Italien 2020 (an Stelle der Nordamerikareise)

Unsere Reise nach Kanada ist nicht ins Wasser gefallen, aber musste, wie so Vieles in diesem Jahr, Corona Pandemie bedingt, abgesagt werden. Unser Auto war reisefertig bepackt. Im April, drei Tage vor der Abfahrt nach Hamburg zur Verschiffung, wurde uns mitgeteilt, dass Kanada keine Touristen mehr ins Land lässt. Noch hatten wir für einige Wochen die Hoffnung, dass der Spuk bald vorbei sein werde. Wie wir alle wissen, ist das Ende der ganzen leidigen Geschichte noch nicht in Sicht. Auch viele andere Reisepläne, wie z.B. Island, Spanien oder Portugal mussten wir streichen. Schlussendlich haben wir das Planen aufgegeben.

Jedoch schon im Sommer hatten wir das Gefühl, dass unser Frosch endlich wieder bewegt werden sollte. Eine Vier-Pässe-Fahrt durch die Schweiz hat uns für einige Tage das Reisegefühl wieder zurückgegeben. Dann sahen wir im Herbst nur noch die Möglichkeit für zwei bis drei Wochen eine kleine Tour durch Italien zu machen.
Am 28. September sind wir losgefahren. Wir sind über den Julierpass durchs Oberengadin hinab gefahren bis Zernez. Genau an diesem Wochenende hat der Winter erstmals einen kalten Gruss in die Schweiz geschickt.
Hier ein Bild vom Julierpass.

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Am nächsten Tag fahren wir durch das Münstertal südwärts bis Meran. Hier hat uns nun endlich die Sonne wieder aufgewärmt.

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Wir geniessen einen Bummel durch die Stadt und den Sonnenschein auf dem schönen Campingplatz.

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Am Ufer des Gardasees haben wir auf einem schönen Platz übernachtet. Leider lag er direkt an der Strasse. Die ganze Nacht herrschte reger Verkehr.

Im Südtirol, weiter Richtung Süden, fahren wir durch herrliche Obstplantagen. Fleissige Bauern pflücken die reichliche Ernte. Überall werden Äpfel angeboten.

Unsere nächste Station ist Venedig. In Fusina finden wir einen angenehmen Campingplatz. Von hier aus fährt uns ein Boot direkt nach Venedig.Wir wollen die Stadt trotz der nicht sehr erfreulichen Wetteraussichten besuchen.

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Erste Eindrücke von der Stadt.

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Die ergiebigen Regenfälle der letzten Tage haben ihre Spuren hinterlassen.

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Am berühmten Markusplatz herrschte keine grosse Hektik. Den Touristen werden zum Schutz vor nassen Füssen bunte Plastiküberzüge verkauft. Sogar der Kellner arbeitet in Gummistiefeln. Die Italiener haben sich an das gelegentliche “Aqua alta” gewöhnt und stellen sofort Stege auf.

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Das Wetter hat sich zusehends gebessert. Wir setzen unseren Bummel durch die Stadt fort.

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Was wäre Venedig ohne Gondoliere! Sie sind immer noch eine Touristenattraktion.

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Auch die Rialtobrück gehört selbstverständlich zu einem Touristenbesuch. Wir waren nicht sehr beeindruckt. Die vielen kleinen Brücken und Durchgänge waren jedoch sehr interessant.

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Überall sind Häuser verziert mit Bildhauerarbeiten.

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Ein langer Tag geht zu Ende. Wir fahren mit dem Boot zurück zum Campingplatz. Auch wenn der Rummel in der Stadt nicht sehr gross war, wir sind froh wieder in unserem bescheidenen, ruhigen Zuhause zu sein.

Noch wollen wir weiter in den Süden. Leider gestaltet sich die Suche nach noch offenen Übernachtungsplätzen recht schwierig. In der Nähe von Ravenna fanden wir einen Platz der gerade noch diese eine Nacht offen ist.

An der weiteren Strecke Richtung Süden liegt der kleine Stadt-Staat San Marino.Er gilt als die älteste Republik. Erstmals erwähnt soll er um 300 sein.
Franz erinnert sich, dass er als Kind schon hier war. Also wollen wir die Gelegenheit benutzen und Kindheitserinnerung  wecken.

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Der alte Kern von San Marino liegt zuoberst auf dem Hügel der das ganze Gebiet des Staates umfasst. Die vormalig Regierenden hatten einen prächtigen Rundblick. Eventuelle Feinde konnten schon von Weitem gesehen werden.
Die Gebäude sind zwar nicht fast 2000 Jahre alt, aber doch recht eindrücklich.

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Die nächste Übernachtungsmöglichkeit liegt bei Ancona. Der Platz direkt am Meer ist schön, aber der Wettergott ist uns nicht wirklich gut gesinnt. Zwar erwachen wir bei schönsten Sonnenschein, jedoch schon am Mittag ziehen wieder dicke Wolken auf. Mit kleinen Ausflügen mit unseren neuen “E-Velöli” und Spaziergängen am Meer verbringen wir die Tage.  Da nach zwei Tagen der Wetterbericht immer noch nicht besser ist, wollen wir den Apennin überqueren und bis Rom fahren.

Auch hier suchen wir ziemlich lange bis wir einen noch offenen Campingplatz finden. Der Platz nahe Rom ist zwar offen zur Übernachtung, aber das Restaurant und der Laden haben die Saison bereits abgeschlossen.
Mit einem Vorortzug fahren wir bis zur Station San Pietro. Diesen Tag wollen wir im Vatikan verbringen.
Erst besuchen wir den Petersplatz und den Dom.

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Der Eingang zum Dom ist gesichert. Es werden nicht nur, wie auf einem Flughafen, die Taschen durchleuchtet, es wird auch bei jedem Besucher Fieber gemessen. Natürlich herrscht auch hier, wie in ganz Rom, Maskenpflicht. Dies nicht nur im Innern von Gebäuden, sondern auch auf Strassen und Plätzen.

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In der Peterskirche beeindruckt vor allem die Grösse und die verschwenderische Pracht der Gemälde und Altäre.

Wir suchen uns ein Restaurant für ein Mittagessen. Kaum hatten wir uns gesetzt, öffnet der Himmel alle Schleusen. Kellner helfen den wenigen im Freien sitzenden Gästen ins Trockene. Wir hatten Glück schon von Anfang an einen Tisch unter Dach zu erwischen.

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Der Nachmittag ist den Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle gewidmet.

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Nach etwa drei Stunden schlendern durch immer neue Museumssäle und schier überfordert von den vielen Kunstgegenständen, waren wir froh wieder ins Freie gehen zu können. Die Ansammlung von Gemälden, alten Landkarten, Teppichen und Statuen ist überwältigend und fast  nicht erfassbar.
Wir spazieren zurück zum Bahnhof und fahren durch Roms Vorstädte zurück zu unserem Campingplatz.

Am Morgen fahren wir wieder mit der Bahn in die Stadt. Heute wollen wir das alte Rom etwas erkunden.

Für die erste Übersicht fahren wir mit einem Hopp-on-hopp-off Bus.

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Beim Kolosseum steigen wir aus.

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Schlendern weiter durch Roms Strassen

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und machen Mittagspause in einem kleinen Strassencafé. Es wird uns herrlicher Schinken und Bruschette serviert. Der Café zum Abschluss darf in Italien natürlich nicht fehlen. Das Verhältnis von Café zu Grappa empfand ich aber etwas gar grosszügig.

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Die Fontana di Trevi gehört zum Pflichtprogramm bei einem Besuch der ewigen Stadt. Auch hier waren relativ wenig Touristen unterwegs.

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Wir spazieren weiter durch enge Gassen und vorbei an imposanten Gebäuden.

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Langsam schmerzen die Füsse. Wir gehen zurück zur Bahnstation und fahren zum Campingplatz.

Der Wetterbericht für die nächsten Tage verspricht sonniges, warmes Herbstwetter. Wir beschliessen weiter zu fahren. Bei Castiglione de la Pescaia finden wir einen Zeltplatz am Meer. Ein paar ruhige Strandferien-Tage geniessen wir hier. Der Fotoapparat bleibt im Frosch.

Ein weiteres Ziel ist, immer wenn wir in Italien sind, das Piemont. Wir kennen einen guten Winzer und wollen unsere Vorräte für den Winter aufstocken. Wir beziehen wieder den uns schon gut bekannten Campingplatz Sole Langhe.

Ein Ausflug mit dem “Velöli” nach La Morra.

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Wir machen einen Spaziergang durch die Rebberge.

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Die Traubenlese ist noch nicht ganz abgeschlossen

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Mittagspause im Rebberg.

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Die ersten Schritte zum schönen Wein.

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Hier werden die Beeren maschinell von den Stauden getrennt.

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Blätter und unreife Beeren werden herausgelesen.

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Nun wird gepresst. Der Saft fliesst durch einen Schlauch in die vorbereiteten Tanks.

Eingedeckt mit Wintervorräten an Salami und Wein fahren wir zurück in die Schweiz. Da wir noch einen kurzen Besuch auf dem Campingplatz Tunetsch und dem dazu gehörigen Restaurant planen, fahren wir über den Simplon. Um den Kreis vom Schnee auf den Julierpass am Anfang unserer Reise zu schliessen, schickt uns Petrus eine richtige Winterüberfahrt über den Simplonpass.

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Zum Abschluss gönnen wir uns noch ein feines Nachtessen im Restaurant Tunetsch im Wallis. Nach einer recht kalten Nacht (zum Glück haben wir eine Heizung im Frosch) fahren wir nach Hause.

Schottland vom 11. bis 14. September 2019

 

Die Landschaft hat sich gegenüber dem britischen Mittelland verändert. Wir fahren in Richtung Schottland. Wir sehen nun Hügel und kleine Täler. Auf der Anhöhe an der Grenze  werden wir richtig schottisch empfangen.

Schon in Jedburgh halten wir kurz an um die bekannte Abbey zu fotografieren.

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Unser heutiges “Kulturziel” ist aber die Melrose Abbey. In Melrose angekommen werden wir jedoch zunächst vom Priorwood Garden  angezogen. Hier sind 70 verschiedene Apfelbäume und viele Blumen zu bewundern.

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Die ersten Bauten der Melrose Abbey wurden im 12 Jahrhundert errichtet. Über mehrere Jahrhunderte wurde die Abbey umkämpft. Sie wurde von Benediktinern, dem strikteren Flügel dieser Bruderschaft, neu aufgebaut. Diese Benediktiner waren gegen jeden Schmuck in den Kirchen. Sie widmeten sich vor allem dem Gebet und der Arbeit. Da sie sehr fleissig waren, wurden sie über die Jahrhunderte auch reich. Mit dem Reichtum kam auch die Geltungssucht und die Kirche wurde daher wieder ausgeschmückt.

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Das Kirchenschiff war in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil war den Laienbrüdern vorbehalten. Der zweite Teil, der bei der Marienstatue in der Mitte des Bildes beginnt, ist für die Mönche. Diese durften sich auch im Altarraum aufhalten.

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Durch diesen Schweinekopf wird das Abwasser des ganzen Daches geführt.

Noch eine kurze Fahrt nach Edinburg ist für heute geplant.
Auf dem Morton Hall Caravan Park beziehen wir unseren Standplatz.
Gleich daneben grasen Hochlandrinder.

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Das Wetter am nächsten Tag  ist “schottisch”, d.h. man weiss nie wie es in der nächsten Viertelstunde aussehen wird. Es scheint die Sonne und, plötzlich, buchstäblich aus heiterem Himmel, regnet es. Wir sind selbstverständlich vorbereitet. Die Regenjacke ist eingepackt. Sonnencreme brauchen wir vorläufig noch nicht. Die Sonne schien bis jetzt nie lange genug um eincremen notwendig zum machen.

Mit dem Bus fahren wir in die Stadt. Erst bummeln wir der Princess Street entlang. An der Skulptur des Dichters Walter Scott vorbei.

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An vielen Modegeschäften mit grossen Namen und einigen Souvenirshops vorbei gelangen wir zur Waverley Bridge. Hier werden die verschiedensten Hop on hop off Busstrecken angeboten. Wir nehmen den Erstbesten und lassen uns durch die Stadt fahren.

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Bei der Ausstellung “Dynamic World” steigen wir aus.

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In diesem Haus wird die Entstehung der Erde gezeigt. Mit vielen verschiedenen Filmsequenzen gehen wir vom Urknall bis zur heutigen Zeit. Beeindruckend ist die wirklichkeitsnahe Darstellung. So wird dreidimensional der Ausbruch eines Vulkans gezeigt. Die Verschiebung der Erdplatten wird vom Rütteln des Untergrunds veranschaulicht. Die Ausstellung ist wirklich sehenswert.
Wieder im Bus fahren wir bis zum Grasmarket. Das ist kein Markt mehr, sondern nur eine Geschäftsstrasse mit diesem Namen.

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Alt und Neu stehen in Kontrast.

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Der Aufgang zum Schloss. Die Besucher standen Schlange. Für uns war das Grund genug wieder umzukehren und zurück in die Stadt zu spazieren

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Noch ein Blick zurück auf Edinburgh Castle.

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Das schottische Parlamentsgebäude.

Bei einem Italiener haben wir einen Kaffee genossen. Die richtige Bushaltestelle für den Bus zurück zum Campingplatz haben wir auch gefunden. Für uns war der Stadtbesuch damit abgeschlossen. Wir sind wirklich keine Stadttouristen!

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Auf der Rückfahrt aus der Stadt zum Campingplatz.

Am nächsten Morgen fahren wir wieder los, durch das östliche Highland immer Richtung Norden.

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Auf der Strecke durch das liebliche Hochland mussten wir auf engen Strassen viele Velofahrer überholen. Es scheint, dass irgend eine Ausfahrt organisiert wurde. Es waren, ohne zu übertreiben, hunderte der “Gümmeler” unterwegs.

Am Nachmittag erreichten wir Inverness und wieder fanden wir einen guten Standplatz.

Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns auf die Stadt zu erkunden. Zum ersten Mal machen wir mit den starken schottischen Winden Bekanntschaft.. Der Spaziergang vom Campingplatz zur Stadt führt dem Fluss Ness entlang. Schön, aber an diesem Tag doch recht anstrengend. Vorgebeugt marschieren wir mit meist gesenktem Kopf.

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Auch Inverness hat selbstverständlich sein Schloss.

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Aussicht vom Schloss über die Stadt.

Wir haben unsere Vorräte aufgefüllt. Mit vollen Taschen gehen wir flussaufwärts, begleitet von starken Winden, zurück zu unserem temporären Heim.
Ein gutes hat der starke Wind: man muss sich nie um eine gute Frisur bemühen. Alle Leute sehen gleich “verstrubelt” aus.
Morgen wollen wir das Nessie suchen gehen.

Schottland 15. bis 18. September 2019

Nach dem Besuch in Inverness fahren wir weiter gegen Norden.

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Das berühmte Schloss Dunrobin ist unser nächster Stopp. Dunrobin wird als das schottische Neuschwanstein bezeichnet. Der Vergleich hinkt etwas. Die Gärten des Schlosses sind Versailles nachempfunden. Auch die Einrichtung erinnert mehr an die französischen Schlösser.

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Die Schlossherren waren natürlich immer auch Jäger. Bei der Jagd wurden oft Falken eingesetzt. Die Tradition der Falknerei wird auch heute noch gepflegt.

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Nachdem Besuch im Schloss steht Franz der Sinn mehr nach “geistlichen” Genüssen.
Wir besuchen die Distellerie Clynelish. Der ganze Prozess der Entstehung eines guten Whiskys wird während der Führung erklärt. Fotografieren ist verboten. Nur der Blick in das Becken darf abgelichtet werden.
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Franz hat trotzdem irgendwie ein Bild der Brennhäfen gemacht.

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Sechs grosse Brennhäfen produzieren hier 4,5 Millionen Liter des rohen Whiskys. Davon werden ca. 80% an Johnnie Walker geliefert. Dort werden sie mit anderen Rohprodukten gemischt und danach im Fässern gereift. Hier in Clynelish wird das Rohprodukt, gemäss schottischem Gesetz, mindestens drei Jahre in Fässern gelagert. Es werden verschiedene Fässer benützt. Auch die Lagerzeiten sind verschieden und produzieren verschiedene Whiskys. Erst bei dieser Lagerung erhält der ursprüngliche klare Schnaps seine typische Farbe und den gewünschten Geschmack.
Die Führung ist überstanden, nun darf das Produkt versucht werden. Da wir aber mit dem Auto unterwegs sind, dürfen wir die Degustationsmengen in kleinen Flaschen mitnehmen. Franz gönnt sich nur einen kleinen Schluck einer speziellen, nur hier erhältlichen Sorte. Er war davon so angetan, dass wir eine (nur eine) Flasche mitnahmen.
Noch heute fahren wir an den nördlichsten Punkt des schottischen Festlands. John o’Groats heisst der kleine Ort.

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Wir sind uns, seit wir in Schottland reisen, schon einiges an Windstärken gewöhnt. Was uns jedoch hier erwartet ist schon aussergewöhnlich. Unser Frosch schwankt wie ein Schiff. Beim Kochen müssen wir sehr darauf achten, dass die Pfannen auf dem Herd bleiben. Es sind auch nicht nur wir Festlandeuropäer die den heftigen Wind spüren. Auch der Inhaber des Campingplatzes bemerkte am Morgen, “that was quiet bad last night”, was für einen Schotten doch schon ein grosses Zugeständnis an die hiesigen Wetterverhältnisse darstellt. Der Sturm hier ist, gemäss Aussagen der Einheimischen, der Ausläufer des Hurrikans Dorian der in den USA wütete.

Wir wenden uns nun westlich. Dem Schloss Mey, Besitz der Königinmutter, die das Schloss jeweils in ihren Sommerferien bewohnte, statten wir nur einen Kurzbesuch ab.

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Der freundliche Herr am Eingang des Schlosses kann nicht verstehen, dass wir keine Besichtigungstour unternehmen wollen. Hier hat doch die Königinmutter ihre Sommerferien verbracht! Ok, wir sind beeindruckt.

Wir fahren weiter der wilden Küste entlang  bis Ullapool. Auch hier gibt es einen schönen Campingplatz.

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Am nächsten Tag haben wir eine kleine Wanderung durch die Corrieshaloch Gorge auf dem Programm. Das Wetter ist zwar nicht gerade prächtig, aber zumindest trocken.

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Franz findet auf der Wanderung einen grossen Steinpilz. Gleich am Abend wird er (der Steinpilz) zubereitet und genüsslich verspeist.

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Es ist uns aufgefallen, dass hier noch in jedem kleinsten Dorf eine öffentliche Telefonzelle steht. Meist ganz alleine auf weiter Flur. Die Telefone sind alle noch funktionstüchtig. Sind hier I-phones noch nicht Mode?

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Schottland 19.–22. September 2019

Wir fahren bei Kyle über eine Brücke zur Insel Sky. Das Wetter ist weiterhin schottisch. Trotzdem wollen wir den “Old Man of Storr” besteigen.
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Diese Spitze ist der Old Man.

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In diesem Haus verbirgt sich ein gemütliches Tea Room. Wir hatten den Eindruck, dass wir bei Mutter und Tochter privat zum Tee eingeladen sind. Das Haus ist offensichtlich ein Privathaus dessen Wohnzimmer als Tea Room eingerichtet wurde. Die Gäste dürfen das Badezimmer der Bewohner benutzen.

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Wir trotzen immer wieder den nicht sehr angenehmen Wetterbedingungen. Den ganzen Tag nur im Auto sitzen geht doch auch nicht!
Am Loch Greshornish stellen wir unseren Frosch für die Nacht ab.
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Für kurze Zeit scheint die Sonne. Wir packen sofort unsere Stühle aus und geniessen die warmen Strahlen. Eine Jacke ist trotz Sonnenschein unentbehrlich.

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So schön präsentiert sich die Isle of Skye bei Sonnenschein.
Am nächsten Tag besuchen wir Dunvegan Castle.
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Auch diese Bilder konnten wir bei herrlichem Sonnenschein schiessen. Auch der Spaziergang durch die Gärten des Schlosses haben wir, ohne nass zu werden, genossen.

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Mit der Fähre von Armadale nach Mallaig  geht es nun wieder zurück aufs Festland.
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In Arisaig finden wir den Campingplatz Sunnyside Croft. Der Wetterbericht für die nächsten zwei Tage ist gut. Wir beschliessen hier am Meer zwei Tage zu verbringen. Tatsächlich kann Franz hier wohl den einzigen Sonnenuntergang dieser Reise fotografieren.
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Am nächsten Morgen spazieren wir ins Dorf. Es begegnen uns viele Velofahrer und auch einige Läufer. Neugierig haben wir einen Streckenposten befragt. Ein Triathlon ist im Gange. Es handelt sich nicht um einen internationalen Wettbewerb. Die einzelnen Strecken – Schwimmen – Radfahren und Laufen sind kürzer. Die Teilnehmer sind keine Profis, aber engagierte Hobbysportler.

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Das Dorf Arisaig. Das Pub ist geöffnet, wir bestellen ein Bier im Garten! Die zwei sonnigen Tage sind vorbei. Auf der Fahrt nach Fort William ist das Wetter wieder schottisch. Wir bummeln kurz durch die kleine Stadt. Franz hat die Gelegenheit benutzt um sein Handy reparieren zu lassen.
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Wir fahren heute noch weiter bis Oban.

Schottland 23.–25 September 2019

Der Campingplatz in Oban liegt ganz einsam auf einem Hügel. Sehr wenige Camper sind noch hier. Zu unserem Erstaunen treffen wir aber genau an diesem abgelegenen Platz auf die einzigen Schweizer Camper bisher. Ein junges Berner Paar das Schottland mit Velos und dem Camper erkundet.

Wir fahren zur Cruachan Power Station. Franz interessiert sich für dieses Kraftwerk im Berg. Mit einem kleinen Bus werden wir ins Innere des Bergs gefahren.
Eine Universität präsentiert eine farbige Ausstellung zur Entstehung des Baus. Mit besonderem Stolz wird das Bild der Einweihung des Kraftwerks durch König Elisabeth erwähnt.

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Der Führer erklärt den Ablauf der Stromerzeugung.

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Den Ablauf hier zu beschreiben führt zu weit. Interessierte unter den Lesern können sich auf http://www.scottishlife.org/archive/TheHollowMountain.htm
schlau machen.

Über eine kleine, schmale Landstrasse fahren wir bis zum Glencore Nationalpark wo wir auch übernachten. Obwohl das Wetter immer noch schottisch ist (wir gewöhnen uns langsam daran) wollen wir einen Spaziergang durch den Park machen. Der Parkplan schlägt drei verschiedene Wanderungen  vor. Da es doch schon etwa vier Uhr Nachmittags ist, entschliessen wir uns, nur den kleinen Rundgang in Angriff zu nehmen. Er soll drei Meilen lang sein. Brav folgen wir dem mit gelber Farbe markierten Weg. Schon nach etwa 20 Minuten stehen wir bereits wieder beim Anfang des Pfades. So schnell können wir nun wirklich nicht drei Meilen gegangen sein. Wir nehmen nun auch den langen Weg, (5 Meilen) in angriff. Zu guter Letzt haben wir alle drei Pfade in einer guten Stunde bewältigt. Wir sind wirklich schnell, 8 Meilen in einer Stunde!! Vielleicht sind wir auch einfach farbenblind?
Am nächsten Tag fahren wir dem Loch Sunart entlang zu der kleinen Distillerie Ardnamurchan.

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Wir werden vom Chef persönlich durch den Betrieb geführt. Hier erfahren wir, dass Whisky nur in gebrauchten Fässern gelagert wird. Es kommen Wein-, Sherry und Portweinfässer zum Einsatz. Sogar Fässer aus Amerika, in denen bereits einmal Whisky gelagert wurde, werden benutzt.

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Bei allen Erklärungen spürt man den Stolz des Produzenten. Noch wird hier kein eigener Whisky verkauft. Die Distillerie wurde erst vor wenigen Jahren wieder eröffnet. Der Whisky lagert noch in den Fässern. Frühestens im nächsten Jahr wird das erste Fass geöffnet. Man ist hier sehr gespannt und freut sich bereits auf die ersten Degustationen.

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Der Gärtank

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Das Destillat wird in drei verschiedene Arten unterteilt. “the head, the heart and the taill”. Durch einfaches Schwenken eines Rohrs werden diese Teile in verschiedene Behälter geleitet.  Die drei unterscheiden sich vor allem durch ihren Alkoholgehalt. Der schwächste und der stärkste Teil werden wieder durch den Brennvorgang geführt. Dadurch entsteht der gewünschte Gehaltsanteil. https://de.wikipedia.org/wiki/Whisky#Brennen

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Selbstverständlich dürfen wir auch hier etwas Whisky degustieren. Noch ist es nicht ein original Ardnamurchan. Das Getränk schmeckt Franz trotzdem.

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Die Strasse führt noch ein kleines Stück entlang Loch Sunart bis nach Kilchoan. Eine Fähre bringt uns hinüber zur Insel Mull.

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Der Küste der Insel Mull entlang fahren wir bis zur nächsten Fähre die uns wieder aufs Festland bringt.
Diese Aufnahmen hat Franz während der Fahrt gemacht.

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Erst ziemlich spät am Abend kommen wir auf dem Campingplatz an.

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In Auchindrain besuchen wir das Historic Township Openair Museum. Aufgebaut ist ein kleines Dorf wie es vor etwa 200 Jahren existiert hat. Ein Haus wurde bis in die fünfziger Jahre bewohnt. Es hatte sogar fliessend Wasser eingebaut.

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Unser heutiges Ziel ist Glasgow. Natürlich führt uns der Weg wieder entlang eines Sees. Aussergewöhnlich ruhig liegt er da. Nicht die kleinste Welle trübt die Oberfläche
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25. Sept. 2019 Glasgow

Auch Glasgow macht in Sachen Wetter keinen Unterschied. Wir fahren am Morgen ausnahmsweise mit dem Auto in die Stadt. Noch heute wollen wir Schottland in Richtung England verlassen.
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Diese Statue wurde mit hübschen Hüten versehen.

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Uns haben in ganz Schottland die vielen schönen Pubs sehr gefallen. Die Atmosphäre ist immer sehr gemütlich. Die Gäste sind freundlich und immer in Plauderlaune.
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In der Fussgängerzone wird mit einem speziellen Instrument Musik gemacht.
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Schottland ist eine Reise wert. Auch wenn wir uns etwas angenehmeres Wetter gewünscht hätten, haben wir die Reise genossen.

England vom 7. bis 11. Sept.

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Auf einem sehr schönen Platz etwa 30 km ausserhalb von London, im Lee Valley, haben wir unseren Frosch abgestellt. Mit Bus und U-Bahn sind wir am 12. September bis zum Oxford Circus, mitten in London, gefahren. Der Wettergott war günstig gestimmt. Mit einem Rundfahrtbus haben wir uns durch die Stadt chauffieren lassen. Etwas enttäuscht, da viele Baustellen die Sicht auf verschiedene Sehenswürdigkeiten verschlossen, sind wir ausgestiegen. Wir haben uns dafür eine Fahrt auf der Themse genehmigt. Ein Bier in einem typischen Pub durfte selbstverständlich auch nicht fehlen.

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Hier einige Eindrücke von London:
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Auf unserem weiteren Weg nach Norden haben wir in der berühmten Universitätsstadt Cambridge einen Zwischenhalt gemacht.  Die verschiedenen Colleges der Universität sind in historischen Gebäuden angesiedelt. Die ganze Stadt ist von der Hochschule geprägt.

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Übernachtet haben wir in Skegness. Jetzt geht es weiter nach Norden.

Zur Entspannung machen wir einen Spaziergang dem Meer entlang.
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Wir sehen hier wie England seinen Strom produziert.
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Der Hadrianswall bezeichnete früher die Grenze zwischen Schottland und England. Heute beginnt der Wall, eine Mauer die quer über das Land führt, in Newcastle upon Tyne, England. Der Wall wurde von bis zu 50’000 römischen Soldaten bewacht. Die römische Siedlung hier diente zur Versorgung diese Heeres. Alle lebenswichtigen Güter wurden hier gelagert.

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Schon bald danach erreichen wir die schottische Grenze. Obwohl immer noch in Grossbritannien, sind wir in einem anderen Land.

26. bis 30. September 2019

Wir haben Schottland verlassen.  Für den 30. September ist die Fähre Poole – Cherbourg gebucht. Wir haben also noch ein paar Tage Zeit. In Windermere finden wir einen gemütlichen, wenn auch wie üblich nassen, Campingplatz. Der Platz verfügt über ein Pub. An der Reception wird uns jedoch empfohlen für das Nachtessen das Pub “Eagle and Child” im Dorf zu besuchen. Es sei nur etwa 45 Gehminuten vom Platz entfernt. Das Wetter lädt auch hier nicht unbedingt zu einem Spaziergang ein. Wir sind aber inzwischen recht wetterfest. Ausgerüstet mit einer Skizze die den Weg ungefähr beschreibt, gehen wir los. Erst einem ganz passablen Feldweg entlang. Dann führt ein Trampelpfad abwärts quer über eine Wiese. Mehrere Male übersteigen wir, wie in der Skizze beschrieben, aus losen Steinen gebaute Weidegrenzen. Meine Schuhe sind schon sehr nass. Bis wir dann endlich im Pub ankommen sind auch meine Füsse eingeweicht.

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Wir verbringen einen gemütlichen Abend im vollen Pub. Drei Engländer erzählen uns von ihrem Urlaub in Griechenland. Sie schwärmen von der Sonne und dem guten Wein! Wir sind nur ein kleines bisschen eifersüchtig.
Es ist schon dunkel als wir das Pub verlassen. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch in der Dunkelheit den Weg zurück zum Campingplatz finden werden. So war es auch, jedoch mit einigen Tritten in den nicht sichtbaren Sumpf.
Der nächste Morgen begrüsst uns mit trockenem Wetter. Nach einer Fahrt von ungefähr 350km südwärts campieren wir auf dem Platz “Cartref” in Cruckton. Abends in der Bar werden Reiseerfahrungen ausgetauscht. Der Barkeeper reist oft für 2-3 Monate nach Indien. Den Grund dafür kann er nicht bestimmt sagen. Es gefalle ihm einfach da. Jährlich besucht er auch seinen Sohn in Australien. Gesprächsstoff für einen Abend war genügend vorhanden.

Heute, 28. September, steht der Besuch von Stonehenge an. Die historische Anlage ist weiträumig abgesichert. Um vom Parkplatz und Ticketoffice zu den Steinen gelangen nimmt man den Shuttlebus oder geht etwa 45 Minuten pro Weg zu Fuss.
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Noch am gleichen Tage fahren wir weiter bis Poole. Von hier aus fährt die Fähre nach Frankreich. Wir haben noch einen Tag Zeit und entschliessen uns mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Poole ist eher eine Industrie und Hafenstadt. Wir machen einen Bummel, essen eine Kleinigkeit und fahren wieder mit dem Bus zurück zum Frosch. Morgen heisst es früh aufstehen. Schon um 7.30 müssen wir am Fährhafen sein. Pünktlich um 8.30 legt die Fähre ab.
Auf Wiedersehen Grossbritannien !

Frankreich vom 4. bis 7. September 2019

Unser Frosch hat einen neuen Aufbau bekommen. Der Rohbau wurde von Exkab gebaut. Franz hat den Innenausbau ausgeführt.

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Um die neue Kabine auf ihre Reisetauglichkeit zu prüfen, haben wir eine Reise nach Schottland geplant. Für die im nächsten Jahr geplante Reise haben wir damit die Möglichkeit allenfalls nötige Anpassungen vorzunehmen.
Unser Weg führt uns durch Frankreich. In Epinal haben wir zum ersten Mal übernachtet. Wir mussten natürlich sofort die französischen Spezialitäten auf dem Markt einkaufen. Wein, Käse und auch Paté haben wir eingelagert.

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Wir haben die erste Nacht gut durchgeschlafen. Ein Bäcker bringt frische Baguettes zum Frühstück auf dem Campingplatz.
Am nächsten Tag fahren wir durch die Vogesen.

Campingplatz Val de Vesle in der Nähe von Reims.

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So geniessen wir unser Nachtessen im Innern des neuen Aufbaus. Wir fühlen uns wohl.
Am morgen wollen wir die berühmte Kathedrale von Reims besichtigen.

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Seiteneingang

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Haupteingang

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Weiter geht unsere Reise nach Calais. Wir wollen morgen mit der Fähre den Kanal nach Dover überqueren.

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Die Kreidefelsen der englischen Küste kommen bald ins Blickfeld. Die Überfahrt dauert nur 1,5 Stunden.

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Rückreise durch Frankreich und Italien

Wir verlassen die Fähre in Cherbourg bei diesigem Wetter.  Franz hört ein merkwürdiges Geräusch, das er als kaputtes Radlager interpretiert. Mit einem solchen Defekt ist nicht zu spassen. Wir suchen eine Toyota Garage in der Nähe. In Saint-Lo werden wir fündig. Am späteren Nachmittag treffen wir ein und schildern dem Mechaniker in holprigem Französisch unser Problem. Eine kurze Probefahrt bestätigt Franz’ Vermutung. Das Radlager hinten links muss ersetzt werden. Leider ist das Ersatzteil nicht verfügbar. Es muss in Belgien bestellt werden. Ausserdem hat der Mechaniker erst am 10. Oktober Zeit um die Reparatur vorzunehmen. Heute ist der 30. September! Wir beschliessen erst mal über das Problem zu schlafen. In Monmartin sur Mer finden wir einen schönen Stellplatz. Wir sitzen bei Regenwetter im Auto und überlegen uns die nächsten Schritte. Erst konsultieren wir den Wetterbericht. Dauerregen ist für die kommende Woche angesagt. Wollen wir zehn Tage lang im Auto sitzen? Wir prüfen die Möglichkeiten einer kurzfristigen Heimreise, sei es per Flugzeug oder mit dem Zug. Schlussendlich buchen wir den TGV nach Zürich für den nächsten Tag. Der Frosch kann bei der Toyota-Garage abgestellt werden. Also fahren wir am nächsten Tag unser Auto zur Garage. Ein Mitarbeiter fährt uns zum Bahnhof. Die Eisenbahn bringt uns ohne Probleme nach Hause.
Auch hier ist das Wetter nicht wirklich besser, aber wir haben mehr Bewegungsfreiheit.

Am 10/11. Oktober reisen wir, diesmal mit dem Flugzeug ab Basel nach Nantes und mit dem Zug nach Saint-Lo, zurück um unser Auto wieder in Empfang zu nehmen. Am 11. Oktober nehmen wir unsere Reise wieder auf. Wir übernachten in Marcillé.

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Der französischen Westküste entlang planen wir nun zu fahren. Endlich ist das Wetter besser. In Nantes machen wir einen Zwischenstopp. Wir finden die Markthalle und decken uns mit französischem Käse, Patés, und weiteren leckeren Spezialitäten ein.
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Wir geniessen einen Stadtbummel.DSC05359

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Die Bedeutung der dekorativen Regen-(oder Sonnen) schirme haben wir nicht herausgefunden.

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Ein wunderschönes, zweistöckiges Karussell ist auf dem Wochenmarktplatz aufgestellt.

In Meschers übernachten wir auf dem Camping les Chenes verts.
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So haben wir uns das Campingleben vorgestellt. Apero draussen mit feinem Wein und französischen Kleinigkeiten.
Leider macht uns auch hier in Frankreich das Wetter wieder einen ziemlich dicken Strich durch die Rechnung. Zwar können wir in Bordeaux einen Bummel bei schönem Wetter machen.

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Rundreisen in der Stadt mit dem Tuk-Tuk können gebucht werden.

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DSC05388Kaum verlassen wir die Stadt ziehen wieder dunkle Wolken auf. Noch bis Toulouse fahren wir heute (13. Oktober) weiter. Auf einem lärmigen Platz am Rande der Stadt übernachten wir.
Wir entscheiden uns die Küste zu verlassen und als Nächstes Aix en Provence anzusteuern. Das mehrheitlich feuchte Wetter begleitet uns weiterhin.

Auch in der Stadt des Wassers nehmen wir den Regenschirm mit auf unseren Stadtbummel.DSC05405

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Hier müssen wir selbstverständlich einen Vorrat der berühmten Calisson (Melonenguetzli) einkaufen. Auch Rillette vom Schwein und von der Gans leisten wir uns. Es ist uns bewusst, dass wir ständig Essen kaufen. Wir haben auch keine gute Ausrede dafür. Es gibt hier in Frankreich, neben Wein, eben auch viele kulinarischen Spezialitäten! Zu Hause werden wir sicher einen Teil unserer “Beute” weitergeben.

Um Küche und Keller weiter aufzufüllen, wollen wir auf unserer Heimreise auch einen Stopp im Piemont machen. Ein Teil der Strecke fahren wir auf der französischen Autobahn. Bei Menton biegen wir ab Richtung Italien. Über den Còl de Pérus führt eine kurvige Strasse dem Fluss entlang. In diesem Gewässer sind die Folgen der ergiebigen Regenfälle gut sichtbar.

In Vergne bei  Barolo machen wir Station auf dem Camping Sole Langhe. Schon auf unserer Reise durch die Westalpen haben wir auf der Rückreise hier übernachtet. Seither hat sich hier aber einiges geändert. Es wurden schöne Sanitäranlagen gebaut und der ganze Platz auf Vordermann gebracht. Im dazu gehörigen B&B können auch Camper am reichlich bestückten Frühstücksbuffet teilnehmen.

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DSC05419Im Buon Padre  nehmen wir einen Apero und plaudern ein bisschen mit Mama Maria. Sie hat fünfzig Jahre selbst hier gekocht. Jetzt hat sie Küchenpersonal eingestellt und überwacht natürlich deren Arbeit.  Wir buchen einen Tisch fürs Nachtessen. Es war excellent, wir empfehlen dieses Restaurant gerne weiter.  Wir kaufen einige Flaschen des ausgezeichneten Weins den wir zum Essen genossen haben. Voller Stolz zeigt uns Maria den alten Weinkeller. Da liegen noch ganz edle Tropfen. Die seltenen Flaschen werden nur noch einzeln im Restaurant verkauft.

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(Bild von Google Maps “Picasa”)

image(Bild von Google Maps “Picasa”)

Am Morgen fahren wir nach Alba. Auch hier decken wir uns wieder mit italienischen Spezialitäten, vor allem Salami, ein.

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In Verduno geniessen wir ein kleines Mittagessen. Wir können draussen sitzen, obwohl eigentlich schlechtes Wetter vorhergesagt war.

DSC05421Übernachten wollen wir wieder auf dem Camping Sole Langhe. Nach einem guten Frühstück im B&B packen wir den Frosch mit den diversen Einkäufen und machen uns auf die Reise nach Hause. Wir hoffen, die Zöllner sind uns gut gesinnt.
Ohne Probleme erreichen wir unser Heim. .

Zweiter Teil unserer Südamerika Reise

Am 3. September verlassen wir die Schweiz. Wir fliegen wieder nach Montevideo wo im Paraiso Suizo bei Heinz und Silvia unser Frosch auf uns wartet.

b1009 Silvia beim SMS-len     b1014 man sieht ihm noch die gehabte schwere Grippe an

Während unseres Aufenthalts in der Schweiz hat der Frosch neue Reifen bekommen. Ein gründlicher Service und eine neue Kupplung bewirken nun, dass er wieder wunderbar läuft. Das alles wurde von Heinz und Silvia organisiert. Vielen Dank!

Bei unserem letzten Besuch im Paraiso Suizo haben wir halb im Scherz versprochen, dass wir ein “Würstlibuden” Fest bei unserem nächsten Besuch veranstalten werden. Wenn wir etwas versprechen, halten wir es auch! Alle anwesenden Reisenden waren natürlich eingeladen. Es waren ein deutsches und ein französisches Paar, sowie ein schweizer Paar mit ihrem Sohn.   Hier der Beweis:

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b1006 alle ander Camper kamen zum Aperoplausch mit Wienerli und gutem Brot von Heinz

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Am nächsten Tag geht die Reise nun ernsthaft los. Wir fahren Richtung Brasilien. Noch ein letzter Stopp im Parco Santa Teresa.

In diesem Park, der auch ein riesiger Zeltplatz ist, steht eine Festung. Sie war im 18. Jahrhundert stark umkämpft. Abwechslungsweise herrschten hier die Spanier und die Portugiesen.

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b1024 schlechte Aufenthaltsräume hatten die jeweiligen Besitzer sicherlich nicht

b1031 der Panzerschrank mit den Kriegsvermögen     b1032 das Schloss , welches zu damaligen Zeit nicht leicht zu öffnen war

Der Tresor wo wahrscheinlich der Sold aufbewahrt wurde. Es muss ein aufwändiger Schlüssel gewesen sein, der in dieses Schloss passte.

b1027 die Kirche die zum Fort gehört

b1028 ein rundblich durch den Innenhof des Forts

Wir fahren weiter Richtung Norden und werden heute, 8.9.2018, die Grenze nach Brasilien überqueren.

Brasilien (Argentinien) vom 8.9. bis 11.9. 2018

Wir werden nur kurz in Brasilien sein. Unser nächstes Ziel ist Paraguay und der kürzeste Weg dorthin führt nordwärts über Brasilien.

Zwischen dem Atlantik und einer Lagune fahren wir in Richtung Norden. Zum ersten Mal sehen wir auch Carpinchos, die grössten Nagetiere der Welt, in freier Natur.

b1035 auf der Fahrt Richtung Norden haben wir viele Carpinchos (grösstes Nagetier) in den Sümpfen gesehen

b1036 in einem Tierpark beim Pan Azucar in Uruguay schon gesehen

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Den ersten Stopp machen wir im Pousada de Moinho in der Nähe von Pelotas. Wir stellen wieder unser Dachzelt auf.

b1041 Pousada do Moinho Camping hat einen kleinen Fluss mit 7 Fällen und den dazugehörigen Pools zum Schwimmen (war zu kalt) - Kopie

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Der Platz liegt an einem Bach. Die Besitzer sind sehr stolz auf die sieben Kaskaden und machen uns mehrmals mit vielen Gesten darauf aufmerksam.

Die Fahrt nach Cruz Alta führt uns durch eine sehr schöne, abwechslungsreiche Landschaft. Es geht über viele Hügel. Bäume und Büsche stehen im saftigen Frühlingsgrün und viele blühen bereits.

 

Die nächste Nacht verbringen wir im Hotel Executivos in Cruz Alta in Brasilien. Ein sehr angenehmes Hotel am Rande der Stadt. Für die Preise die hier verlangt werden könnten wir in der Schweiz kaum in einer Berghütte im Massenlager übernachten.

Da Iguazu auf unserer Strecke nach Paraguay liegt, entscheiden wir uns kurzfristig nochmals die Fälle zu besuchen. Wie wir Schweizer halt so sind, übernachten wir auch wieder im gleichen Hotel wie bei unserem ersten Besuch.

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Die Fälle sind auch beim zweiten Mal wieder sehr eindrücklich. Es scheint uns, dass sogar viel mehr Wasser fliesst. Wir sehen viele kleine Nebenfälle.

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Die Bootsfahrt unter die Fälle ist sehr beliebt und für viele Leute ein Höhepunkt. Wir fanden die Idee nicht so toll und haben darauf verzichtet.

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Iguazu liegt im Dreiländereck Argentinien/Brasilien/Paraguay. Um von der argentinischen Seite der Fälle nach Paraguay zu kommen fährt man durch die brasilianische Stadt Foz de Iguazu. Man muss sich jedoch nicht in Brasilien melden. Der Grenzübertritt findet erst in Paraguay statt. Es war für uns etwas verwirrend, ist jedoch nach einer Stunde Fahrt, in einer Kolonne die sich nur zentimeterweise bewegte, zur Grenze auch überstanden.