Von den Blue Mountains fahren wir wieder der Küste zu. Der schnellste Weg würde zurück über Sydney führen. Wir wollten jedoch nicht den gleichen Weg zweimal machen. Gemütlich fahren wir über kleinere Nebenstrassen. Zweimal müssen wir eine Fähre benützen um über den Fluss zu kommen. Diese kleinen Fähren werden vom Strassenamt betrieben und sind gratis zu benützen.
Port Stephens ist der nächste Stopp an der Küste. Wir haben den kleinen Berg Tommaree erklommen um die fantastische Aussicht zu geniessen.
Dieser Goanna, eine Echse die ca. 50cm lang wird, sonnt sich auf einem Baum auf dem Gipfel des Tommaree.
Auch diese spezielle Blume entdeckten wir bei unserem Aufstieg.
Weiter der Küste entlang wo wir in Manning Point bei einem Spaziergang am Strand schöne Steine gesammelt haben.
Zwei weitere schöne Buchten und somit auch zwei weitere Stopps führen uns zur Grenze von Queensland.
Auf dem Campingplatz von South West Rocks bekamen wir Besuch von diesen neugierigen Kerlen.
Unsere letzte Station in New South Wales ist Yamba.
Am nächsten Morgen werden wir weiter fahren nach Brisbane. Wir werden uns ein paar Tage dort umsehen. Auch haben wir von Bruno die Adresse von seinen Freunden in Brisbane erhalten. Wir werden ihnen wenn möglich einen Besuch abstatten.
Wir fahren der Limestone Küste entlang bis Port Campbell. Viele faszinierende Gebilde türmen sich aus dem Wasser.
Immer wieder halten wir an um die seltsamen Formationen zu bewundern. Am Abend erreichen wir Apollo Bay.
Dieser Ort ist vor allem berühmt, weil sich hier die 12 Apostel aus dem Meer erheben. Leider ist diese Tatsache bis nach China gedrungen. Die Touristen treten sich hier beinahe auf die Füsse.
Trotzdem ist es Franz gelungen ein paar schöne Bilder zu schiessen.
Am nächsten Tage machen wir einen Ausflug in den Otway National Park. Wir befahren den Wild Dog Trail.
Wir wandern ungefähr eine Stunde durch den Regenwald bis zu einem Wasserfall.
Auch hier in Apollo Bay wurden wir vom Wetter nicht verwöhnt. Getröstet hat uns der Koala der mitten im Campingplatz auf einem Baum sass.
Bis an den Stadtrand von Melbourne fahren wir weiter auf der Great Ocean Road. Kurvig, mit vielen schönen Ausblicken auf das Meer.
Melbourne ist geprägt von vielen modernen Hochhäusern. Besonders stolz sind die Einwohner auf ihren Federation Square.
Ganz selten findet man zwischen all diesen modernen Häusern eingeklemmt ein älteres Gebäude. Auch eine Kathedrale befindet sich im Stadtzentrum.
Natürlich haben wir auch den städtischen Markt, Queen Victoia Market, besucht.
Die längsten Bohnen die wir je gesehen haben. Auch Fleisch und Fisch ist im Angebot.
Mit einem alten Tram und einem Sightseeing Bus haben wir viele Eindrücke der Stadt gesammelt. Im italienischen Quartier genossen wir einen super Espresso. Man kann hier übrigens in der ganzen Innenstadt gratis Tram fahren, alle, nicht nur die Touristen.
Nach drei Tagen Stadtleben hatten wir wieder genug. Wir fahren wieder aufs Land!
Von einem jungen Schweizer Paar erhielten wir den Tipp, dass wir Wilson Promontory unbedingt sehen müssen.
Wilson Promontory ist eine Halbinsel in der Bass Straight. Das ganze Gebiet ist ein Nationalpark. Ein riesiger Campingplatz, mit über 500 grosszügigen Stellplätzen ist die einzige Unterkunftsmöglichkeit im Park. In der Hochsaison soll er immer voll sein. Jetzt können wir uns unseren Platz aussuchen. Der Wetterbericht verheisst nichts Gutes. Also stellen wir auch unser Zusatzdach auf.
Wir erwarteten, dass wir am nächsten Tag nur eine kurze Wanderung durch den Park unternehmen könnten. Wir wurden aber positiv überrascht. Zwar war der Himmel überzogen, es regnete jedoch nicht. Also packten wir unsere Regenjacken ein und machten uns auf den Weg. Wir planen eine ca. vierstündige Wanderung über mehrere Hügel und ein Stück den Strand entlang.
Es sieht aus als paddelten diese Leute im Schilf, sie sind jedoch auf dem Fluss.
Im Park tummeln sich viele Vögel. Die Papageien waren besonders frech. Einer hat sogar den Deckel der Büchse mit den Nüssen weggeschoben um an Futter zu kommen.
Abends haben sich zwei Wombats ein Rennen um unser Zelt geliefert. Leider war der Fotoapparat nicht sofort zur Hand. Später, bei seinem Gang zur Toilette, hat Franz plötzlich laut nach dem Fotoapparat gerufen. Ein Wombat drehte gemütlich seine Runden und liess sich auch vom Licht der Taschenlampe nicht stören.
Was auf dem Bild nicht gut zu erkennen ist ist seine Grösse. Er ist eine Fettkugel, ca. 50cm lang und 40cm hoch. Er wiegt etwa 40kg.
Nach drei Tagen fahren wir weiter Richtung Norden. Lake Entrance. Wir haben wieder Wetterglück. Die Abende und Nächte sind jedoch recht frisch. Das Thermometer fällt bis etwa 6°.
Wir haben eine Schifffahrt durch die Lagunen um Lake Entrance unternommen. Die Gegend ist ein bekanntes Feriengebiet für Gäste aus Melbourne und Canberra.
Übrigens, Schwäne sind hier schwarz!
Mallacoota ist unsere nächste Station. Wir fahren immer der Küste entlang Richtung Norden.
Wir machen wieder eine kleine Wanderung, erst durch den Wald, dann den Strand entlang.
Mallacoota ist unsere letzte Station im Staat Victoria. Am nächsten Tag fahren wir nach New South Wales.Wir fragen uns schon was wir diesmal nicht einführen dürfen. Schon von Western Australia nach South Australia und auch nach Victoia durften keinerlei Früchte und Gemüse und kein Honig eingeführt werden. Dasselbe galt auch für die Überfahrt nach Kanguru Island. Die Gesundheitsbehörde befürchtet, dass Schädlinge eingeführt werden. Von Victoria nach New South Wales sollen, so wurden wir informiert, die Gesetze nicht so streng gehandhabt werden. Wir behalten also die Früchte die wir noch haben. Honig haben wir keinen mehr gekauft.
In Ceduna konnten wir endlich einen Standplatz für die Ostertage sichern. Wir wollten aber nicht zwei Wochen am gleichen Platz “hocken” bleiben. Wir beschlossen die Eyre Halbinsel zu erkunden. In Streaky Bay haben wir den ersten Stopp eingelegt. In einem herrlichen Restaurant direkt am Meer genossen wir ein kleines Mittagessen. Die nette Bedienung hat uns auf Sämi aufmerksam gemacht, ein Seehund der gemäss ihren Aussagen täglich zur gleichen Zeit am gleichen Ort liegt. Franz hat ein Foto gemacht. Wir fanden ihn nicht sonderlich attraktiv.
In Elliston befahren wir den Cliff drive way. Der kurze Umweg hat sich wirklich gelohnt. Wunderschöne Klippen und verschiedene Plätze wurden auch noch von Künstlern mit Plastiken verschönt.
Auch einen sehr angenehmen Zeltplatz haben wir gefunden. Franz hat nicht widerstehen können und einen Sonnenuntergang fotografiert.
Weiter immer der Küste entlang fahren wir bis Port Lincoln an der Südspitze von Eyre Peninsula.
Einen Tankstopp mussten wir kurz nach Ellington einlegen. Ein wirklich bemerkenswertes Roadhouse. Eine Tafel beschriftet mit “Security by loaded shot gun” soll Diebe abschrecken.
Wir haben einen schönen Zeltplatz direkt am Meer gefunden. Hier konnten wir Pelikane beobachten die ganz interessiert zusahen wie der Fischer seinen Fang säubert. Sie hoffen sicher auf einen Leckerbissen.
Am Meer entlang haben wir einen langen Spaziergang gemacht. Der Track war markiert und informative Tafeln mit Beschreibungen von Gesteinsarten säumten den schönen Weg.
Wir hatten uns vorgenommen zwei Nächte in Port Lincoln zu verbringen. Leider hat uns das Wetter dann einen Strich durch die Rechnung gemacht. In der Nacht setzte Regen ein. Wir beschlossen unser Zelt noch einen Tag länger stehen zu lassen und haben einen gemütlichen Tag, vor allem mit Lesen, verbracht.
Regendach in Port Lincoln
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Der Vollmond vor Ostern in PortLincoln.
Der Ostküste der Halbinsel entlang fahren wir nach Cowell, dann Inland über Lock bis Wudinna (die Einheimischen sprechen es “Wudna” aus).Hier wollen wir einen Ausflug in den Gawler Ranges National Park buchen. Geoff offeriert uns einen Tagesausflug mit Fahrer durch den Park. Wir haben zugriffen und für Mittwoch nach Ostern gebucht.
Erst aber fahren wir wieder zur Westküste der Halbinsel nach Ceduna. Da wir einen Tag früher als geplant ankommen ist unser gebuchter Stellplatz noch nicht frei. Wir leisten uns für die Nacht eine der hübschen Cabins im gleichen Zeltplatz.
Hier in Ceduna sind praktischer nur Fischer anzutreffen. Neben jedem Wohnwagen steht ein kleines Boot. Die Fischer brechen frühmorgens auf um in der Bucht ihr Glück zu versuchen. Vom Pier aus wird auch nach Krabben gefischt. Unser Nachbar kam um die Mittagszeit mit blauen Krabben vorbei. Leider waren diese schon gekocht und die blaue Farbe hat sich in ein bräunliches Orange verwandelt. Tony, unser Nachbar, hat Franz versprochen morgen die Krabben noch vor dem Kochen vorbei zu bringen. Franz wollte diese gerne fotografieren, da auch er noch nie blaue Krabben gesehen hat.
Ein fangfrischer Squid (Tintenfisch)
Hier an diesem speziell eingerichteten Fischsäuberungs- und Kochplatz wird der tägliche Fang verarbeitet.
So sehen die gekochten Krabben aus. Franz bekam zwei davon geschenkt und hat sich ein feines Nachtessen zubereitet.
Wir haben gemütliche Ostertage erlebt mit Spaziergängen am Meer und Plauderstunden mit Fischern und mit Patrick und seiner Familie aus Illnau, einem Mädchen im Kindergartenalter und Loris, dem vierjährigen Lausbub. Auch Susi und Rob, ebenfalls aus der Schweiz, haben wir auf dem gleichen Platz getroffen.
Am Dienstag sind wir dann zurück nach Wudinna gefahren um am Mittwoch Morgen um 9 Uhr bereit für unseren Ausflug in die Gawler Ranges zu sein.
Rosi, unsere Fahrerin für den Tag, hat uns pünktlich abgeholt. Erst fuhren wir für einen Kaffee zum Camp das Geoff und Rosi aufgebaut haben.
Rosi hat ein kleines Känguru adoptiert das sie als verlassenes Baby in der Nähe der Loge gefunden hat. Sie hat ihn Stony getauft.
Emus im Gawler Park.
Durch wilden Busch und Sanddünen sind wir zu einem Salzsee gefahren. Rosi hat uns die Entstehung des Sees und die umliegenden Gesteinsformationen erklärt.
Im oder auf dem See, oder gar in den Wolken?
Wir haben gelernt, dass es drei verschiedene Arten von Kängurus gibt Hier leben die grossen grauen, die etwas kleineren roten.
Wir hatten auch das Glück einen Wombat, ebenfalls ein Beuteltier, zu sehen.Sie leben in Erdhöhlen, sind mehrheitlich nachtaktiv und so sehr selten zu finden.
Natürlich haben wir auch eine Lunchpause mitten im Busch genossen.
Auch verschiedene Gesteinsformationen prägen den Park. Hier die sogenannten Orgelpfeifen. .
Zurück auf dem Übernachtungsplatz in Wudinna wurde uns noch dieser Sonnenuntergang zum Abschluss eines schönen Tages geschenkt.
Am Donnerstag geht es dann weiter Richtung Outback.
Wir haben einen langen Weg auf Gravelroads durch verlassenes Gebiet ins Outback vor uns.
Einen Übernachtungsstopp im nicht sehr überzeugenden Campingplatz von Glendambo und schon geht es weiter ins trockene Innere von Australien vorbei an vielen Salzseen.
Viehtransporter unterwegs im Outback.
Wir haben schon oft Eisenbahnschienen gesehen, hier jedoch zum ersten Mal einen Zug.
Wir wollen in Roxby Downs übernachten. Rund um das gepflegte Städtchen gibt es Gold, Silber, Kupfer und Uranminen. Leider werden zur Zeit keine Führungen durchgeführt.
Etwa 40 km ausserhalb von Roxby Downs liegt Andamooka, eine Opalgräberstadt. Hier sollen Leute in ihren Minen unter Tag wohnen weil da die Temperatur gleichmässig 22°C beträgt. Uns wurde glaubhaft versichert, dass es im Sommer oft bis zu 50°C warm wird.
Die Ortschaft sieht wirklich zum Fürchten aus. Nur aufgeschüttete Erdhügel wohin man auch schaut. Weit und breit ist kein Baum, Busch oder auch nur ein Grasbüschel zu sehen. Es scheint, dass die ganze Gegend von den Opalsuchern umgegraben wurde.
Wir haben die zwei Besitzer des Bottlestores getroffen. Beide gaben zu, auch gelegentlich nach Opal zu graben. Hauptsächlich leben sie jedoch von ihrem Laden und dem angeschlossenen “Hotel”. Voller Stolz zeigen sie uns ihre Schätze. Wir haben hier vernommen, dass Opale erst nach einer Behandlung, welcher Art wurde uns nicht verraten, ihre typischen Farben zeigen.
Links der behandelte, rechts der unbehandelte Stein. Der kleine, unscheinbare Stein, hat der Besitzer am Strassenrand gefunden. Der Stein ist ca. 2500 australische Dollar wert.
Auf der Strasse haben wir nur eine einzige Person getroffen. Einen richtigen “Hilly-Billy” mit einem breiten Lachen im Gesicht das uns zeigte, dass er nur noch etwa vier Zähne hat. Dabei haben wir sein Alter nur auf 35-40 Jahre geschätzt.
Hier in Andamooka gibt es den Begriff “public nooling place”. Es handelt sich dabei um ein Gebiet in dem sich jedermann als Opalsucher ganz nach Lust und Laune betätigen kann. Es soll sogar schon Leute gegeben haben die dabei Erfolg hatten.
Auf dem schönen Platz in Roxby Downs, herrlich grün nach dem Besuch in Andamooka, waren wir ganz alleine.
Wir verlassen die grüne Oase. Wieder fahren wir einen Tag lang durch staubtrockenes Gebiet. Nur hie und da gab es ein Lebenszeichen, ein einsames Haus und, wie man auf den Bildern unten sieht, wohnen in dieser Einöde auch kreative Leute.
Dieses Auto ist wohl schon seit längerer Zeit hier parkiert. Entdeckt bei einer Rast.
Am nordöstlichen Rand von Südaustralien, im Hinterland von Adelaid zwischen Salzseen, erstreckt sich die Flinders Range. Ein Höhenzug dessen höchster Gipfel etwa 1200 MüM liegt. Das ganze Gebiet wurde als Nationalpark ausgeschildert.
Wir haben drei Tage in den Flinders Ranges auf einem schönen Campingplatz mitten im Wald verbracht.
Viele uns unbekannte Vögel beleben die Gegend. Vorwitzig waren jedoch vor allem die Raben, die furchtlos um unsere Füsse ihre Nahrung pickten und dann mit riesigem Geschrei wieder davon stoben. Mit einem Aborigine Führer und seiner Frau unternahmen wir eine kleine Wanderung. Er hat uns von seinen Vorfahren und ihrer Lebensweise und von deren Glauben erzählt. Auch davon wie sein Volk von Missionaren gequält wurde. So wurden zum Beispiel Kinder, Frauen und alte Leute in einem Dorf zusammen gehalten. Die jungen und arbeitsfähigen Männer mussten das Dorf verlassen. Auch den heiligen Berg in den Flinders Ranges hat er uns gezeigt. Nie würde ein Angehöriger seines Volkes diesen Berg besteigen, da der Berg die Leute behält. Viele Touristen seien dem bösen Geist dieses Berges schon erlegen.
Der Onkel unseres Führers hat einen Unterstand gebaut, sowie seine Vorfahren sie auf ihren Streifzügen durch das Land jeweils errichteten. Er ist noch einer der wenigen der diese Kunst noch beherrscht.
in diesem Nationalpark gibt es auch eine Forschungsstation die das Leben der Possum erforscht. Die kleinen Beuteltierchen werden in einer Falle gefangen und mit Ortungshalsbändern versehen.
Wir verlassen die Flinders Range und fahren einem der grössten Weingebiete Australiens entgegen, dem Barossa Valley. Schon auf der Fahrt nach Nuriootpa sehen wir viele Rebgebiete. Mitten im Barossa Valley campieren wir. Ein Ausflug führt uns ins nur etwa 70 km entfernte Adelaide. Wie immer auf unseren Reisen hat uns auch hier der grosse Central Market magisch angezogen.
Wir haben uns mit frischem Gemüse, knusprigem Brot und Köstlichkeiten wie eingelegte Tomaten, Käse und schönen Früchten eingedeckt.
Für den nächsten Tag buchten wir eine geführte Tour durch das Weingebiet. Chris, unsere Führerin, wusste nicht nur sehr viel über Wein, sondern konnte uns auch verschiedene Familiengeschichten der ersten Weinbauern erzählen. Mehrere Degustationen später sind wir beladen mit einigen Flaschen Wein, Käse, Pasteten und getrockneten Früchten zu unserem Zelt zurück gefahren worden.
Chris hat betont, dass hier vor allem Deutsche Siedler ihre Zelte aufschlugen. Davon zeugen viele deutsche Ortsnamen wovon einige während des zweiten Weltkriegs umbenannt wurden und auch eine der wenigen Kegelbahnen Australiens. Viele ältere Leute in der Gegend sprechen noch ein altertümliches Deutsch.
Die ältesten Rebstöcke in der Gegend sind erwiesenermassen 175 Jahre alt. Diese werden auch heute noch nicht an Drähten aufgebunden. Sie wachsen sehr niedrig, fast dem Boden entlang. Hier werden die Trauben noch von Hand geschnitten. Die Winzer müssen sich dabei ordentlich bücken und sind froh, wenn sie an einem Tag eine der langen Reihen abernten können.
Zum Abschluss ein Rundblick über das Barossa Valley.
Von Port Jervis nach Penneshaw auf Känguru Island führt eine Fähre in etwa 45 Minuten übers Meer.
Die Insel ist ca. 200km lang und etwa 70km breit. Wir sind der Südküste entlang gefahren bis kurz vor den Flinders Chase (ja, hier gibt es viele Flinders) National Park. Auf einem grosszügigen Platz haben wir unser Zelt aufgestellt. Wir wollen drei Tage auf der Insel bleiben.
Gegen Abend bekamen wir Besuch von einem Schnabeligel. Das Tier ist etwas grösser als unsere Igel und die Stacheln sind länger und dicker. Auch einige Vögel wollten die Neuankömmlinge sehen.
Obwohl das Wetter uns etwas im Stich liess, haben wir einen Ausflug zur Seal Bay gemacht. Die Seelöwen waren nicht sehr aktiv. Ein bisschen Kratzen war die grösste Bewegung.
Das von der grössten Bewegung und dem Kratzen gilt auch für die Koalas die wir am nächsten Tag auf einem Spaziergang durch den Busch entdeckt haben. Man muss wirklich sehr genau in die Baumwipfel schauen um die kleinen, reglosen Kerle zu sehen.
Beim Rundgang um die Lagune hat Franz diese Bilder geschossen.
Dem Mitglied des Pilzvereins sind natürlich auch die eigenartigen Pilze die überall auf der Insel am Strassenrand wachsen aufgefallen. Es war aber gerade kein Pilzexperte in der Nähe um eine Bestimmung vorzunehmen.
Der Aufenthalt auf der Insel war durch häufigen Nieselregen etwas getrübt. An einem Abend hatten wir soeben unser Nachtessen gekocht, wohlgemerkt im Trockenen. Gerade wollten wir uns zum Essen hinsetzen, als der Regen wieder anfing. Also haben wir den Tisch kurzerhand ins Zelt gestellt und so unser Essen im Trockenen genossen.
Wie man sieht, die Begeisterung hält sich in Grenzen!
Eindrucksvolle Bilder von Känguru Island.
Wir machen uns auf den Weg zurück aufs Festland. Das grosse Kreuzfahrtschiff konnte nicht in den kleinen Fährhafen einfahren. Die Passagiere wurden mit Taxibooten zum Landgang gefahren.
Franz wurde vom Kapitän eingeladen die Hafeneinfahrt von der Brücke aus mitzuerleben.
Durch die Adelaide Hills fahren wir bis zum Lake Albert. Hier haben wir zwei gemütliche Tage verbracht. Das Wetter war um einiges besser, jedoch wie hier im Süden üblich abends recht kühl.
Wir wurden von unserer Nachbarin zum Apero eingeladen. Voller Stolz hat sie uns ihren kleinen Anhänger gezeigt.
Wir fahren der rauen Küste entlang und dann wieder in südlicher Richtung.
Unten das riesige Wahrzeichen eines Fischerdorfes.
Etwas Inland liegt Mount Gambier, ein vulkanisches Gebiet. Berühmt ist der Ort für seinen blauen Kratersee. Der See wird im November innerhalb weniger Tage ganz blau. Gegen Ende März bis ungefähr Mitte April verliert er seine blaue Farbe und bleibt bis zum nächsten November grau. Die Ursache für diese Verfärbung ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Am 22. Februar sind wir in Zürich ins Flugzeug gestiegen. Mit einem Zwischenstopp in Abu Dhabi sind wir nachmittags, 23. Februar, in Perth gelandet.
Unser B&B in Perth
Sofort haben wir uns ein Taxi gemietet und sind zu Lou Valsecchi, dem Agenten der den Container mit unserem Auto entgegen genommen hat, gefahren. Es war wichtig, dass er so bald wie möglich das Original unseres Carnets erhält. Am Donnerstag wurde das Auto von der Zollbehörde inspiziert. Unsere mitgeführten Antibiotika waren den Zöllnern ein Dorn im Auge und wurden konfisziert. Am Freitag stand dann die Inspektion der Quarantäne Behörde an. Viele Berichte im Internet berichten Schauergeschichten über diese Behörde. Vielleicht hatten wir einfach Glück, oder unser Auto war tatsächlich so sauber, dass die Inspektoren nichts zu beanstanden hatten.
Wir freuten uns schon darauf nun endlich losfahren zu können. Lou hat uns jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass wir nun noch eine Haftpflichtversicherung für unser Auto benötigen. Damit verbunden ist die Vorführung des Autos. Leider konnten wir keinen Termin am Freitag mehr erhalten und mussten uns wohl oder übel bis Montag gedulden.
Wir hatten von Dienstag bis Freitag genügend Zeit um uns in Perth umzusehen. Eine moderne, lebhafte Stadt, die eher kühl wirkt.
Auch eine Rundfahrt mit einem Sightseeing Bus haben wir unternommen. Schon nach kurzer Zeit mussten wir vom Oberdeck ins Innere des Buses wechseln. Es wurde oben einfach zu heiss.
Eines der wenigen erhaltenen Häuser aus dem 19. Jahrhundert.
Der Sohn von Peter, ein guter Freundes aus unserer Zeit in Südafrika, hat uns eingeladen das Wochenende bei ihm, Herbert, und seiner Frau Kathrin und Sohn Christopher zu verbringen. Wir wurden am Samstag von Herbert in Perth abgeholt und von der ganzen Familie äusserst freundlich aufgenommen. Sie zeigten uns die hübsche Gegend um Port Kennedy.
Herbert hat uns dann am Montag Vormittag wieder nach Perth gefahren. Wir begaben uns nun zur Autoprüfstelle und anschliessend zum Büro der Transport Association wo uns die Haftpflichtversicherung ausgestellt wurde.
Endlich können wir nun frei mit unserem Frosch in Australien reisen.
Noch eine Nacht haben wir bei Herbert und seiner Familie verbracht. Herzlichen Dank an Herbert und Kathrin für die grosszügige Gastfreundschaft. Wir würden uns freuen, euch in der Schweiz zu treffen.
Am Montag sind wir in Richtung Süden gestartet. Wir wollen es zum Anfang gemütlich nehmen und haben uns schon nach ca. 60km in Bunburry einen Campingplatz gesucht. Wir wollten sehen ob wir alles in Ordnung haben und unser Zelt wie gewohnt in Ordnung ist.
Nur ein kurzer Spaziergang durch die kleine Stadt gab uns die ersten Eindrücke von Australien.
Nach einem Ruhetag geht es weiter. Wir fahren durch den Ludlow Tuart Forest, der für seine hohen Bäume berühmt ist.
Auch diesmal nur eine kurze Strecke bis Busselton. Hier wollen wir die 1,8 km lange Jetty besichtigen. Ein kleiner Zug fährt auf dem Steg
Ganz am äusseren Ende der Jetty kann man einen Unterwassertank besuchen. Auf verschiedenen Etagen bis zum Grund des Meeres, hier ca. 8 Meter, sieht man durch viele Fenster direkt ins Meer. Korallen, Fische und andere Unterwasserlebewesen können beobachtet werden. Franz hat gesagt es sei fast wie tauchen.
Von Busselton aus haben wir einen Tagesausflug nach Margaret River gemacht. Das ganze Städtchen besteht praktisch nur aus der Hauptstrasse. Wir haben einen Italiener gefunden der uns richtigen Espresso servierte.
Weiter fahren wir zum Leeuwin Leuchtturm. Hier treffen der Indische Ozean und der Südpazifik aufeinander. Wir sind die ganzen 176 Stufen bis zur Leuchtturmspitze hochgestiegen. Im Gegensatz zum Kap der Guten Hoffnung ist hier das Aufeinanderprallen der Meere nicht so gut sichtbar. Jedoch, gemäss unserem Führer, ist die Küste hier genau so gefährlich. Immer wieder sanken hier Schiffe. Der Leuchturm wird heute elektrisch befeuert. Früher mussten die drei Leuchtturmwärter das zur Feuerung nötige Kerosin täglich bis zur Leuchtturmspitze hoch schleppen.
Es wurde uns empfohlen auf dem Rückweg nach Busselton noch die Höhlen zu besichtigen. Entlang der Küste hier gibt es verschiedene Höhlen die jedoch nicht alle für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Wir sind keine Höhlenforscher, also haben wir uns auf die Jewel Caves beschränkt.
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derselbe Kristall mit anderem Licht durchstrahlt
Am Montag war ein Feiertag. Das war uns nicht bewusst. Es scheint,, dass alle Bewohner von West Australien für das lange Wochenende an die Küste gefahren sind. Alle Campingplätze waren überfüllt. Durch das Entgegenkommen der Leitung des Mandalay Holiday Resorts konnten wir 4 Tage auf einen Reserveplatz, eigentlich der Bootsparkplatz, bleiben. Der Campingplatz liegt direkt am Meer. Wir haben lange Strandspaziergänge gemacht und so die Zeit genutzt.
Auch noch zu erwähnen ist, dass in den Bäumen auf dem Campingplatz viele weisse Papageien wohnen. Sie sind hübsch anzusehen, machen aber einen Heidenlärm. Ausserdem haben einige von ihnen unser Zelt als Toilette benutzt.
Mit einem Schlauch haben wir die Spuren wieder entfernt.
Mit einem Übernachtungsstopp in Walpole, wo wir auf dem Zeltplatz unser erstes Känguru fotografieren konnten, sind wir weiter Richtung Süden bis nach Albany gefahren.
In dieser Gegend stehen Riesenbäume und da es häufig sehr trocken ist kommt es im Sommer auch oft zu Waldbränden. Um diese rechtzeitig zu entdecken wurde eine Feuerwache organisiert. Die Wächter sind auf in den Baumwipfeln montierte Plattformen gestiegen. Der Aufstieg über die ungeschützten “Leitern” dauerte ungefähr eine halbe Stunde. Heute wird der Wald auf Brände mit Flugzeugen überwacht.
Ebenfalls auf dem Weg von Walpole nach Albany liegt der Tree Top Walk. In einem Naturschutzgebiet wachsen hier der rote und der gelbe Eukalyptus. Der rote wird bis zu 70 Meter hoch. Um der Bevölkerung die Höhe der Bäume näher zu bringen wurde ein Rundgang auf der Höhe der Baumwipfel gebaut. Der Steg schwankt leicht. Damit soll die Bewegung der Baumwipfel im Wind simuliert werden.
Auf der Strecke zwischen Walpole und Albany sahen wir eine grosse Schweizerfahne und eine Tafel “Swiss Chocolate”. Natürlich haben wir angehalten. Annie, eine Emmenthalerin und ihr englischer Gatte produzieren hier Pralinés. Wir haben uns eine Weile mit Annie unterhalten und selbstverständlich auch Schoggi gekauft. Wir haben diese für unser Dessert nach dem Abendessen aufbewahrt. Die Schokolade ist nicht schlecht, ist aber sicher nicht ganz so gut wie die Pralinés in der Schweiz.
So geht das Blogschreiben an der warmen Sonne vor sich.
Von Albany aus sind wir Inland gefahren. Unser Ziel ist der berühmte Wave Rock. Über ca. 350 km haben wir viele Salzseen gesehen, Von weitem sahen sie aus wie richtige Seen mit Wasser. Bei genauem Hinsehen waren jedoch alle die wir sahen ausgetrocknet und eine dicke Salzschicht bedeckt den Grund..
Die Bäume in der Umgebung sterben langsam ab, die Gegend wird richtig “versalzen”.
Zwei Nächte haben wir in Hyden beim Wave Rock verbracht. Die imposante Welle hat sich durch abfliessendes Wasser gebildet das die weiche Gesteinsschicht am Boden weggeschwemmt hat.
Interessant ist an diesem Ort auch, wie das Wasser für die kleine Gemeinde Hyden gesammelt wird. Der Wave Rock befindet sich am Fusse eines Hügels der eigentlich ein grosser Felsbrocken ist.. Etwas hinter dem Waverock ist ein Wasserdamm. Rund um den Hügel wurden kleine Mauern gebaut. Der spärliche Niederschlag sammelt sich entlang dieser Mäuerchen und fliesst in den Damm.
Auch in Hyden befindet sich ein kleiner Tierpark. Dort haben wir weisse Kängurus und auch einen Koalabär sowie viele bunte Papageien gesehen die alle hier heimisch sind.
Wir haben in Hyden zwei sehr heisse Tage verbracht und wurden von vielen Fliegen belästigt.
Wieder fahren wir der Küste entgegen. Eine eigentlich ereignislose Fahrt, wie bis jetzt fast durchwegs, durch ziemlich flaches Gebiet.
Dieser Lastwagen hat einen ganz speziellen Parkplatz gefunden.
In Esperance, wieder am Meer, hatten wir schon beim Einschreiben für den Zeltplatz ein nicht ganz gewöhnliches Erlebnis. Zwar werden wir oft angesprochen weil unser Auto aus der Schweiz stammt und so viele Kleber aus verschiedenen Erdteilen seine Rückseite schmücken. Diesmal wusste der Herr der uns angesprochen hat und seine zwei Reisekumpane sogar wo Nussbaumen liegt!
Wir haben uns darauf aufgemacht und unser Lager für drei Nächte aufgeschlagen. Es ging nicht lange und der Herr von vorhin hat sich bei uns gemeldet. Wir haben herausgefunden, dass er nicht nur weiss wo Nussbaumen liegt, sondern sogar dort aufgewachsen ist. Er ist der Bruder von Koni Albiez. Willy Albiez lebt schon viele Jahre in Kanada. Am 2. April wird er im Hirschen Kirchdorf am 80. Geburtstagsfest von Koni teilnehmen. Es wurde ein langer Abend. Viel “kennst du den?, gibt es das noch? und allgemeine Fragen über die Gegend wurden erörtert. Die Reisebegleiter von Willy Albiez sind ein Schweizer Secondo namens Peter Rissi, (der Schwager von Willy) und Dani, der einzige Nachkomme von Einwanderern die schon mehrere Generationen in Kanada leben.
Es hat sich auch so getroffen, dass neben unserem Zelt ein junges Paar seine Behausung aufgestellt hat. Markus ist der Sohn von Schweizern die nach Kanada ausgewandert sind. Er spricht immer noch “Thurgauerisch”.
Wir haben einen lustigen schweizerisch/kanadischen Abend erlebt.
Einen Ausflug über den Grand Ocean Drive und zum Cape Le Grand National Park waren das Highlight eines von drei Tagen die wir in Esperance verbracht haben. Der Grand Ocean Drive führte uns zu mehreren wunderschönen Buchten mit weissem Sand.
Aber den noch weisseren, feineren Sand haben wir in einer Bucht im Cape Le Grand National Park angetroffen. Ein junges Känguru ernährt sich vom angeschwemmten Seegras.
Einen gemütliche Spaziergang entlang der gepflegten Strandpromenade in ein gemütliches Restaurant haben wir ebenfalls sehr genossen.
Nach Esperance Richtung Süden liegt nun die grosse Wüste Nullarbor vor uns. Sie bedeckt eine Fläche von über 300’000km2.
Wir planen für die Strecke von 1200 km 3 Tage. Die ganze Wüste, auch als Treeless Plain bekannt, liegt auf einer Kalksteinplatte. Den ersten Stopp legten wir in Balladonia ein. Obwohl dieser Ort und auch die weiteren Übernachtungsplätze auf der Karte eingezeichnet sind, bestehen sie meist nur aus einem Roadhouse mit Tankstelle und einem Campingplatz.
Am zweiten Tag haben wir dann die längste schnurgerade Strecke Australiens befahren.
Viele Road Trains sind uns begegnet. Sie rauschen mit hoher Geschwindigkeit vorbei und schieben uns dabei fast von der Strasse. Es ist uns auch aufgefallen, dass wohl die halbe Bevölkerung Australiens ständig unterwegs ist. Kaum ein Auto ohne Wohnwagen oder Camperanhänger sahen wir auf der ganzen Strecke.
Immer wieder ist die Strasse als Emergency Airfield gekennzeichnet.
In Mundranbilla haben wir wieder einen Stopp eingelegt. Wir haben langsam genug von geraden Strassen und auf beiden Seiten lauter “Nichts” und freuen uns jetzt schon auf grünere Gegenden.
Auf dem Weg zu unserem letzten Stopp fiel Franz ein gestrandetes Auto am Strassenrand auf. Der junge Mann, Dave, war auf der Strecke liegengeblieben als ein Keilriemen plötzlich riss. Zwar hatte er einen Ersatz, konnte diesen aber nicht einbauen da die Schrauben zur Lockerung des Pullies total eingerostet waren. Wir haben Dave die nächsten 120 km mitgenommen bis nach Nullarbor Station, wo er dann einen Mechaniker organisieren konnte.
Unsere letzte Nacht in der Wüste verbrachten wir in Nundroo. Noch liegen ca. 150km immer noch uninteressante Gegend vor uns bis wir in Ceduna eintreffen. Dort wird auch unser Kühlschrank durch die Quarantänebehörde einer gründlichen Kontrolle unterzogen. Es ist verboten Früchte und Gemüse von Western Australien nach South Australien einzuführen. Die Gesundheitsbehörden befürchten die Einfuhr der für die Ernten hier schädlichen Insekten und Samen von hier nicht heimischen Pflanzen.
Da Prag auf unserer Route nach Hause liegt, wollen wir selbstverständlich auch von dieser Stadt einige Eindrücke mitnehmen. Prag City Camp liegt direkt am Fluss Moldau der durch Prag fliesst. Eine kleine Fähre führt vom Camp über die Moldau zur Altstadt.
Ein gemütlicher Spaziergang entlang der Moldau zeigt uns an diesem schönen Tag, dass nicht nur die Touristen, sondern auch die Stadtbewohner sich gerne hier aufhalten.
Ganze Touristenmassen drängen durch die Gassen der Stadt. Auf der berühmten Karlsbrücke ist kein durchkommen. Auf dem zentralen Platz findet ein Jazzfestival statt.
Zum Glück konnten die Touristenmassen den Blick auf viele schön restaurierte Fassaden nicht verstellen.
Die Prager Rathausuhr, auch Altstädter Astronomische Uhr genannt, ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Jeweils zur vollen Stunde erscheinen Figuren der Apostel oberhalb der astronomischen Uhr. Das ganze Spektakel dauert vielleicht zwei Minuten und wird stündlich von einer riesigen Touristenmenge beobachtet.
Wir waren froh dem Touristenrummel zu entgehen und wieder auf das ruhig gelegene Camp zurück zu kehren. Ein Bäcker mit verschiedenen frisch hergestellten Köstlichkeiten machte die Runde auf dem Platz. Wir liessen uns die Gelegenheit nicht entgegen und kauften ein feines Dessert.
Am nächsten Tag, Donnerstag, wollen wir bis Deutschland fahren. Auf der gut ausgebauten Autobahn fällt Franz wieder auf, dass unser Frosch ein ratterndes Geräusch erzeugt. Schon zwei Tage vorher war Franz darauf aufmerksam geworden. Damals war das Rattern jedoch noch nicht so laut. Wir entschieden uns, die nächste Toyota Garage aufzusuchen. Franz hat angenommen, dass ein Radlager defekt sei und wollte die Weiterfahrt nicht riskieren.
Die Mechaniker der Toyota Garage in Pilsen haben dann festgestellt, dass nicht nur die hintern Radlager Geräusche produzieren, sondern auch das mittlere Differenzial. Das musste alles repariert werden. Leider waren die benötigten Ersatzteile nicht an Lager. Die Fachleute erklärten uns, dass das Auto bis Dienstag wieder repariert und fahrtüchtig sein werde.
Was tun wir in Pilsen fünf Tage? Der Besuch der Brauerei wurde uns vorgeschlagen. Sonst sei in der Kleinstadt nicht viel los. Können wir in fünf Tagen die Braukunst erlernen? Nicht sehr wahrscheinlich!
Wir entschlossen uns von Prag aus nach Hause zu fliegen. Eine zufällig anwesende Mitarbeiterin aus dem Toyota Head Office in Prag offerierte uns eine Mitfahrgelegenheit bis zum internationalen Flughafen Prag. Cedric hat innert kürzester Zeit Flüge für uns gebucht. So landeten wir schon am frühen Abend in Zürich.
Wir sind wieder zu Hause, zwar noch ohne unseren Frosch, aber wohlbehalten. Franz fliegt am Mittwoch nach Prag und holt unseren treuen Gefährten heim.
Wir haben die Reise genossen. Jetzt, nach dreieinhalb Monaten “en route”, geniessen wir gerne die Annehmlichkeiten unseres Heims und freuen uns sehr unsere Familie wieder zu sehen.
Der grösste Teil der Altstadt von Warschau wurde während des zweiten Weltkriegs zerstört. Wie uns unsere Führerin erklärte ist die Altstadt, so wie sie heute steht gar, nicht alt. Die Häuser wurden nach noch auffindbaren Plänen und mit Hilfe der Erinnerungen von älteren Einwohnern rekonstruiert. Auch ein Relief der Altstadt war noch vorhanden.
Die Warschauer Bevölkerung ist stolz auf die gelungene Rekonstruktion der Altstadt.
Ein Kapitel das die Warschauer Bevölkerung immer noch beschäftigt ist die Verfolgung der alteingesessenen Juden in der Stadt während des zweiten Weltkrieges. Verschiedene Denkmäler weisen darauf hin.
Auch auf dem Umschlagplatz, wo die eingesammelten Juden auf Bahnwagen zur Deportation in die Lager verladen wurden ist ein spezielles Denkmal gewidmet.
Ganz stolz sind die Polen auch auf zwei ihrer berühmtesten Kinder, Chopin und Madame Curie, geborene Sklodowska, die Polonium und Radium entdeckte. Ihr Geburtshaus steht mitten in der Altstadt.
Chopin ist im Park der verschiedene Schlösschen der ehemaligen Könige umgibt sehr präsent. Hier wird im Sommer Chopins Musik gespielt.
Nach zwei Tagen fahren wir weiter heimwärts.
Ein Übernachtungsstopp in Breslau und schon sind wir wieder in einem anderen Land, ohne dass wir eine Grenzkontrolle über uns ergehen lassen mussten.
Vilnius ist unser einziger Stopp in Litauen. Das City Camp hier liegt etwas ausserhalb. Wir lassen uns per Taxi zur Innenstadt fahren. Zwar lesen und hören wir von der Hitzewelle in der Schweiz, sind hier jedoch in langärmelige Shirts und Regenjacke gehüllt.
Für den Stadtbummel hat der Wettergott mit uns Erbarmen. Er gab uns vier trockene Stunden damit wir die Schönheit der Stadt auch würdigen können.
Das von allen Reiseführern empfohlene und weit herum bekannte Restaurant war überfüllt. Wir haben dann aber das Restaurant Gabi gefunden das wie ein Rittersaal eingerichtet ist. Die dort gepflegte einheimische Küche hat uns sehr geschmeckt.
Zufrieden und wohl genährt lassen wir uns wieder zum Zeltplatz zurück chauffieren. Das Trommeln auf dem Zeltdach hat unseren Schlaf nicht gestört. Der Regen hat die ganze Nacht angehalten. Zum ersten Mal auf dieser Reise haben wir unser Zelt tropfnass eingepackt. Wir haben auf das Frühstück verzichtet und sind bald Richtung Polen losgefahren. In einer Raststätte etwa 70km ausserhalb von Vilnius haben wir ein “Burezmorge” genossen. Noch hat der Regen nicht nachgelassen. Obwohl wir für unseren Aufenthalt in Warschau ein Hotel gebucht haben hoffen wir doch auf besseres Wetter.