Von Valparaiso gehts bis La Serena, auf dem Weg dahin leuchtet die Filterlampe im Frosch auf. Also suchen wir uns wieder eine Werkstätte. Eigentlich suchen wir eine Toyotagarage aber am im GPS angegebenen Ort ist weit und breit kein Toyota Logo zu sehen. Anstatt ist da eine kleine Werkstatt. Der junge Besitzer ist gerne bereit unseren Diesel- und Luftfilter zu wechseln und gleichzeitig auch einen Oelwechsel durchzuführen. Wann er das machen könne? Selbstverständlich jetzt sofort! Wir werden mit Kaffee versorgt und setzen uns unter den Sonnenschirm.
Sehr schnell sind die Arbeiten erledigt und noch dazu zu einem günstigen Preis. Wir können weiterfahren zu unserem eigentlichen Ziel: Vicuña.

Hier steht der Frosch auf dem zur kleinen Sternwarte Alfa Aldea gehörenden Platz. Heute abend ist Vollmond (29.8.). Es ist ein spezieller Mond, gennannt „blauer Mond“, da dies schon der dritte Vollmond im Monat August ist. Die Tour zum Observatorium ist für heute schon ausgebucht. Morgen werden wir diese aber im kleinen Rahmen (nur 4 Personen) machen können.


Der kleine Dome, wo uns ein Astronome vieles über die Sterne und deren Entstehung erklärt. Dann geht es weiter zum grossen astronomischen Fernrohr. Er zeigt uns unter anderem das Kreuz des Südens, eine gute Perspektive des Jupiter mit seinen Staubringen und weitere interessante Sternbilder. Leider können wir keinen Sternennebel sehen, der Mond ist einfach zu hell. Dafür zeigt uns der kundige Führer verschiedene Details des Mondes.


Baumwollpflanze beim Alfa Aldea.
Schon am nächsten Morgen fahren wir wieder talauswärts. Auf beiden Seiten der Strasse stehen unzählige Rebstöcke. Man kann es nicht Rebberg nennen, da die Felder flach sind. Auch ganze Plantagen von verschiedenen Obstbäumen säumen die Strasse.
Begegnungen auf dem Weg nach Huasco.

Am Abend suchen wir das Atama Glamp bei Huasco. Unser GPS führt uns etwas in die Irre. Zu Fuss versuchen wir den Platz zu finden. Der Name suggeriert einen eher glamurösen Platz. Wir können ihn aber nicht finden. Zurück im Auto fahren wir nochmals die Dorfstrasse entlang. Wir entdecken zwei weisse Giebelzelt. Das wird wohl das mistriöse Glamp sein. Ein kurzes Stück über ein holpriges Feld führt zum offenen Tor. Dahinter tatsächlich drei Zelte und ein Restaurant. Der Platz sieht eher wie ein grosser, steiniger Parkplatz aus, überhaupt nicht glamurös.
Wir erkundigen uns nach der Übernachtungsmöglichkeit und werden sehr freundlich empfangen.

Der junge Mann erklärt uns, dass das Geschäft erst im Aufbau ist. Er würde uns aber zum Nachtessen gerne eine Pizza servieren. Er habe auch guten Wein da. Schnell waren wir einverstanden.

Wir lernen Israel kennen. Er stammt aus Mexico und ist mit seinem Motorrad schon einige Monate unterwegs. Die im Restaurant aufliegenden Gitarren haben es ihm angetan. Er setzt sich draussen zum Feuer und spielt ein paar Takte.

Am Morgen verabschieden wir uns von der Crew und von Israel mit den gegenseitigen besten Wünschen für die Weiterreise.
Wir fahren der Küste entlang. Abends landen wir in Bahia Iglesa. Wir reiben uns die Augen, sind wir etwa in Italien gelandet? Ein riesiger Campingplatz mit mit Netzen bedeckten Standplätzen, einem grossen Swimmingpool, ein, zwar nicht offenes, Restaurant, alles direkt am Meer gelegen.

Zum Glück ist nicht Hochsaison. Wir müssen den Platz nur mit wenigen anderen Campern teilen.
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