27. bis 30.Juli 2021

Skagaströnd, hier steht die Waschmaschine.

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Die Wäsche ist gemacht. Es kann weiter gehen.

Wir haben uns die grosse Naturstrassen-Strecke F35 vorgenommen. Erst geht es gemütlich einige Kilometer über die Ringstrasse. Kurz nach dem Kraftwerk Blanda beginnt die unbefestigte Strasse. Wir fahren an einer Seenlandschaft vorbei. Die Strasse ist ziemlich gut und wir kommen zügig vorwärts. Es hat, wie es scheint, gestern hier geregnet. Daher wirbeln wir sehr wenig Staub auf.

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Bei einem kreisrunden Beschrieb des Panoramas halten wir an. Leider ist der Tag recht trüb. Wir sehen nicht viele der aufgeführten Gipfel.

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Nach ungefähr der Hälfte der Strecke, in Heravellier war ein Bad im Wasser der heissen Quellen geplant. Bei 8°C, gefühlten 2°C, ist uns die Lust auf ein Bad vergangen. Wir begnügten uns damit, die Landschaft der heissen Quellen und den Badepool zu besichtigen.

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Einige mutige Reisende haben sich das wärmende Bad nicht entgehen lassen.

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Noch sind etwa 70km Naturstrasse zu bewältigen. Die Aussicht war immer wieder durch Nebel getrübt. Trotzdem erhaschten wir einen kurzen Blick auf die Gletscher im Hochland.

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Leider wurde die Strasse immer schlechter und nicht mehr ganz so einfach zu befahren. Franz und unser Frosch haben aber auch diese Herausforderung gemeistert.

Nach unserer Ankunft in Skjöl musste erst der gröbste Staub und Schlamm vom Frosch entfernt werden.

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Heute wird nicht mehr gekocht. Wir gönnen uns ein Nachtessen im Platzrestaurant.

In Island gibt es überall Wasserfälle. Einer der bekanntesten ist der Gullfoss. Den haben wir am Morgen des 28. Juli besichtigt.

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Der Wasserfall ist prächtig. Wir hatten aber bald genug gesehen. Der kräftige Wind bliess uns immer wieder kalten Gischt auf die Kamera und  ins Gesicht.

Auf der Strecke zurück zum Atlantischen Ozean ist der Halt beim Geysir ein Muss. In ziemlich regelmässigen Abständen bläst er eine hohe Heisswasser-Fontäne in die Luft. Etwas Geduld ist gefragt. Und dann muss man auch noch im richtigen Moment auf den Auslöser drücken.

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Wie man auf den obigen Bildern sieht, ist der Wettergott wieder guter Laune. Wir fahren heute noch bis Porlakshöfn. Hier wird der Frosch sauber gemacht, denn morgen wollen wir in die Stadt. Den nächsten Tag verbringen wir in Reykjavik.

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Harpa, der neue Konzertsaal, ein Wahrzeichen des modernen Reykjavik.

Wir verlassen uns wieder auf den bewährten Hopp-on, hopp-off Bus um erste Eindrücke der Stadt zu erhalten.

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Sitz der Regierung.

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In diesem Haus trafen sich Ronald Reagan und Mikael Gorbatschow um den kalten Krieg zu beenden.

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Die Hallgrimskirka

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Das Nationalmuseum

Bummel durch die Strassen von Reykjavik

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In Reykjavik sitzen die Gäste im Sommerlook im Strassenkaffee. T-shirts sind Trumpf bei ca. 22°.

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Nun haben wir genug städtische Luft geschnuppert. Wir fahren noch heute zurück aufs Land bis Kevlavik, Stützpunkt der alliierten Streitkräfte im 2. Weltkrieg.

Island 22. Juli bis 26. Juli 2021

Am Morgen des 22. Juli verlassen wir die Fähre und betreten zum ersten Mal Isländischen Boden.

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Der ursprüngliche Plan war, erst in Seydisfjördur zu übernachten und Vorräte einzukaufen. Die erste Fahrt wäre dann am Morgen losgegangen. Der Supermarkt liegt direkt neben der Hafenausfahrt. Wir decken uns mit Lebensmitteln ein und beschliessen den Tag zu nützen und fahren bis Bakkafjördur. Hier wollen wir die Papageitaucher sehen, die wir auf den Färöer Inseln verpasst haben. Mit unseren Velöli fahren wir die 6 km bis zum Vogelfelsen. Wir werden für die kleine Anstrengung reich belohnt.

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Die Papageitaucher (Puffin) leben und brüten im Sommer in Höhlen. Den Winter verbringen sie auf dem Meer. Hier nach Bakkafjördur kommen die Vögel im Mai und verlassen die Gegend wieder Ende August mit ihren Jungvögeln.

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Ist das ein Altersbart oder Reste einer Beute?

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Ein junger Papageitaucher oben und eine junge Möwe unten.

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Auf diesem riesen grossen, gutbesetzen Zeltplatz haben wir unsere erste Nacht in Island verbracht.

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Franz ist auf den Felsen, gleich hinter dem Camping,  geklettert. Hier wohnen, der Sage nach, die Elfen. Die Elfenkönigin lebt beim Elfenstein.

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Am nächsten Tag verlassen wir die Gegend und fahren bis Porshöfn, ein kleines Städtchen auf der Halbinsel Langanes. Was hier besonders hervorsticht ist das Restaurant Baran. Der junge Koch hier wird sogar im Reiseführer erwähnt. Wir haben sehr gut gegessen (Fisch und Lamm). Noch nie haben wir dazu einen so guten Bordeaux zu so einem günstigen Preis getrunken. Das Lokal ist sehr empfehlenswert obwohl der Service, wie schon auf den Färöern, nicht sehr berauschend ist.

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Von jedem Hügel und sei er auch noch so klein, fliesst Wasser. Beim Rjukandafoss haben wir angehalten. Ein kurzer Spaziergang führt uns bis unter den Fall. Erstaunlich wie zwischen all den Steinen doch immer wieder Blumen genug Nahrung finden.

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Der Wettergott ist uns immer noch sehr wohlgesinnt. Wir frühstücken draussen!

Auf diesem Zeltplatz bildeten wir mit drei weiteren Schweizern eine richtige kleine “Schweizerkolonie”. Ein allein-reisender Aargauer war froh, wieder einmal seine eigene Sprache zu hören. Wir bekamen von den anderen, erfahrenen  Islandreisenden, Tipps für die Weiterreise. Das Solothurner Ehepaar ist schon seit Juni hier unterwegs und erzählte von Schneestürmen und garstigen Winden.

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Wasserträger im Park von Porshöfn.

Von hier aus fahren wir zum nördlichsten Punkt von Islands Festland, Hraunhafnartangi. Auf dem Weg dahin, in der Nähe von Raufarhöfn, entsteht ein grosser mythologischer Sonnenkalender, Arctic Henge. 1996 begann Erlingur Thorodsson das Projekt eines  Steinkreises. Bis zur Vollendung werden noch viele Jahre vergehen.

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Der Leuchtturm von Raufarhöfn.

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Kurz nachdem wir den nördlichsten Punkt passiert hatten, begegnen wir einer geführten Touristengruppe. Hier werden die Islandponys gesattelt und der Ausritt beginnt. Es waren sehr viel mehr Pferde als Reiter da. Die ganze Herde begleitet den Ausritt.

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Noch zu erwähnen ist, dass dies die erste unbefestigte Strecke ist, die wir in Island befahren.

Es heisst, in Island gibt es drei Mal so viele Schafe wie Einwohner. Mir scheint, es gibt auch mindestens drei Mal so viel Island-Ponys. Übrigens hört man auch, dass auf jedes Schaf drei Touristen kommen. Anderes Vieh haben wir bis jetzt kaum gesehen.

Unser Tagesziel ist Asbyrgi. Der Zeltplatz ist jedoch ausgebucht. Nur wenige Kilometer weiter finden wir einen sehr schönen Platz direkt am Meer. Bei unserer Ankunft regnet es in Strömen. Schon bald klart es auf und wir können unser Nachtessen draussen geniessen.

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Am nächsten Tag stehen drei grosse Touristenattraktionen auf dem Programm. Als erstes das warme Bad in Jardbödin.

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Hier kommt das Wasser mit 130°C aus dem Boden und muss auf badetaugliche Temperaturen abgekühlt werden. Das Wasser ist milchig. Die Haut fühlt sich nach dem Bad eingecremt an.

Die zweite Attraktion sind die heissen Geysire und sprudelnden Schlammbecken. Leider hat uns keiner der Geysire den Gefallen getan, eine hohe Fontäne auszuspucken. Die Luft ist voller Schwefeldampf und riecht dementsprechend faulig.

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Dann auch noch die dritte Attraktion, der Dettifoss.

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Ein Schweizer hat uns erzählt, dass das einer der grössten Fälle der Welt sei. Wir haben da unsere Zweifel. Der Dettifoss ist eindrücklich, wir haben aber auch die Viktoriafälle und den Iguazu gesehen. Wie sieht es mit den Niagarafällen aus?

Ohne Frage, die Isländer sind zu Recht stolz auf ihren Dettifoss.

Eigentlich wollten wir am Mivatn See übernachten. Der Campingplatz liegt sehr schön auf einer Anhöhe. Wir haben uns aber bald dagegen entschieden. Der Grund: Fliegen! Die Camper auf dem Platz hatten alle Fliegenschutztücher an ihren Hüten befestigt und, kaum waren wir ausgestiegen, überfielen uns die lästigen Viecher in Massen. Also nichts wie zurück ins Auto und bloss weg!

Wir benötigen einige Anläufe,  da einige Plätze entlang der Route (Corona bedingt nur zu 50% belegbar) schon ausgebucht waren. Wir landeten auf dem kleinen Platz Lonsa, in der Nähe von Akureyri.

Gemütlich fahren wir weiter den Fjorden entlang bis nach Blönduos.

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Auf der Halbinsel am Fluss Blanda machen wir einen Spaziergang.Es gibt hier sogar einen kleinen Wald.

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Eine Künstlerin hat die Insel “verziert”. Wir haben mit ihrer Kunst etwas Mühe. Kunst, gemacht aus Nylonfäden.

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Das grosse Kriterium für den nächsten Übernachtungsplatz ist die Waschmaschine! Uns geht langsam die saubere Wäsche aus. Wir entscheiden uns für Skagaströnd.

Mehr nach der grossen Wäsche.

Färöer Inseln 18.–21. Juli 2021

Wir verlassen Hirtshals mit der Fähre Nörrona.

 

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30 Stunden (eine Nacht und den nächsten Tag bis Mitternacht) verbringen wir auf der Fähre. Mitten in der Nacht kommen wir in Torshavn an. Es sind nur einige wenige Kilometer zu fahren bis zu unserem Übernachtungsplatz.Sofort macht Franz unseren Frosch bereit zum Schlafen. Am nächsten Morgen sieht die Welt dann so aus:

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Das heisst, ziemlich grau, mit Nieselregen und auch recht kühl. Wir waren jedoch auf solche Wetterverhältnisse vorbereitet und machten uns weiter keine Sorgen. Nach einem kleinen Frühstück machten wir uns auf die Suche nach einem Lebensmittelladen , um uns für die nächsten drei Tage auf den Inseln mit Vorräten einzudecken. Auch das war recht schnell erledigt und wir konnten uns nun auf Entdeckungsreise machen.

Schon nach kurzer Zeit fielen uns die Häuser mit den Grasdächern auf. Dass diese aber auch gemäht werden müssen erstaunte uns dann aber doch.

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Hotel mit Grass bewachsenem Dach. Auf dem Vorplatz wird soeben eine wichtige Person begrüsst. Wir wurden von der Polizeieskorte an den Strassenrand verwiesen bis die Staatslimusinen passiert hatten.

Wir fuhren zur Insel Vagar. Langsam klart das Wetter etwas auf. Wir sehen nun über den Wasserarmen nicht nur Nebel. Es zeigen sich interessante kleine Inseln.

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Den berühmten Wasserfall Mulafossur lassen wir uns selbstverständlich nicht entgehen. Ein kurzer Spaziergang führt uns zum Fall.

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Im Dorf, ganz in der Nähe vom Wasserfall, finden wir ein Café. Hier werden einheimische Spezialitäten serviert. Zum Lunch bekamen wir verschiedene Fischspezialitäten und, eine Neuigkeit für uns, Lammfleisch luftgetrocknet, wie unser Bündnerfleisch. Es hat uns sehr gut geschmeckt.

Wir übernachten in Giljanes, immer noch auf der Insel Vagar. Wir hatten geplant die Insel Mykines zu besuchen, wo die bekannten Papageitaucher nisten.  Diese Insel ist nicht mit dem Auto zu erreichen. Das kleine Schiff, das den Verkehr zur Insel aufrecht hält war aber für den Tag schon ausgebucht. Wir entschieden uns nun weiter zur Insel Eysturoy zu fahren. Wir fahren bis ganz in den Norden nach Eidi.

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Kurz vor Eidi sehen wir Rose’s Café. Wir halten an, die Wirtin öffnet die Tür. We are closed, sagte sie als erstes. Falls wir aber Hunger hätten oder Kaffee wollten wolle die Wirtin für uns öffnen. Gesagt getan, wir bekamen guten Kaffee und ein Stück feine Torte. Eine kleine Tafel mit den Bezeichnungen Axum und Lalibello stach uns ins Auge. Wir sprachen die Wirtin darauf an. Es ergab sich, dass Rose aus Äthiopien stammt und auch für verschiedene Hilfsprojekte im Rahmen der Unesco arbeitet. Wir sprachen über das Projekt Elfinesh und ernteten grosse Anerkennung.

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Über einen, für Färöer Verhältnisse, sehr hohen Pass (ca. 650 MüM) , vorbei am höchsten Berg der Insel, Grafelli 858 m, kommen wir nach Gjogv.

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An einem schönen Platz, mit direkter Aussicht aufs Meer stellen wir unseren Frosch ab.

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Schon ist es wieder Zeit an die Weiterreise nach Island zu denken. Morgen werden wir wieder auf die Fähre fahren.

Hier einige Impressionen von Eysturoy

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Noch ein kurzer Bummel durch Torshavn und unser Färöer Trip ist schon zu Ende.

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Entgegen unseren Befürchtungen und Erwartungen hat uns der Wettergott auf unserer kurzen Reise auf den Färöern verwöhnt. Ausser am ersten Morgen war das Wetter prächtig und wir haben die Tage genossen.

Anreise nach Island über Deutschland, Dänemark und Färöer Inseln

Am Mittwoch, 14. Juli, haben wir uns bei misslichem Wetter auf die Reise gemacht. Es war kalt. Wir haben es als Vorbereitung für das Wetter in Island angenommen. Den ganzen Tag fuhren wir über die deutsche Autobahn bis zur Fuldaschleife. Der Übernachtungsplatz war zwar etwas feucht, aber es regnete nicht mehr.

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Im gemütlichen  Gasthof Hartung wurden sehr feine Pfifferlinge serviert.

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Der Platzwart organisiert frische Brötchen fürs Zmorge. Gestärkt fahren wir weiter. Das Wetter hat sich sehr gebessert. Ab und zu sehen wir die Sonne. Nach weiteren 400 km erreichen wir Hünning.

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Beim Bauer Jensen gibts einen schönen Campingplatz. Auch eine Imbissstube ist angeschlossen. Hier wird leckere Currywurst serviert.

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Wir können nun sogar draussen sitzen und trockenen Fusses einen Spaziergang machen.

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Am Freitag erreichen wir bei bestem Wetter Hirtshals in Dänemark.

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Heute, Samstag, 17.Juli, fahren wir mit der Fähre zu den Färöer Inseln.