New York 6. – 8. Mai

Morgens um 9 Uhr, bei misslichem Wetter, sind wir in der Union Station in Washington in einen Greyhound Bus gestiegen.

Die ganzen vier Stunden der Reise gab der Scheibenwischer ein pfeifendes Geräusch von sich. Hin – Pfiff – her – Pfiff und so fort!

Hinter dem Regenvorhang taucht nach vier Stunden Fahrt die Skyline von New York auf.

Unsere Chaufeuse hat uns trotz misslichem Wetter sicher und pünktlich nach NY gebracht.

Eine Taxifahrt bringt uns zum Hotel am westlichen Ende des Central Parks. Wir haben Hunger und unser Hotel hat kein Restaurant. Also machen wir uns, trotz Regen, auf zu einem Spaziergang. Die ersten Eindrücke von NY sind sehr feucht.

Wir lassen uns die Laune nicht verderben. Bei einem Vietnamesen geniessen wir ein feines Nachtessen.

Wir sind ziemlich froh, dass unser Hotelzimmer auf den Hinterhof hinaus gerichtet ist. Auf der Central Park West Strasse herrscht ständig reger Verkehr. Die Polizei kann scheinbar nicht ohne Blaulicht und Sirene fahren.

Wir erwachen am Freitag bei strömendem Regen. Etwa eine Stunde lang hoffen wir auf trockenes Wetter. Leider vergeblich! Wir müssen raus, der Hunger und auch die Langeweile im Hotelzimmer treiben uns auf die Strasse. Sehr schnell merken wir, dass unsere leichten Regenjacken (die ganz wasserfesten sind im Frosch auf dem Meer) uns nicht genügend gegen den heftigen Regen schützen. Wir kaufen uns Schirme. Doch auch das ist nicht wirklich eine gute Lösung. Der Wind bläst uns den Regen trotzdem ins Gesicht und auf unsere nicht  ganz wetterfesten Kleider.

Wir finden ein gemütliches Lokal für unser Frühstück. Das geniessen wir ausgiebig, nur schon weil es hier drinnen warm und gemütlich ist. Mit nur einem kleinen Umweg gehen wir zurück zu unserem Hotel. Alles ist so ziemlich nass und wir müssen uns erst umziehen.

Für ein paar Stunden vertreiben wir die Zeit mit Blog schreiben und lesen. Doch wir sind in New York und möchten natürlich etwas von der Stadt sehen. Es regnet aber immer noch. Und wie, die Strasse vor dem Hotel ist ein Bach! Trotzdem wollen wir hinaus. Wieder ist der Hunger sicher einer der Hauptgründe. Schon am Morgen haben wir nicht allzu weit vom Hotel eine schöne Osteria gesehen. Soweit sollten wir, mit Schirmen bewaffnet, noch einigermassen trocken kommen.

Wir haben es geschafft und ein sehr feines Nachtessen genossen. So endete dieser Tag doch noch mit einer versöhnlichen Note. Auch, weil der Wetterbericht für morgen trockenes Wetter angekündigt hat.

Tatsächlich! Der Himmel über New York ist bewölkt, aber es regnet nicht mehr!

Weil wir gestern nicht viel unternommen haben, ist unser Programm heute ziemlich voll. Als erstes nehmen wir den Fussweg von unserem westlichen Punkt des Central Parks bis zum unteren Ende in Angriff. Zur Sicherheit packen wir aber unsere Schirme ein.

Der Eingang zum Park liegt gegenüber von unserem Hotel.

Im Park hat man sofort das Gefühl irgendwo auf dem Land zu sein. Über kleine Brücken und Wege durch den Wald und über Hügel spaziert man durch die grüne Landschaft.

Über dem Reservoirsee im Park sieht man die Skyline von New York.

Was vor allem auffällt an diesem Sonntagmorgen im Park: New York joggt! Hunderte Läufer sind unterwegs, zum Teil auf eigens dafür bezeichneten Strassenabschnitten.

Es gibt aber auch viel Natur im Park. Er ist wirklich eine grüne Oase in dieser riesigen Stadt.

Noch ein kurzer Blick auf das schöne, alte Karussell bevor wir uns in die Strassenschluchten von NY stürzen.

Mit dem Bus machen wir eine kleine Rundfahrt durch Manhattan.

Das alte Gebäude der nationalen Post. Über den Säulen ist der Spruch: Neither snow nor rain nor heat nor gloom of night stay these couriers from the swift completion of their appointed rounds. (Weder Schnee noch Regen noch Hitze oder die Dunkelheit der Nacht bremst diese Kuriere in der zügigen Erfüllung ihrer Runden.) Oft wünscht man sich, dass dieser Leitfaden auch in der heutigen Schweiz noch Gültigkeit hätte.

Waren die Sohlen durchgelaufen?

Über diese Brücke rattern Züge mit höllischem Lärm. Wir hoffen, dass niemand in der Nähe wohnen muss.

Natürlich haben wir auch den Times Square besucht.

Dieser Platz pulsiert! Der Lärm ist unvorstellbar. Töne der verschiedenen Strassenmusikanten, Bravorufe für die Artisten, die ihre Kunststücke auf dem Platz darbieten und darüber die vielen Leute in allen möglichen Sprachen parlierend, die Farben und Töne der riesigen, blinkenden, tönenden Reklametafeln.

Man muss es erlebt haben und ist dann doch wieder froh, in eine ruhigere Strasse abbiegen zu können.

Leider ist unser Aufenthalt in New York damit schon wieder zu Ende. Wieder mit einem Bus fahren wir noch heute bis Baltimore.

2 Gedanken zu „New York 6. – 8. Mai

  1. Liebe Gabi, lieber Franz

    Herzlichen Dank für die interessanten Text- und Bildberichte aus New York – eine wirklich aufschlussreiche Lektüre! Ich wünsche euch weiterhin viele erlebnisreiche Ferientage in den USA!

    Beste Grüsse

    Martin Scheidegger Walkestrasse 11 CH-3110 Münsingen Mobile 079 706 40 47 martin.scheidegger@quickline.ch

    • Hoi Tinu
      Freut uns von dir zu hören. Hoffentlich ist bei euch alles i.O.?
      Wie du aus dem neuesten Blogteil erfährst sind wir auf dem Weg über die Niagarafälle, quer durch Kanada und weiter nach Alaska. Bis November solten wir für einen grösseren Zwischenstop wieder in Vancouver sein.
      Übrigens, was läuft mit unseren TGZ Kollegen? Wann gibt es wieder ein Treffen? Vermutlich kann ich dann mit euch nur „geistig“ verbunden sein.
      Gruss aus Niagara Falls
      Franz & Gaby

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