Kununurra – Gibb River Road–Derby

8. bis 21. September 2016

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Nach der Überquerung der Grenze zu Western Australia, wo wir unsere gekochten Kartoffeln abgeben mussten, schlugen wir unser Zelt in Kununurra auf.

Entlang der Strasse sehen wir die ersten Ausläufer der Kimberley Plains.

2892 jetzt sind wieder mal Berge entlang unseres Weges nach Kununurra

2894 es gibt auch Baobabs in Australien

Viele Baob Bäume wachsen hier im doch recht grünen Gebiet. In Australien sind diese allerdings nicht von Elefanten angeknabbert .

Wir erkunden die Gegend um Kununurra und gelangen so auch nach Wyndham, ca. 100km nördlich. Hier sind wir wirklich am Ende der Welt angekommen. Es führt keine Strasse mehr weiter.  Auf dem  Five River Outlook konnten wir die ganze Gegend überblicken.

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3014 Blick Richtung wo alle Flüsse herkommen (diese führen auch in der Trockenzeit Wasser)

3015 in Wyndham wird nicht mehr geschlachtet, es gibt noch ein Verladen von Mienengütern

Der Hafen von Wyndham wurde früher zur Verschiffung von Rindfleisch benützt. In der kleinen Stadt gab es damals noch einen grossen Schlachthof der aber vor etwa zwanzig Jahren geschlossen wurde. Seither werden noch einige Minengüter verschifft. Das Städtchen stirbt jedoch langsam aus.

Hier noch ein Bild des “berühmten” 20 Meter langen Krokodils, das Wahrzeichen von Wyndham.

3007 ein 20 meter langes Krokodil aus Beton in Wyndham

Schon in Kuramba Point haben wir das erste Mal von den Bungle Bungles gehört. Bereits dort, ca. 1500 km vor Kununurra, wurde uns ein Besuch dieses Nationalparks empfohlen. Wir konnten uns jedoch damals noch nicht entschliessen. In Kununurra haben wir dann ein Inserat gesehen und uns spontan entschlossen diesen Ausflug zu buchen.

3302 dieser Prospekt veranlasste uns in die Bungle Bungle zu fliegen

Über den eindrücklichen  Bungle Bungle National Park berichten wir in einem separaten Teil.

Nun wollen wir die Gibb River Road in Angriff nehmen. Diese Naturstrasse, ganz im Norden von Western Australien, führt durch das Kimberley Plateau. Das Gebiet kann nur in der Trockenzeit, ca. von Mai bis Oktober befahren werden. Sollte es, was aber äusserst selten vorkommt, in dieser Zeit regnen, wird die Strasse geschlossen. Ausserdem sind die vielen grossen Wohnwagen nicht geeignet für diese Strassenverhältnisse. Es steht uns eine Reise durch zumeist unbewohntes Gebiet bevor.

3144 auf dem Weg nach El Questro geht es noch auf geteerter Strasse

Die ersten 100 km bis zur El Questro Station sind geteert. Die 16 km von der Gibb River Road bis zur Station sind die ersten ungeteerten Kilometer die wir auf diesem Weg fahren. Gleichzeitig haben wir auch die erste Flussdurchquerung vor uns.

Noch ist von der berüchtigten Einsamkeit entlang der Gibb River Road nichts zu spüren. Der Campingplatz ist gut besetzt und es gibt ein Restaurant und eine Bar.

3145 El Questro Camp

Geplant war eigentlich nur ein Aufenthalt von einer Nacht. Wegen eines kleinen Missgeschicks haben wir dann aber zwei Nächte hier verbracht.

Wir holpern die nächsten 120 km der Gibb River Road entlang bis zur Ellenbrae Station. Dies ist nun ein richtiges Bushcamp. Die Anlagen sind sehr einfach. Das Duschwasser wird wieder mit einem Donkey erwärmt. Man könnte jedoch, so man Lust verspürt, in einer himmelblauen Wanne ein Bad nehmen.

3151 das Infrastrukturgebäude von aussen

3150 die Campküche

3147 natürlich ist es ziemlich offen gestaltet so dass jeder Intresssierte zuschauen könnte

3148 auch die Toilette und Dusche sind sehr offen gebaut, aber im schönen rustikalen Stil

3149 alles ist sauber

Leider ist der Fluss der durch die Station führt fast ausgetrocknet. Der Badepool ist nur noch knietief und ziemlich verschlammt.

3152 wenigstens gibt es einwenig Schatten auf dem Ellenbrae Camp

Zum Glück haben wir einen schattigen Standplatz. Es ist doch immerhin etwa 36°C heiss.

Am nächsten Tag fahren wir bis zum Mount Barnett Road House. Auch hier haben sich die Siedler natürlich wieder an einem Fluss nieder gelassen. Der Campingplatz ist einfach, liegt jedoch wunderbar am Fluss. Wir geniessen das Bad im sicher 27°C warmen Wasser. Wenn man einen Spaziergang weiter dem Flusslauf entlang unternehmen möchte kann man hier die handbetriebene Fähre benützen.

3154 Gaby bewundert diese riesigen Bäume

3155 unten am Fluss sind einige Leute sich am abkühlen (Wassertemp. ca. 30 - 32°C)

3156 eine kleine Handfähre bringt die Leute die weiterwandern wollen trockenen Fusses über den Fluss

3157 auch die Kinder haben ihren Spass mit der Fähre

Auch kleine Tiere sind interessant.

3006 eine Gottesanbeterin (die Frisst ihren Ehegatten nach dem vergnüglichen Teil)

Unser nächster Stopp ist das Silent Grove Bush Camp etwa 120 staubige Kilometer weiter entlang der Gibb River Road. Hier verspricht die Bell Gorge mit einem Wasserfall willkommene Abkühlung. Allerdings muss man sich die Abkühlung “erschwitzen”, denn kaum ein paar Meter des 1 km langen Fusswegs liegen im Schatten.

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3159 der Fluss führt immernoch Wasser, so dass wir uns auf ein kühlendes Bad freuen können

Der Fluss führt Wasser, also dürfen wir auf ein schönes Bad hoffen.

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3167 auf dem Rückweg = und schon schwitzen wir wieder

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Wunderbar, einfach schön!

Leider mussten wir selbstverständlich auch den Weg zurück wieder unter die Füsse nehmen. Bis wir das Camp erreicht hatten war die schöne Abkühlung schon wieder abgeklungen.

3168 sieht wie polliert aus, ist aber nicht glitschig

Vollmond über Silent Grove.

3169 Vollmond neben dem Wassertank

Schon im Mount Barnett Road House Camp haben wir John und Felicity getroffen. Auch hier im Silent Grove plaudern wir wieder mit ihnen. Unbedingt zu empfehlen sei ein Aufenthalt im Windjana Gorge Nationalpark und im Tunnel Creek..

Wir haben nun gemerkt, dass sich die ganze Reise auf der Gibb River Road um Gorges, also Schluchten dreht.  Nur wenige grössere davon besuchen wir. Beidseits der Strasse haben sich noch viele kleine Bäche ins Plateau gegraben, die aber in dieser Jahreszeit kaum Wasser führen.

Wir befolgen den Rat von John und Felicity und planen unseren nächsten Halt im Windjana Nationalpark.  Um die Mittagszeit kommen wir in Windjana an. Da es sehr heiss ist, beschliessen wir erst den Tunnel Creek zu erkunden.

3170 Beschrieb am Eingang zum Tunnel Creek

Jandamarra, der Kämpfer gegen die weissen Siedler, hat sich hier längere Zeit versteckt. Er wurde später gefunden und von Soldaten erschossen.

Dem Fluss entlang zu wandern ist es sehr angenehm. Hier herrschen etwa 25°. Der Fluss fliesst durch einen hohen Tunnel. Die Höhlen werden von grossen Fledermäusen bewohnt. Auch Süsswasserkrokodile sollen sich hier tummeln. Wir haben keine gesehen.

3175 bei einem Blick zurück zum Eingang in den Tunnel Creek sieht man dass wir durch Wasser waten müssen

Eingang zum Tunnel Creek. Mehrere Male müssen wir durch den Fluss waten. Wir sind froh, dass wir keinen Krokodilen begegnen.

3177 auf ca. halbem Weg durch den Tunnel gibt es eine Öffnung, wo der Tunnel mal eingebrochen ist

3182 diese Fledermäuse geniessen die Kühle im Tunnel

Etwa in der Mitte des Tunnels ist ein Stück der Decke eingebrochen. Hier hängen die Fledermäuse an Büschen und kühlen sich durch fächeln mit den Flügeln.

Auch hier ist Licht am Ende des Tunnels und der Umkehrpunkt erreicht.

3183 die Tunneldecke und Wände sind mit Stalaktiten komplett eingehüllt

3187 wir gehen nach kurzem Aufenthalt in der Wärme ausserhalb des Tunnels wieder gerne zurück durch die Kühle

3190 dies Fledermaus hängt halb in der Sonne, darum sind die Ohren wie durchsichtig

3186 der hintere Aus-Eingang

Im Windjana Camp steht mitten im Bush eine Telefonkabine. Nur für Notrufe einsetzbar!

3195 man hat keinen Empfang mit dem Natel, aber für Notfälle steht hier am Campeingang eine Telefonkabine im Busch

Gegen Abend wandern wir durch die Windjana Gorge.

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3205 die Wände der Gorge sind sehr steil und stark zerklüftet

Auch hier führt der Fluss nicht mehr viel Wasser. Die Krokodile haben sich in einer Pfütze versammelt. Baden ist also wirklich nicht angesagt.

3208 im forderen Teil der Gorge hat es noch Wasserpools in welchem sich ca. 50 Süsswasserkrokodile auf Futtersuche umschauen

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3207 auf dem Rückweg beginnt sich bereits die Sonne für den heutigen Tag zu verabschieden

Schon um 5 Uhr nachmittags geht die Sonne langsam unter und wirft ein schönes Licht auf die zerklüfteten Felswände.

3210 durch den Sonneneinfall hat man das Gefühl hier schaut ein Urzeitmensch herunter

3211 falls der Stein von oben runterfallen würde gäbe es einen ziemlichen Lärm

Schon am nächsten Tag fahren wir Richtung Derby und damit zum Ende der Gibb River Road. Die letzten 60 km sind wieder geteert. Das Rumpeln und der Staub hört auf.

3194 über holperige Strassen geht es zurück zum Windjana Camp

Wir sind gut in Derby angekommen.

3215 Abendstimmung im Kimberley Entrance Camp Richtung Meer

3213 wartet auf etwas zu fressen

3217 eine Heuschreke mit grossen Facettenaugen

Grössere und kleinere Besucher auf dem Campingplatz.

Hier werden Ausflüge zu den Horizontal Waterfalls angeboten. Nach einigem Zögern haben wir uns entschlossen einen Ausflug zu buchen. Leider mussten wir drei Tage in Derby warten und hier gibt es wirklich nicht viel zu sehen. Der einzige sehenswerte Punkt ist die Jetty. Boote und Schiffe müssen hier an langen Tauen angebunden werden. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt elf Meter!

3212 die Jetty in Dreby unserer Wartestation für den Flug zu den horizontal Wasserfällen

Irgendwie mussten wir ja die Zeit verbringen. Also waschen wir unser Auto, wenigstens die Innenräume werden vom roten Staub der Gibb River Road befreit. Leider ist die Autowaschanlage geschlossen. Aussen sieht unser Frosch immer noch sehr staubig aus.

Unseren Ausflug zu den Horizontal Waterfalls werden wir in einem separaten Bericht dokumentieren

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