Saint Louis

Wir treffen am Nachmittag auf dem Campingplatz nahe Saint Louis ein. Es ist ein trüber Tag. Kein Regen, aber unfreundlich.

Wir buchen für morgen eine Fahrt auf dem Missisipi mit einem der alten „Sternwheeler“-Dampfschiffe. Hoffentlich lässt uns der Wettergott nicht im Stich.

Die Hoffnung war vergebens. Es regnet in Strömen. Schon auf dem kurzen Weg vom Parkplatz zum Schiff werden wir „pfludernass“. Sich einfach nichts anmerken lassen, das ist die Devise. Wir finden noch einen gedeckten Platz auf der Schiffspromenade.

Die Aussicht ist mehrheitlich grau. Der Regen will nicht aufhören.

Das Schaufelrad des „Dampfers“ dreht sich zwar noch, jedoch leer und irgendwo im Schiffsbauch brummt ein Dieselmotor für die Schiffsschrauben.

Saint Louis ist auch die Stadt wo der Missouri und der Missisipi zusammenfliessen. Einige Brücken überspannen die Flüsse.

Das wichtigste Wahrzeichen der Stadt ist aber der Gateway Arch.

Der Bogen markiert den Startpunkt der Lewis und Clark Expedition. Die  Expedition im Jahr 1806 war die erste amerikanische Überlandexpedition zur Pazifikküste und zurück.
Im 192 Meter hohen Bogen kann man mit einem Lift bis zu oberst fahren. Der Bogen ist aber nicht nur 192 Meter hoch, die Spannweite beträgt ebenfalls 192 Meter. Leider besteht auch für diese Attraktion eine lange Anmeldefrist. 

Das alte Gerichtsgebäude, im oberen Bild im Zentrum des Bogens, ist Teil des Archway National Parks.

Zusätzlich zu den Liften im Bogen gibt es auch eine Notfalltreppe mit 1076 Stufen.

Auch der Partybus hält vor dem Archway National Park.

Wir ändern unsere Reisepläne. Eine direkte Durchfahrt nach Südamerika scheint uns zu diesem Zeitpunkt zu gefährlich. Wir werden von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen, dass Mexico, Venezuela und Kolumbien nicht sicher sind.

Wir planen also erst noch ein Stück nach Norden zum Michigan See zu fahren. Wir haben auch Chris, meinen ehemaligen Chef der in Chicago wohnt, kontaktiert und werden ihn treffen. Das sind nun die zwei nächsten Ziele.

Lake Michigan – Chicago – Baltimore

Nach einer längeren Fahrt Richtung Norden und einer Übernachtung mitten im Wald in Allendale erreichen wir den Lake Michigan.

Unsere Spezialhamburger, oder gut schweizerisch Hacktätschli, schmecken besonders gut auf dem Feuer gebraten.

Allendale Campground

Auch körperlich nicht fitte Personen können mit diesem Fahrzeug den Sandstrand geniessen.

Der Lake Michigan ist sehr gross. Er hat eine Fläche von 58’000 km2 und ist 494 Kilometer lang. Man hat den Eindruck am Ufer eines Meeres zu stehen. Der Wellengang ist vergleichbar mit dem Mittelmeer. Das Wasser lädt aber nicht wirklich zum baden ein. Es ist ziemlich kühl und ist, im Gegensatz zum Mittelmeer, natürlich nicht salzig.

Als Nächstes fahren wir zum Bullfrog National Park in Chicago.

Bullfrog Lake bei Chicago, ein kleiner See der in einem stündigen Spaziergang umrundet werden kann.

Mein ehemaliger Chef wohnt hier in der Stadt Chicago. Wir verabreden uns für ein Nachtessen.

Bei  einem richtig amerikanischen Essen in einem grossen Restaurant plaudern wir über Gott und die Welt, tauschen Neuigkeiten aus unserem Leben aus und reden über Pläne für die nähere Zukunft. Als Autofan hat er einen Ferrari in der Garage stehen, ein traumhaftes Fahrzeug. Wir haben das Treffen mit Chris und Pat sehr genossen und bedanken uns hier nochmals für den gemütlichen Abend.

Franz und ich diskutieren wieder über den weiteren Verlauf unserer Reise. Wir kommen zum Schluss, dass wir definitiv nicht in den Süden der USA reisen werden.
Wir buchen die Reise für unseren Frosch von Baltimore nach Hamburg und unseren Flug nach Hause.

Noch liegen aber ungefähr 700 Meilen Strasse vor uns. Wir nehmens gemütlich und meiden die grossen Interstate Highways. Zweimal übernachten wir: in Middle Point, Ohio und in Pittsburg. In Baltimore machen wir unser Auto bereit für die Reise über den Atlantik.

Der Frosch wird am 20. September auf ein Schiff verladen und wird etwa drei Wochen später in Hamburg ankommen.

Zum Abschluss eine Übersicht unserer Route durch Kanada, Alaska und USA.