schwierigkeiten.
Wieder hat uns Heinz weiter geholfen. Der Zahnarzt hat Franz schon am Montag das erste Mal behandelt. Auch den Computer konnten wir bei einem Spezialisten in San Carlos lassen. Dieser versprach uns sein Möglichstes zu tun um die Kiste wieder zum Laufen zu bringen.

Einen Sonntagsausflug machten wir zum Markt in Pan de Azucar und dem kleinen Tierpark im Dorf.

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Am Dienstag erhielten wir dann die Nachricht, dass der Scheinwerfer am Mittwoch geliefert werde und montiert werden könne. Am selben Tag wurde auch die Zahnbehandlung fertiggestellt.
Bei strömendem Regen fahren wir zur Werkstatt. Leider verzögert sich die Sache etwas und wir verlassen die Werkstatt mit dem reparierten Fahrzeug erst am Nachmittag. Noch müssen wir zum Computergeschäft. Dort erhalten wir Bescheid, dass der Laptop erst morgen wieder ganz fertig sei.
Also sind wir dann am Donnerstag nochmals losgefahren um unsere Verbindung zur Aussenwelt abzuholen. Glücklicherweise haben wir nun alle anstehenden Problemchen gelöst: Der Computer läuft, Franz hat kein Zahnweh mehr und Frosch hat einen neuen Scheinwerfer.
Nun endlich, am Freitag können wir Heinz und Silvia im Paraiso Suizo auf Wiedersehen sagen. Wir werden den schönen Sitzplatz und den Strand in den nächsten Tagen sicher vermissen.

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Unser vorläufig letzter Stopp in Uruguay ist der Campingplatz Los Nogales in Colonia del Sacramento.
Auf dem Weg nach Sacramento besuchen wir die kleine Stadt Nueva Helvecia die von Schweizer Einwanderern in den 1930 Jahren gegründet wurde.

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Am Samstag wollen wir die Grenze zu Argentinien überqueren. Wir sind gespannt, wie sich diese Übertritte hier gestalten werden.