Unsere Reise beginnt am 13. Mai 2022

Nachdem wir nun wieder glücklich mit unserem Frosch vereint sind kann unsere Reise erst wirklich beginnen.

Natürlich muss erst eingekauft werden. Vor allem benötigen wir Lebensmittel. In Baltimore haben wir einen schönen Supermarkt „Sprout Farmers Market“ gefunden. Wir decken uns mit allem ein, von Gemüse über Gewürz bis Fleisch und natürlich Guetzli. Mit zwei grossen, vollen Taschen beladen verlassen wir den Laden und machen uns auf den Weg zu unserem ersten Campingplatz, Merry Meadows.

Wir werden überaus freundlich empfangen. Sofort wird uns angeboten unsere Gasflasche zu füllen, obwohl der Besitzer nicht sicher ist, dass die Anschlüsse passen werden. Franz ist jedoch gut vorbereitet, alles passt.

Wir packen den Frosch reisefertig und freuen uns, das erste Mal in „unserem Bett“ schlafen zu dürfen.

Der Besitzer des Campingplatzes plaudert längere Zeit mit uns und erzählt, was alles neu ist. Vor allem ist er stolz auf einen „Drohnenparkur“, den wir uns angesehen haben. Die Aufgabe besteht darin, dass von einem Standpunkt aus verschiedene Punkte angeflogen werden müssen und durch „Tore“ geflogen wird. Er verspricht sich mehr „fun“ für seine Sommergäste.

Aber er ist auch sehr der Vergangenheit verpflichtet. Das sieht man an seiner Sammlung von alten Traktoren.

Unsere Fahrt führt weiter nordwärts. Wir fahren Richtung Kanada. Noch fehlen uns einzelne Ausrüstungsgegenstände. Beim Woodlands Campground finden wir ein verständiges Ehepaar, das uns den Weg zum nächsten Hardwarestore beschreibt. Wir brauchen einen Stecker, den wir direkt an die amerikanischen und kanadischen Steckdosen anschliessen können. Auch fehlt uns ein Abwasserschlauch für die direkten Anschlüsse ans Abwasser. Beides finden wir und sind wieder ein Stück besser „nordamerikatauglich“.

Wir fahren am nächsten Morgen weiter zum Lake Erie. Da finden wir einen Zeltplatz direkt an der Marina. Es ist nicht viel los, das Wetter ist mehrheitlich trübe, Wir machen noch einen kleinen Spaziergang zum Pier.

Am Abend wird eine Mondfinsternis zu sehen sein. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Leider hat dann aber kräftiger Regen eingesetzt. Die Mondfinsternis hat, auch ohne dass wir sie gesehen hatten, stattgefunden.

Vollmond ohne Finsternis.

Morgen wollen wir über die Grenze nach Kanada fahren.

 

 

Baltimore 8. – 13. Mai

Wir sind mit dem Bus von New York her kommend in Baltimore abends um 8 Uhr angekommen. Die Busstation liegt etwas ausserhalb der Stadt. Weit und breit kein Taxi in Sicht.

Neben uns steht ein Herr, der ebenfalls nach einer Fahrgelegenheit ausschaut. Ein weiterer Mann nähert sich uns und fragt ob wir in die Stadt wollen. Ja, das möchten wir. Thomas, ein privater „Transportunternehmer“, so nennt er sich, fährt uns erst zu unserem Hotel und den anderen Herrn dann weiter nach Hause. Im Best Western Hotel haben wir gebucht. Hier werden wir auf das Schiff „Atlantic Sky“ warten.

Heute, am Montag, 9. Mai, berichtet der Vesselfinder, dass unser Frosch am 10. Mai im Hafen von Baltimore ankommen soll. Wir haben also sicher noch zwei Tage um uns Baltimore anzusehen.

Das Hotel führt einen Shuttle-Service zum „Inner Harbor“, dem alten Hafen mitten in der Stadt. Das Areal wurde zur Fussgängerzone umgestaltet.

Wir machen einen Spaziergang um das Hafenareal. Strassenmusikanten beleben die Szene neben einigen Restaurants und natürlich Souvenirläden.

Im Hafencafe geniessen wir ein feines Essen und lassen uns dann wieder zurück zum Hotel chaufieren.

Am Dienstag besuchen wir das sehenswerte Aquarium , ebenfalls am alten Hafen.

Nach der Besichtigung machen wir es uns gemütlich auf einer Restaurantterrasse mit schönem Ausblick auf den Hafen.

Morgen, Mittwoch, soll die Atlantic Sky endlich in Baltimore einlaufen. Wir haben also noch einen Tag um noch mehr von der Stadt zu sehen.

Auf den Federal Hill Park steigen wir also am Mittwoch. Hier stand einst ein grosses Fort.

Aussicht vom Park auf den Hafen und die Stadt Baltimore.

Diese Elektroinstallationen erinnern an Südeuropa.

Zurück im Hotel erreicht uns die Nachricht, dass unser Auto morgen abholbereit sei. Wir freuten uns sehr. Franz bestellte ein Taxi, das ihn am Donnerstag um 8 Uhr zum Hafen fahren sollte. Nach fast einer Stunde Wartezeit und einigen Telefonanrufen an den Taxihalter, hat er um ca. neun Uhr, ein anderes Taxi bestellt. Das kam dann auch an und brachte ihn endlich zum Hafen.

Mit einem langen Gesicht kam er vom Frachthafen zurück. Pride International hat uns, und auch alle anderen Reisenden die auf ihr Auto warteten, enttäuscht. Der Hafeneskort – Service liess Franz wissen, dass das Auto frühestens morgen, evtl. aber auch erst am Montag freigegeben werde. Wir sollen doch am Freitag Morgen nachfragen.

Entäuscht und frustriert machen wir uns wieder auf den Weg in die Stadt. Diesmal buchen wir eine Hafenrundfahrt.

Domino, die grösste Zuckerfabrik Nordamerikas. Täglich fahren hier mehrere mit Zuckerrohr beladene Frachtschiffe vor.

Aussicht auf den Yachthafen und die goldenen Türme der Orthodoxen Kirche.

Auf diesen Tanks sind berühmte, aus Baltimore stammende Sportler abgebildet.

Der wohl bekannteste, der Schwimmer Michael Phelps.

Endlich, am Freitag, 13. Mai (!) kann Franz unseren Frosch im Hafen abholen. Diesmal macht er sich zu Fuss auf den etwa 2,5 km langen Weg. Das Warten gestern will er sich nicht nochmal antun.

New York 6. – 8. Mai

Morgens um 9 Uhr, bei misslichem Wetter, sind wir in der Union Station in Washington in einen Greyhound Bus gestiegen.

Die ganzen vier Stunden der Reise gab der Scheibenwischer ein pfeifendes Geräusch von sich. Hin – Pfiff – her – Pfiff und so fort!

Hinter dem Regenvorhang taucht nach vier Stunden Fahrt die Skyline von New York auf.

Unsere Chaufeuse hat uns trotz misslichem Wetter sicher und pünktlich nach NY gebracht.

Eine Taxifahrt bringt uns zum Hotel am westlichen Ende des Central Parks. Wir haben Hunger und unser Hotel hat kein Restaurant. Also machen wir uns, trotz Regen, auf zu einem Spaziergang. Die ersten Eindrücke von NY sind sehr feucht.

Wir lassen uns die Laune nicht verderben. Bei einem Vietnamesen geniessen wir ein feines Nachtessen.

Wir sind ziemlich froh, dass unser Hotelzimmer auf den Hinterhof hinaus gerichtet ist. Auf der Central Park West Strasse herrscht ständig reger Verkehr. Die Polizei kann scheinbar nicht ohne Blaulicht und Sirene fahren.

Wir erwachen am Freitag bei strömendem Regen. Etwa eine Stunde lang hoffen wir auf trockenes Wetter. Leider vergeblich! Wir müssen raus, der Hunger und auch die Langeweile im Hotelzimmer treiben uns auf die Strasse. Sehr schnell merken wir, dass unsere leichten Regenjacken (die ganz wasserfesten sind im Frosch auf dem Meer) uns nicht genügend gegen den heftigen Regen schützen. Wir kaufen uns Schirme. Doch auch das ist nicht wirklich eine gute Lösung. Der Wind bläst uns den Regen trotzdem ins Gesicht und auf unsere nicht  ganz wetterfesten Kleider.

Wir finden ein gemütliches Lokal für unser Frühstück. Das geniessen wir ausgiebig, nur schon weil es hier drinnen warm und gemütlich ist. Mit nur einem kleinen Umweg gehen wir zurück zu unserem Hotel. Alles ist so ziemlich nass und wir müssen uns erst umziehen.

Für ein paar Stunden vertreiben wir die Zeit mit Blog schreiben und lesen. Doch wir sind in New York und möchten natürlich etwas von der Stadt sehen. Es regnet aber immer noch. Und wie, die Strasse vor dem Hotel ist ein Bach! Trotzdem wollen wir hinaus. Wieder ist der Hunger sicher einer der Hauptgründe. Schon am Morgen haben wir nicht allzu weit vom Hotel eine schöne Osteria gesehen. Soweit sollten wir, mit Schirmen bewaffnet, noch einigermassen trocken kommen.

Wir haben es geschafft und ein sehr feines Nachtessen genossen. So endete dieser Tag doch noch mit einer versöhnlichen Note. Auch, weil der Wetterbericht für morgen trockenes Wetter angekündigt hat.

Tatsächlich! Der Himmel über New York ist bewölkt, aber es regnet nicht mehr!

Weil wir gestern nicht viel unternommen haben, ist unser Programm heute ziemlich voll. Als erstes nehmen wir den Fussweg von unserem westlichen Punkt des Central Parks bis zum unteren Ende in Angriff. Zur Sicherheit packen wir aber unsere Schirme ein.

Der Eingang zum Park liegt gegenüber von unserem Hotel.

Im Park hat man sofort das Gefühl irgendwo auf dem Land zu sein. Über kleine Brücken und Wege durch den Wald und über Hügel spaziert man durch die grüne Landschaft.

Über dem Reservoirsee im Park sieht man die Skyline von New York.

Was vor allem auffällt an diesem Sonntagmorgen im Park: New York joggt! Hunderte Läufer sind unterwegs, zum Teil auf eigens dafür bezeichneten Strassenabschnitten.

Es gibt aber auch viel Natur im Park. Er ist wirklich eine grüne Oase in dieser riesigen Stadt.

Noch ein kurzer Blick auf das schöne, alte Karussell bevor wir uns in die Strassenschluchten von NY stürzen.

Mit dem Bus machen wir eine kleine Rundfahrt durch Manhattan.

Das alte Gebäude der nationalen Post. Über den Säulen ist der Spruch: Neither snow nor rain nor heat nor gloom of night stay these couriers from the swift completion of their appointed rounds. (Weder Schnee noch Regen noch Hitze oder die Dunkelheit der Nacht bremst diese Kuriere in der zügigen Erfüllung ihrer Runden.) Oft wünscht man sich, dass dieser Leitfaden auch in der heutigen Schweiz noch Gültigkeit hätte.

Waren die Sohlen durchgelaufen?

Über diese Brücke rattern Züge mit höllischem Lärm. Wir hoffen, dass niemand in der Nähe wohnen muss.

Natürlich haben wir auch den Times Square besucht.

Dieser Platz pulsiert! Der Lärm ist unvorstellbar. Töne der verschiedenen Strassenmusikanten, Bravorufe für die Artisten, die ihre Kunststücke auf dem Platz darbieten und darüber die vielen Leute in allen möglichen Sprachen parlierend, die Farben und Töne der riesigen, blinkenden, tönenden Reklametafeln.

Man muss es erlebt haben und ist dann doch wieder froh, in eine ruhigere Strasse abbiegen zu können.

Leider ist unser Aufenthalt in New York damit schon wieder zu Ende. Wieder mit einem Bus fahren wir noch heute bis Baltimore.

Abreise in die USA 3. Mai 2022

Am 3. Mai fliegen wir nach Washington. Ein ereignisloser Flug. Wir quartieren uns im Hotel Beacon, mitten in der Stadt, ein.

Aussicht aus unserem Zimmer.

Der Himmel ist bewölkt, aber für einen ersten Bummel durch die Stadt gerade richtig. Wir spazieren durch die nähere Umgebung unseres Hotels bis zum nahe gelegenen Weissen Haus. Vor allem suchen wir ein Restaurant. Der Flug hat uns durstig und auch hungrig gemacht und, obwohl es erst ca. fünf Uhr nachmittags ist hier in Washington, sind wir müde. In einem japanischen Restaurant essen wir ein paar Reisrollen. Gemütlich gehen wir zurück zum Hotel und gehen recht früh ins Bett.

Wir setzen am nächsten Tag auf unsere bewährte Strategie. D.h. wir nehmen einen Hop-on Hop-off Bus um erste Eindrücke der Stadt zu sammeln.

Dieses Gebäude ist die alte Post. Von Donald Trump gekauft, wurde daraus ein Trump Hotel.

Eingangstor zu Chinatown.

Die ersten Eindrücke:

Die Innenstadt besteht aus Verwaltungsgebäuden, Hotels, Restaurants, Monumenten und Kriegsdenkmälern. Praktisch jeder ehemalige Präsident des 19. Jahrhunderts ist in einem Monument verewigt. Die Monumente sind gross und meistens pompös. Das weisse Haus ist hinter all den Abschrankungen kaum zu sehen. Der amerikanische Präsident muss sich scheinbar sehr vor seinem Volk schützen.

Die Tour haben wir beim Lincoln Memorial kurz unterbrochen. Die Fahrt auf dem Oberdeck des Buses war interessant. Der Wind war nicht immer angenehm und machte das Ganze zu einer eher kühlen Erfahrung. Zum Abschluss gönnten wir uns einen Drink in einem der zahlreichen Restaurants.

Am nächsten Tag, unser Hotel serviert kein Frühstück, machen wir uns zuerst auf die Suche nach einem gemütlichen Café. Das Vienna Coffee House ist gemütlich und der Kaffee gut. Dies erleichtert uns den Start in den Tag. Der Himmel ist auch heute bewölkt. Die Temperatur liegt bei angenehmen 19°.

Als erstes spazieren wir zum Washington Monument. Ein Obelisk der 179 Meter hoch ist. Etwa im unteren Drittel sieht man, dass verschiedene Steine verbaut wurden. Dann ging dem Staat das Geld aus und der Bau wurde vorläufig eingestellt. 25 Jahre später wurde der Obelisk fertig gestellt. Es wird geschätzt, dass er ca. 80’000 Tonnen schwer ist.

Von hier aus geht der Blick über den Reflecting Pool zum Lincoln Monument und auf der anderen Seite zum Capitol.

Das Lincoln Monument.

Blick vom Lincoln Monument zum Obelisken und

vom Obelisken zum Lincoln Monument.

Wir spazieren vorbei am alten Smithonian Institut und besuchen kurz den Smithonian Garden mit den vielen Pflanzen aus aller Welt.

Auf dieser Seite ist das Capitol eingerüstet.

Die andere Seite des Gebäudes. Der Bau repräsentiert gut die Grösse der USA. Die Flaggen stehen auf halbmast. Wir fragten einen Polizisten warum das so sei. Er wusste es auch nicht so recht. Er meinte, dass einige Senatsmitglieder kürzlich verstorben seien und die Flaggen am Freitag wieder ganz aufgezogen würden.

Wir spazieren der National Mall entlang zurück.

Ein Gebäude wird renoviert und aufwändig verhüllt.

Auch dieser kleine Park entlang der Mall ist sehenswert.

Mitten im Grün ein Baum aus Stahl.

Perspektiven.

Aus diesen Fahrzeugen werden die hungrigen amerikanischen Touristen verpflegt, meistens mit Pizza, Bagel oder ähnlichem und natürlich grossen Bechern Süssgetränken. Wir haben eine Pizza probiert und sind nun geheilt.

Noch ein Bild eines bemerkenswerten Gebäudes, das mit einer Fassade aus Metall eingehüllt ist.

Das Gebäude beherbergt das National Museum of African American History and Culture.

Wir haben uns müde gelaufen und kehren für etwas Ruhe ins Hotel zurück. Zum Nachtessen finden wir ein gemütliches Lokal und geniessen Tapas und ein Glas Wein.

Morgen fahren wir mit dem Greyhound Bus nach New York.

Reisevorbereitung für unsere Reise 2022

Endlich dürfen wir wieder reisen. Wir bereiten eine Reise durch USA und Kanada vor. Unser Frosch wird wieder auf Vordermann gebracht. Franz bringt verschiedene kleine und eine grössere, Änderung an. Wir bekommen neue, komfortablere Betten. Unser Auto wird bepackt und für die Schiffsreise bereitgestellt. 

Ein sicherer Platz für unsere Velöli und die Kamera (orange Röhre)wurde geschaffen.

Ein weiterer Schrank für die elektrischen Ausrüstung, angepasst für die Anforderungen in den USA.

Anreise nach Hamburg 

Am 10. April fährt Franz los. Mit einer Übernachtung in Deutschland kommt er am 11. April im Hamburger Hafen an. Unser Frosch wird hier auf die Atlantic Sky geladen. Auf dieser Reise dürfen leider keine Passagiere mitreisen.

Bald erfahren wir, dass das Schiff verspätet in Hamburg abfährt und folglich auch verspätet in Baltimore, wo unser Auto ausgeladen werden soll, ankommen wird. 

Wir haben einen Flug nach Washington am 3. Mai gebucht. Da wir also einige Tage vor unserem Auto ankommen werden, planen wir unseren Aufenthalt für die ersten Tage in den USA. Diskutiert werden je ein Aufenthalt in Washington und New York und dann die Wartezeit in Baltimore.