Lightning Lake, Manning Park bis Vancouver 27. Juli bis 1. August

Im Manning Park treffen wir Nevin, Elias, Fränzi und Rafael die zur Zeit in Kanada in den Ferien sind.

Wir fahren gemeinsam im Wohnmobil von Rafael und Fränzi die steile Blackwall Road hinauf. Oben führt ein Pfad durch schöne Blumenwiesen. Nur ein ungefähr 45-minütiger Spaziergang und schon sind wir wieder am Ausgangspunkt.

Das Wetter ist klar, die Aussicht dementsprechend grossartig.

Die Kinder vergnügen sich im See (für uns ist das Wasser zu kalt) und springen mutig von der doch etwa drei Meter hohen Brücke.

Wir verbringen zwei gemütliche Tage miteinander. Rafael fährt mit seiner Familie weiter um sein Wohnmobil abzugeben. Wir werden uns morgen, Samstag, noch zu einem Abschiedsessen auf Granville Island treffen.

Leider war der Campingplatz in der Stadt Vancouver für das Wochenende besetzt. Wir mussten uns mit einem nicht sehr schönen Platz in Surrey, einem Vorort von Vancouver, begnügen.

Zum Glück konnten wir dann am Sonntag den Platz Capilano River in West-Vancouver beziehen.

Eine lange Brücke verbindet Capilano Road mit dem Stanley Park.

Wir marschieren über die Brücke und gemütlich durch den Stanley Park bis zur Stadtmitte.

Diese Bahnhofhallendecke erinnert uns an den Bahnhof in Novosibirsk in Russland.

Vom Bahnhof aus nehmen wir den Seabus zum nördlichen Teil der Stadt und weiter einen normalen Strassenbus bis zum Campingplatz.

Auch am nächsten Morgen besuchen wir nochmals die Stadt.

Wir entdecken den Kronleuchter unter der Brücke,

die kleinen Personenfähren,

den Cannabis Markt,

das lärmige Feuerwehrauto

und den Bus mit dem Veloständer an der Busvorderfront.

Auf dem Rückweg schauen wir den Fischern zu.

Fischen ist hier aber nicht der ganz richtige Ausdruck. Die Männer haben eine Falle in Form eines Teichs gebaut. Wenn nun die Fische mit der Flut den Capilano River hinauf schwimmen, verirren sich einige in diese Falle. Flussaufwärts gibt es keinen Ausgang. Die Männer müssen die Fische bloss noch einsammeln.

Wir haben nun wieder für einige Zeit genug Stadtluft geschnuppert. Morgen fahren wir wieder aufs Land.

Victoria auf Vancouver Island bis Harrison Hot Springs

Wir stehen auf einem schönen, gepflegten Platz direkt an der Bucht.

Ein gemütlicher Spaziergang dem Wasser entlang führt uns mitten in die Stadt.

Wir nehmen einen Bus für eine Stadtrundfahrt.

Viele markante Sehenswürdigkeiten gibt es hier nicht. Die Stadt macht aber einen sehr liebenswerten Eindruck und hat ein südländisches Flair. Es gibt gut besuchte Strassencafés und viele Blumen in Töpfen und Beeten.

Wir geniessen es, für einmal in einem Gartenrestaurant zu essen und vergessen dabei fast, dass wir immer noch im bisher recht kühlen Kanada sind.

Im Hafen von Victoria legen nicht nur Kreuzfahrtschiffe an. Wasserflugzeuge landen im Minutentakt im Hafenbecken. Verschiedene kleine Fährschiffe befördern Passagiere an  Haltestellen rund um die Bucht und auf vorgelagerte Inseln.

Am nächsten Morgen spazieren wir nochmals um die Bucht, wieder zur Haltestelle der Touristenbusse. Heute steht der Besuch des berühmten Butchart Garden auf dem Programm. Etwa 45 Minuten Fahrt ausserhalb der Stadt hat Frau Butchart über Jahre einen Garten angelegt. Heute wird er von einer Gesellschaft betrieben. Es muss wohl ein ganzes Heer von Gärtnern hier beschäftigt sein.

Stundenlang sind wir durch die Gärten flaniert und haben uns an der Farbenpracht satt gesehen und die vielen Düfte eingesogen.

Am 26. Juli nehmen wir die Fähre von Swartzbay nachTsawassen auf dem Festland. Die Fahrt dauert nur 1,5 Stunden.

Unser heutiges Ziel ist Harrison Hot Springs. Wir fahren den ersten Campingplatz im Ort an. Er macht einen vernachlässigten Eindruck. Wir fahren weiter und kommen zum Harrison Country Club. Das sieht nun schon viel besser aus. Die freundliche Dame am Empfang teilte uns mit, dass sie keine Touristen mehr aufnehme. Nur noch Dauercamper werden auf dem Platz beherbergt. Sie sieht sich kurz unser Auto an und fragt, woher wir kommen. Auf unsere Antwort, dass wir Schweizer seien, sagte sie spontan: Schweizer können selbstverständlich bleiben!

Blick von der Promenade zu den schneebedeckten Berggipfeln.

Das Thermalbad ist geschlossen. Die einzige öffentliche Bademöglichkeit ist dieser Tümpel gleich neben der Quelle. Wir verzichten auf ein Bad.

Morgen fahren wir weiter zum Lightning Lake im Manning National Park.

Hat sich jemand gewundert warum plötzlich einige Beiträge auf einmal erscheinen? Nein, uns ist nicht langweilig. Wir haben endlich ein stabiles Internet!

 

Port Hardy bis Comox 20. bis 23. Juli

Um Mitternacht sind wir von der Fähre Prince Rupert – Port Hardy gefahren. Einchecken im gebuchten Campingplatz war schnell erledigt. Wir bleiben noch einen zusätzlichen Tag in Port Hardy. Mit dem Velo machen wir uns auf zum Informationsbüro um Kartenmaterial über Vancouver Island zu erhalten.

Die Strasse führt der Ostküste der Insel entlang. Im kleinen Ort Telegraph Cove machen wir Station.

An jedem der gut erhaltenen Häuser hängt eine Tafel. Beschrieben wird der ursprüngliche Zweck des Hauses und der Besitzer. Die Häuser sind alle aus Holz gebaut. Im ganzen Dorf herrscht Rauchverbot.

Wir buchen eine Whale Watching Tour. Die Tiere auf dem unten abgebildeten Plakat sind in der Bucht heimisch.

Orcas

Hier bläst der Humpback Whale und setzt, unten, zum Abtauchen an. In dieser Bewegung wird auch seine Schwanzflosse sichtbar.

Nur etwa 150 Kilometer weiter südlich der Küste entlang kommen wir zum King Beach Provincial Park in Comox. Der Park ist mit viel Liebe zum Detail verschönert.

Sogar das Toilettenhäuschen ist mit Blumen verziert.

Wir stehen auf einem schattenlosen Platz, also fahren wir alle verfügbaren Sonnenstoren aus.

Das Meer sieht einladend aus. Die Wassertemperatur ist jedoch nicht badefreundlich.

Am Sonntag treffen sich in Comox die Freunde der Oldtimer.

Die überwiegend männlichen  Besucher staunen und fachsimpeln.

Für die nächsten drei Tage haben wir in Victoria einen Platz direkt an der Bucht gebucht.

Meziadin Lake bis Prince Ruprecht

Auf dem Weg zum Meziadin Lake begegnen wir dieser drolligen Familie.

Die zwei jungen Bären üben sich im Klettern, derweil die Mutter aus einiger Entfernung dem Treiben zuschaut.

Entlang der Strecke gibt es immer wieder kleine Seen und Tümpel. Die meisten sind mit Seerosen bedeckt.

Am  Meziadin Lake finden wir im Provincial Park einen sehr schönen Platz. Auch das Wetter ist gerade richtig um einige Zeit am See zu verbringen.

Hier in dieser Gegend sollen auch jetzt die Lachse zu ihren Laichplätzen hochschwimmen. Ein besonders guter Punkt um dies zu beobachten sind die Stromschnellen zwischen Stewart und Hyder (ein kleiner Teil von Alaska der nur über Kanada zu erreichen ist). Wir machen uns also am nächsten Tag auf in Richtung Stewart. Der Weg führt durch eine Schlucht, vorbei am Fusse eines Gletschers zur Kleinstadt Stewart.

Das Wetter ist recht trüb. Das soll uns jedoch nicht von unserem Vorhaben abbringen.

In Stewart fragen wir im Informationsbüro nach, wie es mit dem Aufstieg der Lachse so stehe. Leider, leider, sind die Lachse noch nicht auf ihrer Reise zurück zu ihrem Geburtsort. Es wird noch ungefähr zwei Wochen dauern, bis die ersten Fische hier hoch springen.

Trotzdem haben wir den Ausflug nach Stewart genossen.

Wir haben ein englisches Paar getroffen, das fast die gleichen Reisen wie wir gemacht hat. Das gab natürlich viel Gesprächsstoff. Die beiden hatten noch kein „Breakfast“ gegessen. Wir begleiteten sie zum Restaurant und führten dort die interessanten Gespräche fort. Die beiden wollen noch einen Tag in Stewart bleiben. Wir verabschieden uns und wünschen gute Reise.

Auch auf dem Rückweg zum Meziadin Lake machen wir nochmals am Fuss des Bear Gletscher halt und schiessen ein neues Foto.

Füsse kühlen im See macht Spass, auch wenn man nicht weit gelaufen ist.

Eine freudige Nachricht erreicht uns heute. Die Buchung für die Fähre von Prince Ruprecht nach Port Hardy auf Vancouver Island ist für den 20. July bestätigt.

Wir fahren weiter auf dem Cassiar Highway. Kurz vor dem Cassiar River Park, wo wir übernachten werden, sind Totem Pfähle errichtet worden, die aus verschiedenen Gegenden stammen.

In meiner Jugend habe ich viele Karl May Bücher gelesen. Ich hatte immer gedacht, dass Totempfähle etwas mit Tod und Folter zu tun hätten (wir wurden an die Pfähle gebunden, so hat es Karl May formuliert). Ich wurde hier nun eines Besseren belehrt. Totempfähle sind Stammeszeichen, also so quasi die Wappen der verschiedenen Stämme.

Nun fahren wir noch bis Prince Rupert. Wir freuen uns auf die Fährfahrt.

Prince Rupert ist sicher, wäre hier nicht der Fährhafen, keine Reise wert.

Oben der halb zerfallene Bahnhof und unten das einzige Gebäude das wir sehenswert fanden.

Morgen, 20. Juli, zwischen halb sechs und sechs müssen wir am Fährhafen sein. Wir werden 16 Stunden auf der Fähre verbringen.

Watson Lake über den Cassiar Highway bis Iskut, 13. bis 15. Juli

Hier in Watson Lake ist eine wichtige Kreuzung. Über den Robert Campbell Highway sind wir Richtung Alaska gefahren. Heute, am 13. Juli, sind wir über den Alaska Highway wieder in Watson Lake angekommen. Wir gönnen uns eine kleine Pause auf dem uns schon bekannten TAGS Campground, nicht besonders schön, aber zweckmässig.

Wir sind sicher, dass das gut dokumentierte Informationsbüro in dieser kleinen Stadt Auskünfte über den Cassiar Highway hat, da dieses Büro uns schon mit ausführlichen Unterlagen über den Campbell Highway eingedeckt hat. Selbstverständlich gibt es auch Dokumentationen über den Cassiar Highway und genau so selbstverständlich, sehr ausführlich.

Karte des Cassiar Highways

Der erste Teil des Cassiar Highway mutet eher traurig an. Verbrannte Baumstrunke säumen die Strasse. Der Brand muss jedoch schon einige Zeit zurück liegen. Bereits ist der Boden wieder mit vielen grünen Büschen bedeckt.

Auch die ersten Blumen sind schon wieder da.

Auf einem Rastplatz wird auf einer Hinweistafel erklärt, warum Waldbrände nicht nur eine Katastrophe sind, sondern teilweise auch ihren Nutzen haben. Kurz gesagt: Feuer ist natürlich und gewisse Pflanzen blühen erst nach einem Brand wieder richtig auf. Der Baumbestand wird verjüngt und erholt sich somit bald wieder.

In Jade City leben 12 Personen, eine Familie. Sie besitzen eine Jademine. Beim „Dorf“ steht ein Verkaufsstand mit Bruchstücken von Jade, die man hier sehr günstig kaufen kann.

Es wird aber auch Jade bearbeitet. Hier wird zur Zeit eine grosse Platte Jade poliert. Es soll daraus einmal ein Tischblatt entstehen. Das ungefähr 1,5 qm grosse Blatt wird, fertig poliert und ca. 30’000 Can Dollars kosten.

Auf dem Waters Edge Campground am Dease Lake übernachten wir. Ein schöner Platz, jedoch wieder ohne jeglichen Service, das heisst, kein Strom, kein Telefon und auch keine Dusche. Wir fühlen uns jedoch sehr wohl hier.

Abends regnet es. Wir sind nicht sicher, ob wir den geplanten Ausflug zum Telegraph Creek machen können. Der Weg dahin führt über eine Naturstrasse in eine tiefe Schlucht, zum Telegraph Creek. Am Morgen jedoch, scheint die Sonne und wir nehmen den Weg in Angriff.

Die Brücke wird renoviert. Wir müssen warten. Auch dieser Passagier im Auto vor uns muss warten, wie langweilig!

Wir fahren noch am gleichen Tag zu unserem nächsten Stopp Red Goat Mountain Lodge, Iskut. Ein grandioser Name für einen nicht sehr gepflegten Campingplatz.

 

Kanada zum Zweiten, 10. bis 13. July

Die Strasse von Tok Richtung Whitehorse ist so ziemlich die schlechteste die wir bis jetzt befahren haben. Franz steuert um so viele Löcher wie möglich, alle kann er aber nicht umfahren. Wir werden schlimmer durchgeschüttelt als auf den Naturstrassen.

Trotzdem, die Fahrt hat auch schöne Seiten. Wir erfreuen uns an den Blumen entlang der Strasse.

Im Discovery Yukon Lodging in Beaver Creek, nur etwa eine Stunde Fahrt nach der Grenze übernachten wir.

Die Besitzer, ein sehr freundliches Ehepaar, sind Sammler. Im Office gibt es eine Kollektion von ausgestopften Tieren. Adler, Hase, Gepard und ein  grosses Bärenfell. Auf dem Dach lagen unzählige Geweihe der verschiedensten Arten. Auf die Frage ob sie selber jage, bekamen wir die Auskunft, dass diese Tiere alle bei Auktionen erstanden wurden. Verkauft hat sie der Staat, der die illegal gejagten Tiere konfisziert hat.

Vor einem Schopf liegen Motorsägen aller Art und die Wand ist mit den verschiedensten Werkzeugen behangen.

Für die nächste Übernachtung haben wir wieder ein Thermalbad gefunden. Nahe bei Whitehorse liegt Takhini Hot Springs. Der Zeltplatz ist eher auf der bescheidenen Seite. Das Bad jedoch ist sehr schön.

Eclipse Nordic Hot Springs, Canada

Hier im warmen Wasser haben wir ein schweizer Ehepaar getroffen, die auch schon einige Jahre unterwegs sind. Es war sehr erfrischend, mit Leuten zu plaudern die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Das Wetter ist schlecht. Wir fahren am nächsten Morgen, 12. Juli nach Whitehorse. Was uns hier wirklich interessiert ist die „Alpine Bakery“. Wir hoffen, dass wir wieder gutes Brot kaufen können. Wir wurden nicht enttäuscht. Die Bäckerei ist mit einem Café verbunden. Wir haben ein „German Breakfast“ genossen und für die nächsten Tage Brot gekauft.

Auch ein europäischer Metzger ist hier tätig. Zu unserer Überraschung gab es hier richtige „Landjäger“. Schon eigenartig, wie man nach einiger Zeit die einfachen Dinge,  wie knuspriges Brot und ein feiner Landjäger vermisst.

Es regnet in Strömen. Whitehorse erscheint dadurch nicht sehr einladend. Wir haben auch in unserem Reiseführer nichts gelesen, das uns den Aufenthalt in dieser Stadt nahe legen würde. Whitehorse ist somit für uns bloss eine Versorgungsstation. Wir fahren weiter.

In Teslin, nach etwa 6 stündiger Fahrt, übernachten wir. Der Campingplatz ist mehr schlecht als recht. Für eine Nacht muss er genügen.

Am nächsten Morgen, das Wetter hat sich leicht gebessert, jedenfalls so, dass es nicht mehr den ganzen Tag regnet. Die Fahrt ist ereignislos. Wir kommen am Nachmittag auf dem uns schon bekannten Platz in Watson Lake an. Der nördliche Kreis unserer Reise hat sich nun vollends geschlossen.

 

Kingmountain Campground – Tok – Grenze zu Kanada

King Mountain Provincial Park liegt auf halbem Weg zwischen Anchorage und Tok. Es ist einer der zahlreichen schönen Campingplätze, die man in den Provincial Parks findet. Die Standplätze sind grosszügig bemessen, sauber und liegen meist in einem Wald, an einem Fluss oder einem See. Wir sind nicht auf Einrichtungen wie Strom, Wasser und Duschen angewiesen. Diese Annehmlichkeiten findet man in diesen Plätzen nicht. Sie sind meist nur mit einem Plumsklo ausgestattet. Wir haben öfters in solchen Campingplätzen übernachtet und die Natur und die Ruhe genossen.

Das Wasser zeichnet Muster in den Schlamm am Ufer.

Wasser gibts, falls gewünscht, von der Pumpe. Wir würden es jedoch nicht  als Trinkwasser empfehlen.

Der Platzwart und sein Begleiter halten Mittagsruhe.

Wir fahren weiter auf dem Glenn Highway. Es eröffnen sich wunderbare Ausblicke auf die Berge und Gletscher des Wrangell-Saint Elias National Park.

Bald erreichen wir Tok. Damit schliesst sich der Kreis unserer Reise durch Alaska. Wir haben nur einen kleinen Teil des riesigen Staates bereist. Meist waren wir auf guten Strassen unterwegs im, für Alaska Verhältnisse, stark bevölkerten Süden. Wir nehmen viele schöne Erinnerungen mit nach Hause. Die fotografisch fast nicht fassbaren Weiten, die hohen, schneebedeckten Berge und nicht zuletzt die freundlichen Bewohner sind ein wichtiger Erinnerungsschatz unserer Reise durch den Norden Amerikas.

Am Morgen des 10. Juli 2022 fahren wir an die Kanadische Grenze bei Beaver Creek. Eine lange Schlange aus Autos, Wohnmobilen und einzelnen Lastwagen warten auf die Einreise. Wir warten eine gute Stunde bis wir endlich den freundlichen Grenzbeamten (nur ein Beamter für die ganze Zollabfertigung) begrüssen dürfen. Die Formalitäten waren sehr schnell erledigt. Der Einreise nach Kanada steht nichts mehr im Wege.

Seward und Homer 5. – 7. Juli

Bei Anchorage liegt eine Halbinsel. Auf der einen Seite liegt Seward, auf der anderen Seite Homer. Wir besuchen zuerst Seward.

Eine schöne Fahrt dem Meerarm entlang mit Aussicht auf schneebedeckte Berge.

Abendstimmung auf dem Campingplatz in Seward und unten die gleiche Perspektive am Morgen danach.

Der Tag startet grau und bleibt auch so.

Obwohl im Reiseführer Seward als ein „must see“ beschrieben ist, finden wir an der Kleinstadt nichts Besonderes. Was Seward von anderen Städtchen in Alaska unterscheidet ist einzig die Lage am Meer. Darum unten ein Bild der Bucht von Seward.

Wir fahren also ein Stück zurück und dann auf der anderen Seite der Halbinsel wieder Richtung Süden. Wir erreichen Homer.

Gleich am ersten Abend in Homer besuchen wir das wärmstens empfohlene Captain Pattie’s Seafood Restaurant. Franz hat sich schon lange auf ein feines Nachtessen mit Zutaten aus dem Meer gefreut. Der Andrang hier ist riesig. Wir mussten etwa 45 Minuten auf einen freien Tisch warten. Warten hat sich gelohnt, wir wurden nicht enttäuscht. Das Essen war sehr gut.

Am nächsten Morgen fahren wir wieder zum sogenannten Spit. Das ist die äusserste Spitze dieser Halbinsel.

Viele schöne Steine werden hier angeschwemmt. Wir denken an unseren zweitjüngsten Enkel und seine Vorliebe für besondere Steine. Leider können wir unseren Frosch nicht mit zuviel zusätzlichem Balast beladen.

Wir spazieren bis zum Land’s end.

Es eröffnet sich eine schöne Aussicht zum Gletscher.

Franz findet weitere interessante Fotosujets.

Ein Weisskopfadler Paar hat sein Nest auf einem Sendemast gebaut.

Viele haben sich entschlossen ihr Nachtessen zu fischen. Hoffentlich mussten sie nicht hungrig ins Bett.

Unser Zeltplatz liegt etwas ausserhalb vor Homer. Es gibt jedoch im Spit auch einen Platz.

Das Campoffice sieht dann wie oben aus. Der Besitzer bewahrt alles auf. Es kann ja sicher nochmals gebraucht werden, so kann man zum Beispiel Pissoirs mit Blumen bepflanzen.

Homer ist, vor allem hier draussen am Spit, viel lebendiger und auch touristischer als Seward.

Es gibt viele kleine Läden und Essensstände.

Dieser Toyota ist Franz sofort aufgefallen. Zu unserer Zeit in Südafrika war er stolzer Besitzer eines solchen Pick-ups, wenn auch in blau.

Morgen fahren wir weiter und nähern uns schon bald der Grenze zwischen Alaska und Kanada.

Denali National Park bis Anchorage 2. – 5. Juli 2022

Auf der Fahrt Richtung Denali Park wird die Luft wieder etwas klarer. Wir können die Berge der Alaska Range wieder sehen.

Mit dem eigenen Auto darf man nur ein kleines Stück in den Park fahren. Man kann verschiedene Wanderungen unternehmen, jedoch sehr beschränkt und nicht wirklich anregend, da man meistens durch bewaldete Teile des Parks wandert und daher nicht viel sieht.

Schon um sieben Uhr morgens steigen wir in den ziemlich altmodischen Bus. Der Chaufeur ist gleichzeitig auch der Guide. Er erklärt die Gegend und schaut sich um nach Tieren die sich in der Nähe aufhalten.

Noch sehen wir nichts lebendiges. Auf dem Bild oben die Aussicht auf den breiten Fluss. Im Hintergrund sind immer noch Rauchschwaden zu sehen. Der Guide erzählt, dass zur Zeit 191 Feuer in Alaska wüten. Einige davon werden, falls keine Häuser in der Gegend sind, gar nicht gelöscht. Nur Feuer die bewohnte Gegend bedrohen werden bekämpft.

Noch weit entfernt, sehen wir den ersten Elch.

Bald sehen wir aber ein Tier ganz in der Nähe. Es ist ein Rentier. Der Chaufeur hält den Bus selbstverständlich an und gibt jedem genügend Zeit für Fotos.

Hinter dieser Wolkenbank soll sich der Denali, der höchste Berg auf dem nordamerikanischen Kontinent, befinden. Der Berg ist 6190 Meter hoch.

Noch ist er nicht wirklich sichtbar, aber man kann ihn erahnen. Die Bustour führt durch die eindrückliche Landschaft des Denali National Park.

Der Rauch ist wieder sichtbar.

Auf dem Weg nach Anchorage gibt es zwei „Denali View Points“. Wir stoppten an beiden Stellen.

Beim ersten Stopp sehen wir hohe, schneebedeckte Berge. Der Denali will sich uns aber immer noch nicht ganz zeigen. Noch hat er einen Wolkenhut auf. Wir hoffen, dass er beim zweiten Halt ganz sichtbar sein wird.

Eine wunderschöne Gebirgslandschaft. Der Denali liegt aber rechts davon.

Er ist immer noch nicht wirklich sichtbar.

Das ist das Panorama, wie es sich bei klarem Wetter präsentieren würde.

Noch ein Bild aufgenommen vom Denali Viewpoint 2.

Bald erreichen wir Anchorage. Über diese Stadt gibt es nicht wirklich viel zu berichten. Wir haben am Abend nach unserer Ankunft ein Restaurant gesucht, weil wir Lust auf Restaurant Essen hatten. Unverrichteter Dinge kehren wir zu unserem Frosch zurück und haben uns aus den Vorräten ein Nachtessen gekocht.

Der Campingplatz liegt gleich neben der Bahnlinie.

Franz findet auch Blumen.

Die Bucht von Anchorage.

Alle acht Passagiere dieses Fahrzeugs treten in die Pedale und bewegen dieses eigenartige Fahrzeug durch die kleine Innenstadt von Anchorage.

Sitzplätze im Park der Stadt.

Verwirrende Tafel im Park.

Bummel durch den Park.

Wir haben beschlossen die Stadt morgen zu verlassen. Unser nächstes Ziel ist Seward, südlich von Anchorage.

 

Wieder auf amerikanischem Boden

Der Grenzübertritt verlief absolut problemlos. Eine nette Lady kontrollierte unsere Pässe und schon durften wir weiterfahren. Hier auf dem nördlichsten Zollposten, Poker Creek, geht es wohl etwas gemütlicher zu. Es sind mehrheitlich Touristen, die hier durch fahren.

Zur Erinnerung hier nochmals der Posten.

Weiter geht es von hier, immer noch über eine Naturstrasse, bis Chicken.

Wie kommt der ehemalige Goldgräberort zu diesem Namen? Der heutige Alaska-Wahrzeichen Vogel, Ptarmigan, dem Huhn nicht unähnlich, kam in dieser Gegend sehr häufig vor. Er war eines der Hauptnahrungsmittel der früheren Goldgräber. Als dann das Städtchen eine Poststelle bekam, musste natürlich ein Name gefunden werden. Der Vorschlag war, das Dorf nach dem Vogel Ptarmigan zu nennen. Es kamen aber grosse Zweifel auf, ob dieser Name gut zu buchstabieren sei. Nach einigen hitzigen Diskussion einigte man sich dann auf Chicken.

Die Fahrt bis zu diesem Ort verlief ohne besondere Ereignisse. Die Gegend war immer noch von Rauch eingehüllt. Das ist der Grund, warum hier keine Bilder zu sehen sind.

Wir fahren teilweise dem Fortymile River entlang bis nach Tok. Zwar war ein Teil der Strasse vor Tok geteert. Das heisst aber nicht, dass sie besser war. Ganz im Gegenteil, ein Loch nach dem andern. Franz fand fahren hier anstrengender als auf der Naturstrasse.

Wir schlagen unser Lager auf dem schönen, komfortablen Platz in Tok auf.

Ausruhen ist hier das Motto.

Gestärkt verlassen wir am Morgen den Platz. Fairbanks ist das nächste Ziel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben diesen Riesenwohnmobilen, hier in Fairbanks, kommt sich unser Frosch sicher wie ein Gartenzwerg vor.

Wir besuchen am Samstag den Farmersmarket.

Ein vielfältiges Angebot von Zuchtpilzen steht zum Verkauf. Wir denken an feines Risotto und decken uns mit gedörrten Mischpilzen ein.

Bei einer Münchnerin im Souvenirshop kaufen wir einen Eskimo-Kopf für die Wand am Flumserhüsli.

Das waren nun die Eindrücke von Fairbanks.

Der Frosch wird aufgetankt zur Weiterfahrt zum Denali Nationalpark.

Auf der Fahrt immer noch das gleiche Bild. Der Rauch trübt die Luft.

Auf dem Grizzli Bear RV Park finden wir einen schönen Platz für die nächsten Tage. Für morgen haben wir eine Tour durch den Denali Nationalpark gebucht.

 

Dawson City bis zur amerikanischen Grenze 30. Juni 2022

Das sieht aus wie eine Kulisse für einen Wildwestfilm. Das war der erste Gedanke als wir nach Dawson City hinein fahren. Nur die Frontroad, die Hauptstrasse ist geteert. Alle anderen Strassen sind Naturstrassen. Da es hier schon einige Zeit nicht geregnet hat, liegt ziemlich viel Staub in der Luft.

Eingeklemmt zwischen zwei dieser riesigen Dinger haben wir auf dem Gold Rush Camping zwei Nächte verbracht. Der Platz ist kein Hit, aber gut gelegen. Das Stadzentrum ist in fünf Minuten zu Fuss erreichbar.

Die Luft ist hier etwas getrübt. Wir können uns nicht vorstellen was der Grund dafür ist. Nach einigen Gesprächen mit Nachbarn war es dann klar. In Alaska wüten verschiedene Waldbrände. Wind bringen den Rauch bis hier her. Deshalb erscheint die Sonne wie hinter einem Schleier.

Noch ein paar Bilder von Dawson City.

Das Gebäude einer kürzlich stillgelegten Zeitungsdruckerei gibt es noch.

Morgen werden wir die Fähre über den Yukon-Kuskokwim nehmen und den Top of the World Highway befahren. Es gibt keine Brücke über den Fluss.

Die Fährfahrt dauert etwa 20 Minuten. Die meiste Zeit beansprucht jedoch die Warterei. Nur eine der zwei Fähren war in Betrieb. Es können jeweils ein Lastwagen oder eines der riesigen Wohnmobile und vier bis sechs Autos geladen werden. Wir warteten ungefähr eine Stunde und hatten dabei noch Glück. Weil wir ein kleines Auto fahren durften wir in eine besondere Spur einschwenken. Diese wurde doch recht rasch kürzer.

Von unserer Fahrt über den Top of the World Highway gibt es leider keine Bilder. Die Gegend ist hügelig und die Strasse führt meistens über den Grat der Hügel. Die Gegend war von Rauch der Feuer in Alaska stark getrübt. Es fühlte sich an, wie wenn man durch Nebel fährt. Die Sicht zur Strasse war kein Problem. Die Fahrt daher, obwohl es eine Naturstrasse ist, nicht anstrengend.

Am nördlichsten Grenzübergang in die USA wurden wir von einer freundlichen Zöllnerin nur kurz angehalten. Nach den üblichen Fragen nach Waffen und weiteren mitgeführten Gegenständen hat sie uns eine gute Fahrt gewünscht.

Den nächsten Bericht werdet ihr also wieder unter Nordamerika/USA finden.