Äthiopien

2547 Moyale - Hagere Maryam

In Moyale läuft die Grenze Kenya/Äthiopien mitten durch die Stadt. Wir hatten keine Probleme unsere Pässe und das Carnet de Passage für den Frosch in Kenya abzustempeln. Auf der anderen Seite konnten wir jedoch das Zollgebäude nicht finden. Alex, ein hilfsbereiter junger Mann, hat uns unter seine Fittiche genommen.

Erst mussten wir lernen, dass in Äthiopien die Uhren anders laufen. Die Zeit des Tages teilt sich in effektive Tageszeit, d.h. von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends. Dann beginnt die Nacht. Wir waren etwas verwirrt, als Alex uns erklärte, dass der Zoll um acht wieder öffnen wird. Aber natürlich, acht Stunden ab morgens um sechs ist für uns nachmittags um zwei! Wir werden uns an die neue Zeitrechnung gewöhnen.

Um die zwei Wartestunden zu überbrücken zeigt uns Alex ein Restaurant. Erstmals machten wir Bekanntschaft mit der äthiopischen Küche. Auf Empfehlung haben wir ein Gericht namens Tipps bestellt. Eine Art Geschnetzeltes mit viel Zwiebeln das in einem Topf serviert wird der von unten mit glühenden Kohlen warm gehalten wird. Die Äthiopier essen mit den Händen und nehmen eine Art Weizenfladen zur Hilfe um Fleisch und Gemüse damit aus dem Topf zu klauben. Uns Fremden wurde ein Löffel aufgetischt. Teller gibt es keine.

2341 einer der uns geholfen hat über die nicht sichtbare Grenze zu kommen, an einem Sonntag an dem noch die ethiopische Fussballmanschaft das Entscheidungspiel mit Nigeria hat

2340 dies ist das einzige Zeichen dass hier ein Grenzposten sein muss

Auch nach der Mahlzeit waren die zwei Stunden noch nicht um. Alex führt uns in ein anderes Lokal wo wir den ersten äthiopischen Kaffee serviert bekommen. Der war wirklich gut, wie ein italienischer Espresso.

Nun ist es Zeit für den Zoll. Pünktlich öffnet ein etwas mürrischer Beamter den Schalter und stempelt unsere Pässe.  Jetzt geht es noch darum den für die Einfuhr des Autos zuständigen Offizier zu finden. Das ist nicht ganz einfach, denn heute steht das Fussballspiel zwischen Äthiopien und Nigeria auf dem Programm. Alex hat ihn gefunden und mit einem Trinkgeld überzeugt für uns ins Büro zu kommen.

2342 so nun sind wir durch und können uns für ein Nachtlager im ethiopischen Moyale umsehen

Alles Amtliche erledigt, zeigt uns Alex noch den einzigen Campingplatz der Stadt. Nicht sehr gemütlich, aber für eine Nacht ok.

2346 Sonnenuntergang in Moyale

2347 Zaungäste die es wundernimmt was die Weissen hier machen mit ihren Fahrzeugen

Viele Zaungäste beobachten uns und begutachten unsere Autos.

Am nächsten Tag fahren wir weiter Richtung Addis Ababa. Wieder einmal geht es  ca. 150 km über eine mit Schlaglöchern „dekorierte“ Strasse weiter. Die Fahrt war mühsam und sehr langsam. In Agere Mariam übernachten wir im Hotel Hagere. Endlich wieder eine richtig warme Dusche! Zum Nachtessen gab’s Spaghetti mit viel Gemüse aus der Hotelküche.

2348 Schlaglöcher sind das Thema für die nächsten 150 km

2349 dies wird hier gut befahrbare Teerstrasse genannt = Höchstgeschwindigkeit 25 km pro Std. oder alle Schrauben lösen sich

2351 der Aufstieg zu unseren Gemächern

2353 das Restaurat des Hargeremariam Hotel

2548 Hagere Maryam - Karkaro Lake Langano

2549 Karkaro Lake Langano - Addis Ababa

Am Lake Langano haben wir für zwei Nächte Station gemacht. Etwas ausruhen für die Fahrer war angesagt bevor die beiden die sicher anstrengende Fahrt bis und durch Addis Ababa in Angriff nehmen.

2356 die Dörfer sind staubig aber sauber

2357 eine weitere markante Steinformation

2360 die farbige Wasserart auf dem Karkaro Camp am Lake Langano

„Trinkwasser“ am Lake Langano.

Da das GPS in Addis nur die wichtigsten Strassen kennt, haben wir am Stadtrand ein Taxi gemietet das uns den Weg zu Heiri und Elfinish’s Haus voran fuhr. Sogar der Taxifahrer musste sich einige Male erkundigen um die Adresse zu finden.

2364 Kürbise in allen Arten und Farben entlang der Strasse zum Kauf angeboten

2367 nun ist sie mit dem Bild zufrieden und stolz

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Auf dem Weg nach Addis Ababa,

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2377 John mit seine Dachzelt aufgestellt - Copy

Unser Domizil in Heiri’s und Elfinesh‘ Haus.

2381 gebraut wird der Kaffee im schwarzen Krug = die fein gemörseten Bohnen werden im Wasser gekocht - Copy

Wir werden mit sehr gutem äthiopischem Kaffee empfangen.

Gleich am nächsten Tag (Freitag) suchten wir das sudanesische Konsulat. Wir haben es gefunden, mussten aber leider feststellen, dass die Büros bis am nächsten Dienstag geschlossen sind.

2550 Addis Ababa - Schule Elfinesh Gurage

Wir haben uns entschlossen am Sonntag in den Gurage zu fahren und dort Heiri und Elfinesh’s Schulen zu besuchen. Bereits um 7 Uhr morgens sind wir in Begleitung von Woldi, einem Einheimischen von Gurage, losgefahren.

2413 auf dem Weg nach der Elfinesh Schule in Gurage

2414 überall wunderschöne Häuser

Als wir um zwölf Uhr ankommen drängt uns Woldi doch sofort zur Schule weiter zu fahren. Wir haben dann bald festgestellt warum. Es war ein Festtag in der Schule. Verschiedene Vertreter der Provinzregierung werden erwartet. Diese wollen vor allem das neue Projekt „Agrar“  besichtigen.

2417 der Eingang zur Schule

2419 der Schulleiter selbst am grossen Tag des Ministerbesuches

2422 die ganze Gegend kam zur Schule um die Minister persönlich zu sehen

2428 eine junge Schülerin die sich für den Besuch herausgeputzt hat

2470 ein Vater der sich für den Ministerbesuch herausgeputzt hat

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2485 es sind viele die was sagen wollen und auch sehr viele Zuhörer sind da

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Nach verschiedenen Reden, die wir alle nicht verstanden haben, da sie selbstverständlich in der lokalen Sprache gehalten wurden, machen sich die Minister auf zum offerierten Essen.

2426 alles wird nochmals überprüft ob i.O. für den Besuch

2431 Frauen die sich für das Bedienen der hohen Gäste vorbereiten

Vorbereitungen für das Bankett.

Vom Rektor der Schule wurden wir herumgeführt und er hat uns sein Leid betreffend überall fehlender Finanzen geklagt. Sollte also jemand von euch ein paar Franken übrig haben, wären diese hier im Gurage sehr willkommen
(Verein Elfinish, Heiri und Elfinesh Grimm-Banti, Wannerstr. 26-47, 8045 Zürich PC 80-76973-3).

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2491 Stroh am Boden statt Kunststoffböden, aber alles ist sehr sauber

2493 der Lehrer muss halt da schreiben wonoch etwas schwarze Farbe ist

2507 hier sitzen aufmerksam 75 Schüler und Schülerinnen zu dritt auf 2er Bänken

2533 das erste Gebäude das Heiri und Elfi in Gurage als Schule erstellt haben

Der erste von Heiri und Elfinesh gebaute Kindergarten.

2538 das Haus von Elfi und Heiri im Gurage

Unser Campingplatz in Gurage, Elfish und Heiris Haus auf dem Lande.

Schon am Dienstag sind wir wieder zurück nach Addis gefahren, um sicher am Mittwoch im sudanesischen Konsulat vorsprechen zu können.

2541 B aber leider wird das Wasser nicht nur zu trinken verwendet sonder sogar um Tuck-Tuck's und Autos zu waschen im Fluss

2542 hier wird noch mit dem Einscharholzpflug gepflügt

2543 eine strenge und körperlich kraftvolle Arbeit für Mensch und Tier

2544 Pflugschar aus Holz mit Stahlschar

Dort wurde uns kurz mitgeteilt, dass wir nur ein sudanesisches Visa bekommen, wenn wir bereits eins für Ägypten haben. Also auf zum ägyptischen Konsulat. Ein Visum zu bekommen scheint hier kein Problem, jedoch müssen wir bis Freitag warten um unsere Pässe wieder zu bekommen. Danach wollen wir sofort weiter zum sudanesischen Konsulat.

Zurzeit sitzen wir also in Addis fest. Zum Glück haben wir hier eine sehr gute Bleibe bei Elfinesh’s Familie.

Fotogalerie: Äthiopien

2369 wenn das nur nicht runterfällt

2372 die alten Käfer sind in Ethiopien noch stark vertreten

2378 diese Frau bereitet für uns den wunderbaren Kaffee vor = stampfen der selbst gerösteten und im Garten gewachsenen Bohnen - Copy

2385 ein Abend im Yod Abessinia

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2387 das traditionelle Essen das man überall und zu jeder Zeit bekommt

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2405 die 'alte Dame des Hauses' = Elfi's  und adanesh's Mutter

2408 Verwandtschaftsgrad unbekannt, aber gehört zur Familie

 

Äthiopien Fortsetzung

Nachdem wir nun endlich das ägyptische und das sudanesische Visum erhalten haben können wir weiter reisen. Wir fahren, mit einem Übernachtungsstopp in Dessie,  in Richtung Lalibello um die berühmten Felsenkirchen zu bestaunen.  Diese Kirchen sind nicht gebaut, sondern aus dem Felsen heraus geschlagen.

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Erst wird der Umriss bestimmt und die Aussenmauern der Kirchen grob gemeisselt. Erst dann wird, von oben angefangen, also die Decke zuerst, der Innenraum ausgehöhlt. Alle sichtbaren Verzierungselemente und die Fenster werden im gleichen Arbeitsgang angelegt. Die Kirchen wurden zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert erstellt. Die koptischen Christen benützen auch heute noch diese Kirchen für ihre Gottesdienste.

Etwas ganz besonderes war auch die im Innern einer Höhle nahe von Lalibello gebaute erste Kirche, die Yemrehanna Krestos Kirche. Auch diese wird nach wie vor benützt.

2582 die Felsenkirche St. Georges

2589 der Aufbau der Kirche = Holz und Stein die in diesem übers Jahr immer gleichen Klima nicht altern

Von Reisebekanntschaften bekamen wir den Tipp die Fälle des blauen Nils seien sehenswert. Also machen wir uns auf an den Lake Tana. In Bahir Dar, direkt am See finden wir ein Hotel. Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg zu den Fällen. Wir haben den Besuch nicht bereut. Nach den historisch lastigen Tagen in Labillo eine willkommene Abwechslung.

2665 der Hauptarm

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Weiter nach Gondar.

Wieder steht geschichtliches auf dem Program. Wir die Paläste der äthiopischen Könige. Wie überall, wurde auch hier zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert intrigiert und gemordet um an der Macht zu bleiben und selbstverständlich hat sich jeder König seinen eigenen Palast gebaut.

2708 B

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Eindrücklich ist auch Fasilidas Bad. Vom nahegelegenen Fluss fliesst in der Regenzeit das Wasser, wie bei einem Burggraben, um ein Gebäude. Jedes Jahr findet hier ein grosses Fest statt. Die jungen Burschen kaufen Zitronen. Wenn sie nun ein schönes

Mädchen sehen offerieren sie diesem die Zitrone. Wird die Frucht akzeptiert, akzeptiert das Mädchen auch gleichzeitig den Freier.

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Wir haben in Gondar im Goha Hotel übernachtet. Es liegt auf einem Hügel am Rande der Stadt mit einem wunderbaren Rundblick über die ganze Gegend.

Nun geht die Reise weiter Richtung Sudan. Etwa 30 km vor der Grenze legen wir unseren letzten Übernachtungsstopp in Äthiopien ein.

2969 Gondar - Shehedi

 

Fotogalerie: Äthiopien Fortsetzung

2586 die Trommel aus natürlichen Materialien hergestellt

2592 die Dreifaltigkeit

2595

2600 die Kirche und das Umgelände sind ein und derselbe Fels

2606

26092614 der Durchgang zur nächsten Kirche2623 alles ein Stein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2643 eine Mumie in einer herausgeschlagenen Felsnische

2646 Durchgänge zu andern Kirchen

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