Brasilien vom 17.–20. September 2018

Nachdem wir endlich die Grenze überquert haben, fahren wir in Richtung Bonito. Uns wurde gesagt, dass Bonito das südliche Zentrum des Pantanals sei. Das schien uns etwas fragwürdig, weil Bonito doch gemäss allen unseren Karten ausserhalb des Pantanals liegt.

Die Fahrt war unspektakulär bis auf die heftigen Regenschauer etwa eine Stunde vor Bonito.

b1093 auf dem Weg in den Pantanal in Brasilien

Schon sieht man die drohende Wolkenwand.

Der Regen war so stark, dass wir anhalten mussten da die Sicht gegen null ging.

Wir haben uns im Hotel Paraiso del Aguas (wie bezeichnend!) einquartiert. Bonito ist ein hübsches kleines Touristenstädtchen. Fast jedes zweite Haus ist ein Reisebüro oder ein Hotel, dazwischen einige Restaurants. Bei einem Bummel hat Franz hier das erste Mal überbackene Glace gegessen und sehr genossen.

Wir fanden in einem Reisebüro den englisch sprechenden Bruno. Er hat uns eine dreitägige Tour ins Pantanal empfohlen, die wir dann auch gebucht haben.

Die Fazenda auf der wir drei Tage verbringen heisst San Francisco. Schon beim Eingang begrüssen uns die hier heimischen grossen Papageien.

b2000 hier gibt es unzählige farbenprächtige, grosse und kleine Vögel

b2001

Als erstes Tier begegnen wir einer ungiftigen Schlange mitten auf der Strasse.

b2004 eine ungiftige, ca. 4 Meter lange Schlange vor den Safarifahrzeug

Schon nachmittags um drei gehen wir auf die erste geführte Tour. Der Track führt auf einem Steg  gut zwei Stunden lang  über für den Pantanal typisches Sumpfgebiet.

b2013 der Anfang unseres Fussmarsches über die hochgebauten Stege

b2005 hier leben drei verschiedene Störche, einer mit schwarzem Kopf hat bis 2,5 Meter Spannweite

b2008

b2007

Hier leben vier verschiedene Storcharten. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre Grösse. Der Grösste ist der mit dem schwarzen Kopf und dem roten “Halstuch”.

b2041 der Schwarzkopfstorch mit 2,5m Spannweite

Dieser Vogel wird hier auch Jesus Vogel genannt. Der Grund: er läuft übers Wasser.

b2042 der läuft jetzt auf den schwimmenden Blättern

Es ist Frühling, die Nagetiere und auch die Kaimane haben Nachwuchs.

b2043 und Nachwuchs hats auch bei den Nagern gegeben

b2044 auch die Kaymane vermehren sich tüchtig

 

Den Bock, den wir schon so oft auf Verkehrsschildern gesehen haben,  sehen wir heute zum ersten Mal in Natura.

Bildergebnis für verkehrsschilder brasilien

b2067

b2047

b2026

b2049 nur Fluss und Urwald

b2021

b2024

Die ersten Frühlingsblüten sind zu bestaunen.

b2058 der Urwald bringt wunderschöne Blüten hervor welche die Insekten für Nahrung anfliegen

b2015

Das ist kein Vogelnest, sondern der Bau von Termiten der am Baumstamm hängt.

b2016 ein Termitenbau im Geäst eines Strauches

Das sind Vogelnester!

b2052 Vogelnester

Zurück auf der Fazenda geniessen wir das Schauspiel das uns die vielen Vögel bieten.

b2034

b2068

b2071 mit Nachwuchs

b2031

b2135 vor dem 2. Bootsausflug (an unserem Abreisetag)

Bald ist es Zeit für das Nachtessen. Ein wichtiger Küchenteil ist der grosse Grill.

b1999

Nach einer kurzen Verdauungspause besteigen wir ein Safarifahrzeug zu einer Nachtpirsch.

Leider scheinen sich an diesem Abend die meisten Tiere irgendwo zu verstecken. Jedenfalls sehen wir ausser einem kleinen Fuchs, der aber in Wirklichkeit ein wilder Hund ist, keine Tiere.

b2030 sieht aus wie ein Fuchs ist aber ein Wildhund

Schon um halb neun am nächsten Morgen werden wir auf Fotosafari gefahren.

b2036 eine Falkenart auf Beobachtungsposten

Ein Falke sucht die Umgebung nach geeignetem Futter ab. Schon hat er etwas gefunden.

b2038

Der Fahrer entdeckt frische Spuren eines Jaguars entlang der Strasse.

b2048

b2012 die Spuren des Jaguars

Obwohl alle Passagiere konzentriert die Umgebung beobachten, sehen wir die grosse Katze nicht.

So soll sie aussehen (leider ist dieser Jaguar aus Porzellan).

b1096 die Hauptatraktion im Pantanal = mit dem Jaguar ist es wie bei den andern Wildkatzen in andern Parks der Welt ein Zufall wenn man sie sieht. Wir können nur hoffen

b2062 der Fahrer des Safaribusses     b2063 die Strassen auf dem aufgeschütteten Sumpfgebiet PANATNAL sind schnurgerade

Der Fahrer, der uns über die meist geraden Strassen im Pantanal fährt. Er bremst natürlich sofort für einen Fussgänger.

b2064 die Tiere benützen diese Strassen für ihren Wechgsel

b2069 ein Lizzard (Leguan) auf Lauer

Auch der Lizard ist auf der Lauer. Die Straussenvögel, hier Ema genannt, tummeln sich auf der grossen Weide.

b2070 Ema die Schwestertiere der Straussen und Emus

Schon nach zwei Stunden sind wir wieder zurück auf der Fazenda

b2134

b1095 es wird alle tropisch, die Plantzen, Tiere und Themaraturen

b2136 Der Esssaal

Mittagessen und eine kurze Ruhepause und schon steht das nächste Abenteuer an.

Wir fahren mit einem Ausflugsschiff zum Piranhas fischen.

b2087

b2078

b2092 jetzt wird nach Piranhas gefischt

Der Köder, rohes Fleisch, wird am Hacken befestigt und schon bald beissen die ersten Fische an.

b2099      b2100

b2107 der letzte wird rausgeholt für eine kleine Präsentation wie hier die Tiere leben = Fressen oder Gefressen werden

b2101 er hat eine Scheissfreude an seinem Fang    Die grosse Freude am Fang.

So sieht das gefürchtete Gebiss der Piranhas aus.

b2104 das Gebiss lässt erahnen was mit einem Finger passiert wenn er dazwischen kommt

b2084

b2085 dieser Kayman ist auch auf Futtersuche = so ein netter Vogel vom Ast runterholen wäre gerade richtig

 

Kaiman auf Futtersuche. Vielleicht einer dieser Vögel zum Nachtessen?

b2082

b2083

 

 

b2109 da ist er

 

Auch er hat Hunger.

 

Wieder zurück auf der Farm. Abendessen und einen wunderbaren Sonnenuntergang geniessen.

b2116 nach der Rückkehr auf die Fazienda gibt es Kuchen und Getränke, aber Achtung die Papageien sind sehr scharf auf den Kuchen auch wenn man den in der Hand hält und abbeissen möchte greifen sie zu

Papageien, frecher als Spatzen. Sie holen ihr Futter überall. Andere Vögel scharren im Sand

b2117

b2118 die Sonnenuntergänge sind wie in Afrrika = wunserschön

b2121

Noch einmal gehen wir auf Nachtpirsch. Wir hoffen auf mehr Glück als gestern Abend.

b2123 und kurz nach der Abfahrt sehen wir schon einen Ameisenbär

Ein Ameisenbär! Zwar versucht er sich dem Licht zu entziehen. Wir sehen ihn jedoch deutlicher als auf dem Foto.

b2124

Und dann, der Glückstreffer des Abends! Wir sehen einen Ozelot auf dem Baum ganz nahe bei der Strasse. Er lässt sich nicht vom Licht des Scheinwerfers stören. Franz konnte ein paar herrliche Aufnahmen machen. Wir haben auf dieser Nachtfahrt nochmals einen Ozelot gesehen. Von ihm konnten wir leider keine Fotos machen.

b2127

b2128

b2129

b2130

Diese zwei Eulen scheinen auf uns gewartet zu haben. Ob sie jeden Abend so fotogen auf dem Gerüst sitzen und auf doofe Touristen warten? Sie sehen irgendwie verächtlich auf uns herab.

 

b2131 dieses Eulenpaar beobachtet uns wie wir sie

An unserem letzten Morgen auf der Fazenda steht noch eine Bootsfahrt auf dem Miranda River auf dem Programm.

b2074 die Farmarbeiter (Gautchos) kommen immer hoch zu Ross für die Arbeit

Farmarbeiter auf dem Weg zur Arbeit.

Wir warten mit einem jungen deutschen Paar auf unseren Führer. Die Wartezeit wird hier nie langweilig. Bunte Vögel sind immer in der Nähe und wollen, wie dieser Tuncan, bewundert werden.

b2138 der Tucan (so hat auch unse Zimmer geheissen)

b2142

Hier wartet noch einer auf Beute.

b2143

b2150 wir haben sehr viel gesehen und gelernt trotz Sprachproblemen, wie hier die Tierwelt lebt und der Urwald ihnen Schutz bietet

 

Der Fluss Miranda und die Bewohner an seinen Ufern.

b2145 ein Kigfischer Weibchen

Der Kingfisher und der Rotkopfspecht zeigen sich.

b2147 ein Rotkopfspecht

b2148

b2151

Um die Mittagszeit verlassen wir die Fazenda San Francisco im südlichen Pantanal. Der Aufenthalt hat uns sehr gefallen. Wir beschliessen, auch den nördlichen Pantanal zu besuchen. Allerdings stehen uns bis dahin ca. 800 km Fahrt bevor.

Kurze Reise durch Paraguay vom 12.9 bis 16.9

Nach dem Grenzübertritt kommen wir zügig vorwärts. Unser grosses Ziel ist der Pantanal, der aber dann wieder in Brasilien liegt. Wir werden also nicht sehr lange in Paraguay sein. Ein Muss für europäische Reisende in Paraguay ist der Besuch von Hasta la Pasta. Der Platz liegt bei San Bernardino am Lag Ypacarai. Leider kann im See nicht gebadet werden. Er ist total verschmutzt. Alle Abwässer aus der Gegend, inklusive jene einer Färberei und von diversen Sgrossen Schlachthöfen fliessen in den See.

Der Platz gehört Rene und Marion. Sie vermieten auch Bungalows. Ausserdem kann man auch hier sein Auto für drei Monate stehen lassen und nach Hause fliegen.

b1088 alle sehr schön und sauber wie man es von Schweizern annimmt

b1085 in Asucion bei Rene und Marion auf den Camging (Schweizer)

Am Samstag haben wir den Markt besucht.

b1089 jeden Samstag ist Markt mit deutschen und schweizer Produkten

b1091

b1090 da trifft man sich für eien Schwatz in Deutsch

Das auffälligste im Markt war sicher die Sprache. Fast an allen Ständen wurde Deutsch gesprochen. Es gab Brot vom deutschen Bäcker, Wurst vom Bayrischen Metzger und auch der Gemüsehändler spricht Deutsch. Jeder kennt hier jeden. Es werden die neuesten Klatschgeschichten ausgetauscht und anschliessend im “kleinen” Markt in Alto bei Glühwein Freundschaften vertieft.

b1092

Wir verbringen vier gemütliche Tage auf dem Platz bei Marion und Rene. Zum Namen “Hasta la Pasta” muss noch erwähnt werden, dass Rene Teigwaren herstellt die er auf dem Platz und in verschiedenen Geschäften der Umgebung verkauft. Selbstverständlich haben auch wir uns mit Pasta eingedeckt.

Am Sonntag verlassen wir Marion und Rene. Wir wünschen Rene, der erst kürzlich einen Schlaganfall erlitt, alles Gute und rasche Genesung.

Wir kommen auf den guten Strassen schnell vorwärts. Schon am Mittag erreichen wir den Grenzort zu Brasilien, Pedro Juan Caballero. Wir beschliessen noch an diesem Tag die Grenze zu überqueren und uns in Brasilien eine Unterkunft zu suchen. Das ging nun aber gründlich in die Hosen! Wir haben nach einigem Suchen zwar die Zollstelle von Paraguay gefunden. Dort sollten wir unsere Pässe stempeln lassen und den Frosch wieder aus Paraguay ausführen. Wir standen vor geschlossenen Türen. Erst dachten wir dass vielleicht noch Mittagszeit sein könnte. Nach einigem Herumfragen in unserem noch immer mangelhaften Spanisch bekamen wir die Auskunft – manana – das heisst, die Zollstation ist am Sonntag geschlossen! Wir suchen uns also ein Hotel und übernachten im Hotel “Royal Palace” das zwar ok, aber nicht wirklich königlich war. Im China Shopping Palace bekamen wir dann auch etwas zu Essen und haben uns im riesigen Einkaufszentrum umgesehen. Hier wird nur importierte Ware zollfrei verkauft. In dieser kleinen Stadt weiss man wirklich nicht ob man im Moment in Brasilien oder in Paraguay ist.

Am Montag haben wir uns dann in Paraguay abgemeldet und haben auch die Federal Policia von Brasilien am Flughafen  gefunden. Die Pässe müssen auf dieser Amtsstelle gestempelt werden. Nun sind wir also wieder in Brasilien.

Brasilien (Argentinien) vom 8.9. bis 11.9. 2018

Wir werden nur kurz in Brasilien sein. Unser nächstes Ziel ist Paraguay und der kürzeste Weg dorthin führt nordwärts über Brasilien.

Zwischen dem Atlantik und einer Lagune fahren wir in Richtung Norden. Zum ersten Mal sehen wir auch Carpinchos, die grössten Nagetiere der Welt, in freier Natur.

b1035 auf der Fahrt Richtung Norden haben wir viele Carpinchos (grösstes Nagetier) in den Sümpfen gesehen

b1036 in einem Tierpark beim Pan Azucar in Uruguay schon gesehen

b1037

Den ersten Stopp machen wir im Pousada de Moinho in der Nähe von Pelotas. Wir stellen wieder unser Dachzelt auf.

b1041 Pousada do Moinho Camping hat einen kleinen Fluss mit 7 Fällen und den dazugehörigen Pools zum Schwimmen (war zu kalt) - Kopie

b1043

b1044

Der Platz liegt an einem Bach. Die Besitzer sind sehr stolz auf die sieben Kaskaden und machen uns mehrmals mit vielen Gesten darauf aufmerksam.

Die Fahrt nach Cruz Alta führt uns durch eine sehr schöne, abwechslungsreiche Landschaft. Es geht über viele Hügel. Bäume und Büsche stehen im saftigen Frühlingsgrün und viele blühen bereits.

 

Die nächste Nacht verbringen wir im Hotel Executivos in Cruz Alta in Brasilien. Ein sehr angenehmes Hotel am Rande der Stadt. Für die Preise die hier verlangt werden könnten wir in der Schweiz kaum in einer Berghütte im Massenlager übernachten.

Da Iguazu auf unserer Strecke nach Paraguay liegt, entscheiden wir uns kurzfristig nochmals die Fälle zu besuchen. Wie wir Schweizer halt so sind, übernachten wir auch wieder im gleichen Hotel wie bei unserem ersten Besuch.

b1053

b1077

b1081

Die Fälle sind auch beim zweiten Mal wieder sehr eindrücklich. Es scheint uns, dass sogar viel mehr Wasser fliesst. Wir sehen viele kleine Nebenfälle.

b1058

b1066

 

b1055

Die Bootsfahrt unter die Fälle ist sehr beliebt und für viele Leute ein Höhepunkt. Wir fanden die Idee nicht so toll und haben darauf verzichtet.

b1076

b1054

Iguazu liegt im Dreiländereck Argentinien/Brasilien/Paraguay. Um von der argentinischen Seite der Fälle nach Paraguay zu kommen fährt man durch die brasilianische Stadt Foz de Iguazu. Man muss sich jedoch nicht in Brasilien melden. Der Grenzübertritt findet erst in Paraguay statt. Es war für uns etwas verwirrend, ist jedoch nach einer Stunde Fahrt, in einer Kolonne die sich nur zentimeterweise bewegte, zur Grenze auch überstanden.

Zweiter Teil unserer Südamerika Reise

Am 3. September verlassen wir die Schweiz. Wir fliegen wieder nach Montevideo wo im Paraiso Suizo bei Heinz und Silvia unser Frosch auf uns wartet.

b1009 Silvia beim SMS-len     b1014 man sieht ihm noch die gehabte schwere Grippe an

Während unseres Aufenthalts in der Schweiz hat der Frosch neue Reifen bekommen. Ein gründlicher Service und eine neue Kupplung bewirken nun, dass er wieder wunderbar läuft. Das alles wurde von Heinz und Silvia organisiert. Vielen Dank!

Bei unserem letzten Besuch im Paraiso Suizo haben wir halb im Scherz versprochen, dass wir ein “Würstlibuden” Fest bei unserem nächsten Besuch veranstalten werden. Wenn wir etwas versprechen, halten wir es auch! Alle anwesenden Reisenden waren natürlich eingeladen. Es waren ein deutsches und ein französisches Paar, sowie ein schweizer Paar mit ihrem Sohn.   Hier der Beweis:

b1002

b1006 alle ander Camper kamen zum Aperoplausch mit Wienerli und gutem Brot von Heinz

b1008

Am nächsten Tag geht die Reise nun ernsthaft los. Wir fahren Richtung Brasilien. Noch ein letzter Stopp im Parco Santa Teresa.

In diesem Park, der auch ein riesiger Zeltplatz ist, steht eine Festung. Sie war im 18. Jahrhundert stark umkämpft. Abwechslungsweise herrschten hier die Spanier und die Portugiesen.

b1021

b1023

b1024 schlechte Aufenthaltsräume hatten die jeweiligen Besitzer sicherlich nicht

b1031 der Panzerschrank mit den Kriegsvermögen     b1032 das Schloss , welches zu damaligen Zeit nicht leicht zu öffnen war

Der Tresor wo wahrscheinlich der Sold aufbewahrt wurde. Es muss ein aufwändiger Schlüssel gewesen sein, der in dieses Schloss passte.

b1027 die Kirche die zum Fort gehört

b1028 ein rundblich durch den Innenhof des Forts

Wir fahren weiter Richtung Norden und werden heute, 8.9.2018, die Grenze nach Brasilien überqueren.